EPT Berlin Tag 2 – dramatische Triple-Bubble

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Fabrice Soulier. Photo: Pokerstars.

Die EPT Berlin entwickelt sich für die deutschsprachige Pokerszene immer mehr zu einer gloriosen Angelegenheit. Mit Thomas Schäfer, Giuseppe Pantaleo, Sebastian Ruthenberg und George Danzer sind vier bekannte Spieler ganz vorn mit dabei, wenn es heute darum geht, unter die letzten 24 zu kommen. Einen Ausblick auf die Dramatik gab das gestrige Bubble-Game. Gleich an drei Tischen gleichzeitig hieß es: „All in – Call“.

353 Pokerspieler kehrten heute zu Tag 2 der PokerStars EPT in die Spielbank Berlin zurück. Und das Erste von Interesse waren die harten Turnierfakten. Zuallererst natürlich Preispool und Payout-Struktur. In Zahlen sieht das nun so aus: Insgesamt werden €3.865.000 an Preisgeldern ausgezahlt. Auf den Champion warten €825.000, die erste Preisstufe (Platz 97 bis 120) ist €7.500 wert.

Für den Gewinner gibt es außerdem ein Bracelet im Wert von 16.600 Euro. Spieler aus 50 Ländern waren anfangs dabei. Davon 240 Spieler aus Deutschland (31%). Dahinter folgten Frankreich mit 63 und Russland mit 51 Teilnehmern.

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Andrey Alexandrovich Lobzhanidze.

Jetzt wurde das Feld dann bis zur Bubble ausgesiebt. Und das Final game um die erste Preisgeldstufe entwickelte sich dann zu einem echten Krimi. Gleich an drei Tischen gleichzeitig gingen Shorties All-in und bekamen den Call. Die erste Hand war die am TV-Tisch von Karl-Heinz Klose, der von den drei All-in-Spielern am meisten Chips hatte. Mit 90.000 Chips war er eigentlich nicht wirklich gezwungen alles auf eine Karte zu setzen. Dennoch ging Karl-Heinz mit 7 9 All-in und lief prompt in Pocket Asse. Das wäre dem sympathischen Hans aus Köln, den wir am Nachmittag trafen, nicht passiert. Damit stand der erste Bustout fest, aber noch lange nicht der Bubbleboy.

Der zweite Kandidat für Blech war mit  A J Shortstack Andrej Lobzhanidze, der sich gegen die Queens von Schneekönig Vladimir Geshkenbein zu behaupten hatte. Das Board brachte 4 2 5 K 8 und da beim dritten All-in ein Splitpot zwischen A Q und A Q zustande kam, belegte der Russe, welcher mit seinem blumenbestückten Frottee-Jumper alle Modeverbrechen der Pokerszene in den Schatten gestellt hatte den undankbaren 121. Platz.

Eingetütet für Tag 3 haben nun 119 Spieler. Überlegener Chipleader ist der Franzose Fabrice Soulier, der mit 1.079.400 Chips dem übrigen Feld weit enteilt ist.  Aus deutscher Sicht ganz vorn dabei sind Giuseppe Pantaleo mit 578.500 Chips und Thorsten Schäfer mit 541.000 Chips. Letzterer gab uns zum Abschluß ein kurzes Interview indem er die entscheidenden Hände seines Heaters nochmal Revue passieren ließ.

 

Aber der Rest der deutschen Belegschaft kann sich sehen lassen. Sebastian Ruthenberg (278.800), Anton Morgenstern (321.100), Nima Ahrary (286.100), Jonas Gutteck (269.100) sowie Torsten Haase (246.000) haben sich eine gute Ausgangsposition für Tag 3 geschaffen. Ebenfalls noch mit im Rennen ist PokerStars Team Pro George Danzer (310.000). Kurz vor der letzten Pause verlor er allerdings seinen Amigo Jan Heitmann. In einem kurzen Interview erklärte Danzer seinen Turniertag und versprach, dass die Poker-Amigos auch trotz der kürzlichen Vaterschaft von Heitmann weiterleben werden.

In den Top 20 befindet sich außerdem Poker-Weltmeister Peter Eastgate. Ein paar offene Fragen bezüglich seines Auftrittes gab es schon. Wir haben versucht sie zu beantworten. Ein kurzes Wrap up für allem, die sich das nicht auf Englisch antun wollen, gibt es hier in Textform:

Peter, du bist ja offiziell weder aktiver Pokerspieler noch PokerStars Pro. Was treibt dich ausgerechnet zur EPT Berlin?

Ich hatte mich für dieses Turnier mit noch vorhandenen FPPs eingekauft. Ich wurde nicht gesponsert. Aber ich habe als Däne eine Menge von Berlin gehört. Das hat mich interessiert.

Und wie fühlt es sich an?

Manchmal ist mir schon so langweilig am Tisch, dass ich lieber woanders wäre.

Bei einem Fußball-Turnier vielleicht? Man hörte ja du hättest in Südafrika eine Menge Geld beim Sportwetten verloren.

Ja. Das war alles in Allem ein ziemlicher Reinfall. Das Turnier war fußballerisch irgendwie langweilig und ich hab fast ausschließlich auf das falsche Team gesetzt.

Es ist von mehreren Hunderttausend Euro Verlust die Rede.

In Wirklichkeit waren es ehrlich gesagt fast zwei Millionen.

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