EPT Berlin Tag 1B – wo ist Lothar Matthäus?

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Cristian Dragomir.

458 Spieler, die Berliner Spielbank platzte aus allen Nähten. Tag 1B der PokerStars EPT Berlin brachte mit Boris Becker, ElkY und Hermann Pascha (samt Star-Bodyguard Peter Althof) eine Menge Prominenz. Auch ein Weltmeister ließ sich in Berlin blicken. Lothar Matthäus war es (trotz aller Ankündigungen) allerdings nicht.

Peter Eastgate ist ein kleiner Mann. Wenn er will kann er sich unsichtbar machen. Allerdings ist er auch Pokerweltmeister, und die genießen zumindest bei den Turnieren der European Poker Tour immer noch medialen Kultstatus. Doch offiziell ist der 24-Jährige ja erst seit Kurzem Ex-Rentner, und so dauerte es auch ein paar Level, bis die Anwesenheit des Dänen in der Berliner Spielbank bestätigt werden konnte.

Von einem anderen Weltmeister fehlte allerdings jede Spur: Lothar Matthäus ist zwar in letzter Zeit häufiger mit Karten in der Hand zu sehen, den Beweis, dass er damit auch umgehen kann, bleibt er allerdings weiterhin schuldig.

So richtig notwendig war der Lothar, der am Strand von Nessebar wohl nach Ehefrau No. 5 fahndet, in Berlin nicht. Mit 458 Spielern in Tag 1B kommt die PokerStars EPT Berlin 2011 auf 773 Spieler und damit sehr nahe an den Cap von 800. Auf Preispool und die Payout-Struktur muss allerdings noch bis Tag 2 gewartet werden. Gründe dafür wurden nicht genannt.

Umso bekannter war dafür eine ganze Reihe von Spielern, die sich in den beiden Obergeschossen der Spielbank einfand. Boris Becker natürlich (schaffte es nicht in die Dinnerbreak und verlor seine entscheidende Hand bei einem Board von J-T-7-T-9 mit Nutflush gegen Full House), Liv Boeree (die ebenfalls früh ausschied), die beiden Italiener Luca Pagano und Dario Minieri (auch nicht mehr dabei) und last but not least Hermann Mr. Fläääsch Pascha.

Der kam mit Star-Bodyguard Peter Althof und gab sich weit weg von Bergen und k.u.k.-Folklore zur Abwechslung mal sehr diszipliniert. Genutzt hat ihm das am Ende nichts. Zunächst hatte er (mit Königen) auf einem Board von 5 T K 5 2 nach Bet (1.750), Raise (5.200) und All-in (31.750) seinen Gegner (zeigte die Asse) noch zum Folden bewegt, doch eine Hand später waren die Chips in der Mitte. Derselbe Gegner hatte für 600 eröffnet, Hermann machte die 3-Bet aus dem Big Blind auf 3.700, und ging nach der 4-Bet (8.600) für insgesamt 44.000 All-in. Sein Gegenspieler callte sofort mit A A und Hermann benötigte Hilfe für seine K K. Die kam nicht und Pascha war draußen.

In der vorhergehenden Pause gab er uns ein kleines, aber doch denkwürdiges Interview und dabei den Berliner Politikern ein paar gute Ratschläge mit auf den Weg.

Ausgeschieden sind neben anderen auch: Florian Langmann, Markus Lehmann, Konstantin Bücherl, Mohsen Tayfeh und Dragan Galic. Doch insgesamt sieht es für die deutschsprachige Szene nach Tag 1 B überaus gut aus. Eine ganze Reihe Stacks bewegen sich jenseits der  100.000er Schallmauer. Darunter die von Johannes Strassmann, Sebastian Ruthenberg und Jan Heitmann. Bester Deutscher ist Nime Ahrary mit 166.600.

Noch besser sieht es auf jeden Fall beim in der Schweiz aufgewachsenen und auf Malta lebenden Russen Vladimir Geshkenbein aus. Der frischgebackene EPT Snowfest Champion bringt es auf 181.500. Damit dürfte er sich an Tag 2 ein Kopf an Kopf-Rennen mit einem alten Bekannten aus Saalbach-Hinterglemm liefern. Cristian Dragomir warf an Tag 1 A in der letzten Hand mit Full House über Full House Benny Spindler aus dem Turnier und erzählte uns die Hand ausführlich. Er kommt mit 205.000 Chips in den heutigen Tag.

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