EPT Berlin Tag 1A – ganz schön voll

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Zu Tag 1A stand die Spielbank Berlin ganz im Zeichen des Pokersports. Zwischenzeitlich pokerten auf drei Floors in Main Event, Satellite und Cash Game über 500 Spieler. Mit Max Lehmanski und Matthias Kürschner landeten am Ende zwei Deutsche in den Top Ten des Chipcounts. An der Spitze steht mit dem Rumänen Christian Dragomir ein legendäres Großmaul.

Der erste Tag der PokerStars EPT Berlin erzeugte vor allem ein Gefühl: irgendwie war überall ständig alles voller Menschen. Zuerst füllte sich gegen Mittag der Marlene-Dietrich Platz vor der Spielbank mit einer Spieler-Schlange, so dass man den Eindruck gewann, sie reiche „bis nach Bagdad“, wie eine Zeugin des Spektakels auf ihrer facebook-Seite feststellte.

Dann, als es alle durch die zahlreichen Sicherheitsschleusen geschafft und ihren Platz bezogen hatten, machte sich zumindest im 1.Obergeschoss ein leichtes Gefühl der Platzangst breit. In einem für EPT-Verhältnisse kleinen Saal mit niedriger Decke passte zwischen die Tische kaum noch ein Blatt Papier. Für die Blogger-Armee natürlich eine Herausforderung der besonderen Art. Aber nicht nur das.

Spätestens nach der Dinnerbreak stand die Spielbank Berlin ganz im Zeichen des Pokerspiels. Im Erdgeschoss waren die 20 Cashgame-Tische komplett belegt, im ersten Stock spielten noch 180 Spieler den Main Event und im zweiten Stock kämpfen über 130 Spieler beim €500-Satellite (plus 1 Rebuy) um insgesamt 21 Turniertickets für Tag 1B.

Schon am Montagabend gab es ein Live-Satellite (€200, unl. Rebuys). Und weil die Bubble erst in den frühen Morgenstunden platzte und auch diese 31 Qualifikanten erst an Tag 1B in das Turnier eingreifen, wird der Begriff „Fülle“ dann noch einmal ganz neu definiert werden.

Auf die nüchternen Zahlen reduziert, sieht das dann so aus: 315 Spieler kauften sich in Tag 1A ein. Im vergangenen Jahr waren es knapp 390, um Schluss fast 900. Es spricht also vieles dafür, dass der Cap von 800 wenigstens knapp erreicht werden wird.

Aber nicht nur die Quantität stimmte, sondern auch die Qualität. Wie Marc Gork in unserem Video-Interview feststellte, ist die EPT Berlin nach wie vor Pflicht für alle deutschsprachigen Spieler. Folgerichtig konnte die erste Hälfte des „Who is Who – Poker D/ AUT/ SUI“ am gestrigen Tag schon mal abgehakt werden. Neben Michael Keiner spielten auch Marc Gork, Nasr el Nasr, Giuseppe Pantaleo, Benny Spindler, Marvin Rettenmaier, Erich Kollmann, Jan von Halle, Ronny Kaiser, Ronald Grauer, Anton Alleman uvm.

Ein bisschen mager sah hingegen das internationale Spieler-Kontingent aus. Neben den Schweden William Thorson und Michael Tureniec sowie Arnaud Mattern und Alexia Portal war nicht viel Pokerprominenz zu schauen.

Und so schien der Weg für die Deutschen zur Chipcount-Spitze zunächst frei. Dorthin machte sich zuerst der Lokal-Matador Nasr el Nasr auf. Innerhalb von fünf Levels verfünffachte er zunächst seinen Stack, bevor er ein paar Cooler erwischte und am Ende mit etwas mehr als 90.000 Chips im vorderen Mittelfeld landete.

Auch Matthias Kürschner zündete ab Level 4 den Turbo und schoss bis Level 7 auf 180.000 Chips hoch. Übertroffen wurde der Hamburger am Ende nur von Max Lehmanski, der mit 186.400 den Tag auf Platz 3 beendete.

Chipleader ist der Rumäne Christian Dragomir, der schon beim Snowfest am Final table saß. Bezüglich seiner Person können wir uns noch auf gute Action freuen. Bei der WSOP brachte er einst Phil Hellmuth zur Weißglut und in Saalbach-Hinterglemm war der auch nicht gerade zurückhaltende Vladimir Geshkenbein sein Opfer.

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