EPT Triple Barrel – Neuville Freund, High Roller final, Main Event voll

Twitterwall
Die Twitterwall gehört zu den Neuerungen der neunten EPT-Saison.

Live aus Barcelona. Die Triple Barrel aus Katalonien über Pierre Neuville, Phil Ivey, Daniel Negreanu und ein Main Event, der aus allen Nähten zu platzen droht.

In Barcelona finden 47 Events in nicht einmal zwei Wochen statt. Zu viel, um ausreichend Spieler anzulocken? Mitnichten. An der Costa Brava ist die Hölle los.

Pierre Neuville wird Friend of PokerStars

Der belgische Altmeister Pierre Neuville ist ein bisschen so etwas wie das europäische Gegenstück zu Doyle Brunson. Er spielte schon in den 1950ern Poker, und er ist noch heute in der Lage, mit den Besten mitzuhalten.

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Pierre Neuville.

Allerdings war Neuville nie Profi. Vielmehr hat er eine erfolgreiche Karriere hinter sich, in der er u. A. als Spieleentwickler tätig war. Erst in diesem Jahr ist dank seiner Entwicklungsarbeit das Brettspiel „Pokerchamp“ erschienen, das die Spielfreude von Poker zwar vermittelt, aber ohne Aggressionsfaktor und Bustouts auskommt und damit familientauglich ist.

In der ewigen Rangliste der EPT steht Neuville derzeit auf Platz 6. Er hält den – da legen wir uns fest – ewigen Rekord von Online-Qualifikationen. 23 EPT Main Events nacheinander spielte Neuville als Online-Qualifier. Wer’s nicht glaubt: online ist er bei PokerStars als „Zoutechamp“ unterwegs.

Er war bei zwei Main Events Runner-up – zuletzt in Kopenhagen – und er hat in Zusammenarbeit mit PokerZeit seine eigene Artikelserie über seine Strategie in Online-Satellites entwickelt, die in diesem Jahr bei uns erschienen ist.

Derzeit weilt Pierre Neuville in Barcelona, wo er schon in den ersten Tagen wieder bei einem der Estrella Side Events einen Finaltisch erreichte und Sechster wurde. Der seit mehreren Jahren 69-Jährige („Das hält vom Altern ab“, - P. Neuville) hat nun einen Vertrag als „Friend of PokerStars“ in der Tasche und wird damit auch in dieser Saison wieder in den großen und kleineren Events der EPT vertreten sein.

Der Mann ist kaum aufzuhalten.

2) €50k High Roller Wahnsinn

Der Finaltisch des €50k findet in Barcelona ohne Daniel Negreanu statt. Nach seinen guten Auftritten in Monte Carlo reichte es in Spanien trotz eines Rebuys nicht für die Geldränge.

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Ivey in Barcelona; Photo: Neil Stoddart.

Ein „Cooler“ sei es gewesen, erklärte Negreanu, nachdem er mit J-J pre-Flop eine 5-Bet all-in annoncierte und von Assen abgefangen wurde. Nicht jeder hier wollte ihm da zustimmen, hätte er ein Ausscheiden in dieser Situation doch eigentlich vermeiden können. „Oh well.“

Aber Sie wissen ja, wie man sagt: Es gibt drei Arten, Pocket Buben zu spielen, und alle sind falsch.

55 Spieler (+ 9 Rebuys) nahmen an dem Turnier mit dem Phantasiestartgeld von €50.000 teil, sechs von ihnen nahmen die Reload-Option an. Keiner von diesen erreichte den zweiten Tag. Am teuersten wurde das Turnier für Jonathan Duhamel, der €150.000 liegen ließ.

Auch Phil Ivey ist nach Barcelona gekommen. Er schied mit Pocket Assen aus dem High Roller Event aus. Raffaele Gerbi bezahlte Iveys Pre-Flop Raise mit T-7, traf eine Zehn auf dem Flop, setzte von vorne an, bezahlte ein Raise von Ivey und traf eine 7 auf dem Turn. Von wegen Online-Poker ist rigged. Ivey kaufte sich an Tag 2 noch einmal ein, letztlich jedoch erfolglos.

Tobias Reinkemeier war einmal mehr bester deutscher High Roller. Er schied unglücklich mit J-9 auf einem Board J-9-J – 6 – K gegen Dan Smith mit K-J aus. Smith gelang gestern so gut wie alles, er geht als Chipleader ins Finale.

John Juanda, Steven O’Dwyer, Peter Jetten, Jason Mercier, Andrew Lichtenberger und Philipp Gruissem wurden ebenfalls enttäuscht.

Im Finale der letzten acht, gleichbedeutend mit den Geldrängen, sitzen mit Mike McDonald, Ilari Sahamies und Erik Seidel drei der interessanteste Profis auf der Tour. Der Sieger kassiert über eine Million Dollar.

 

3) EPT Main Event schon jetzt fast ausverkauft

Barcelona Poker Floor
Der Turnierbereich in Barcelona. Rechts der TV-Bereich.

Das neue EPT-Konzept zahlt sich bereits aus. Schon der Main Event der Estrella Poker Tour ließ mit über 1000 Spielern einiges erwarten. Gestern schwollen die Schlangen vor der Kasse so sehr an, dass viele Spieler wieder weggeschickt werden mussten, weil die Events ausverkauft waren.

Mehrere Turniere wurden inzwischen gecappt. Selbst das Ladies Event hat €30.000 Preispool überschritten.

Sogar für den traditionell schwächeren Tag 1a des Main Events waren am Abend nur noch 50 Plätze frei, für Tag 1B standen noch 200 Plätze zur Verfügung.

Schon im letzten Jahr waren mehr als 800 Spieler dabei. in diesem Jahr könnte erstmals die 1000er-Marke geknackt werden.

Hier finden Sie die vorläufige Liste der Teilnehmer am Main Event.

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