EPT Barcelona Tag 2 – Stars an der Spitze

Ilari Sahamies
Heute Lange vorn: Ilari Sahamies.

Mit 1083 Spielern ist es eines er größten EPT Main Events geworden. An der Spitze stehen u. A. John Juanda, Ilari Sahamies und Daniel Negreanu.

601 Spieler begannen den zweiten Tag, und nachdem alle Zahlen feststanden, wurde die Zahl der Spieler, die ausgezahlt werden, mit 160 angegeben. Der Preispool beträgt insgesamt €5,25 Mio.

Der Sieger kassiert etwas über eine Million Euro, für Platz 9 werden noch €55k fällig, und die erste Auszahlungsstufe liegt bei €8400.

Frühe Bustouts

Dass Jason Mercier heute früh ausschied, war keine Überraschung, denn mit nicht einmal 10.000 Chips musste er schnell eine Entscheidung suchen. Diese fiel negativ aus, also stand der US-Pro auf und machte sich auf den Weg … zum €2k Side Event, das heute ebenfalls aus allen Nähten platzte.

Dass aber auch Gus Hansen sich bald danach verabschiedete, grenzte an eine Sensation. „Der große Däne“ hatte gestern Abend noch zu den Big Stacks gehört. Heute ging dann von Anfang an alles schief, und schon nach zwei Levels fand er sich in einer fatalen Hand gegen keinen Geringeren als John Juanda wieder.

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Der Spruch wurde heute häufig gehört.

Auf einem Board 9 4 J 8 hatte Juanda seinen ganzen Stack in die Mitte gestellt. Hansen besaß nur wenige tausend mehr und bezahlte schließlich widerwillig. „Es ist sowieso kalt in Barcelona“, lautete sein ironischer Kommentar. Hansens Hand: 7 3.

„I got it“, entgegnete Juanda und zeigte A 2 für den Nut Flush. Hansen verlor einen 200.000 Chips Pot – mit 3-7s, nicht zu vergessen – und schied kurze Zeit später aus. Juanda dagegen machte sich auf den Weg in Richtung Chip Top Ten.

Mit Kent Lundmark, der hier vor zwei Jahren gewann, Salvatore Bonavena (EPT Prag 2008), Christophe Benzimra (EPT Warschau 2009), Tobey Lewis (EPT Vilamoura 2010), David Vamplew (EPT London 2010), Davidi Kitai (EPT Berlin 2012) und Titelvertteidiger Martin Schleich verloren wir heute gleich sieben frühere EPT-Titelträger.

Insgesamt waren mehrere Dutzend EPT-Sieger in einem enorm starken Feld zu dieser EPT angetreten.

Bad Beat Bust für Pius Heinz

Wie genau man einen Bad Beat definiert, ist oft Gegenstand der Spielerdiskussion. Hier unser Beitrag:

In dieser Hand erhöhte Heinz vor dem Flop und wurde von Liya Gerasimova – Gewinnerin des Ladies Events – aus dem Big Blind bezahlt.

Auf dem Flop J T 9 spielte die Russin von vorne an, Heinz erhöhte, All-in von Gerasimova, Call.

Heinz zeigte Q Q, und mit K Q die gefloppte Nut Straight. Die 9 gab Heinz ein paar Outs zum Full House, aber der Draw kam nicht an, und der Weltmeister schied aus.

Bad Beat oder Suck-out? Entscheiden Sie selbst.

Dagegen war Sebastian Ruthenberg zwischenzeitlich Chipleader. Der Hamburger zeigt bei einem seiner seltenen Auftritte einmal mehr eine starke Performance. Zuletzt hatte er im Vorjahr z. B. Platz 55 im WSOP Main Event und den zweiten Platz im EPT High Roller Event belegt.

Ruthenberg feierte hier im Jahr 2008 einen seiner größten Erfolge, als er den Titel gewann, nachdem er nur drei Monate zuvor sein erstes WSOP-Bracelet erspielt hatte. Leider  büßte er später einen großen Teil seines Stacks wieder ein.

Ausgeschieden: Philipp Gruissem, Dominik Nitsche, Mohsen Tayfeh, Alexander Graf, Manuel Blaschke, Armin Zoike, Boris Becker, Paul Knebel, Giuseppe Pantaleo

Mehrere große internationale Namen spielten sich heute in den Vordergrund. Daniel Negreanu krebste lange Zeit weit unter Average herum, gewann dann aber drei vier große Pots nacheinander. Ilari Sahamies‘ endlose Aggresivität zahlte sich ausnahmsweise einmal aus. Er baute seinen Stack auf über 500.000  auf.

Noch mehr Chips sammelte mit John Juanda einer der Poker-Weltstars. Juanda und Sahamies belegten kurz vor Spielende des Tages die Plätze 1 und 2 des Chipcounts. Dann nahm Juanda auch noch Lex Veldhuis vom Feature Table und tütete letztlich 732k Chips ein.

Ca. 215 Spieler erreichten den dritten Tag. Damit gehen wir davon aus, dass am morgigen Tag 3 am Nachmittag die Bubble platzt.

Neben dem Main Event richten sich die Augen ab Morgen auch wieder auf den nächsten High Roller Event. Zwei €10.300 Events stehen noch auf dem Programm: Zunächst die Heads-up Championship, und ab Freitag dann ein weiteres NLHE-Turnier, 8-handed und mit einem einzelnen möglichen Rebuy.

Top Ten Chipcount:


1. John Juanda 732400
2. Ilari Sahamies 523500

3. Shahriar Soltaninassab 460000

4. Samuel Rodriguez 455800

5. Guy Bachar 448000

6. Aku Joentausta 420000

7. Marcos Fernandez 403400

8. Lucille Cailly 360700

9. Anders Hansen 338000

10. Joni Jouhkimainen 332000





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