EPT Barcelona - Sieg für die Hammerwerfer

EPT-barcelona-2010

Es hat nicht gereicht für Giuseppe Pantaleo. Statt nach Bielefeld geht der EPT-Titel von Barcelona nun nach Schweden. An einem der kürzesten Final table der EPT-Geschichte besiegte Kent Lundmark am Ende den Lokalmatadoren Jesus Cortes Lizano und gewann nebst Pokal und Ehre 825.000 Euro.

„Die Schweden sind eine Nation von Skifahrern und Hammerwerfern, die ihr halbes Leben in der Dunkelheit verbringen." Das schrieb einer der Krawalljournalisten des Revolverblattes Daily Mail einst, als man vor genau zehn Jahren Sven Göran Eriksson als ersten ausländischen Trainer auf den Stuhl der englischen Fußball-Nationalmannschaft gesetzt hatte. Ein paar Jährchen später und er hätte der Vollständigkeit halber hinzufügen müssen: „die Schweden sind eine Nation von Skifahrern, Hammerwerfern und Pokerspielern ...", Randvoll ist der Trophäenschrank der schwedischen Poker-Community und am Samstag ist nun ein weiterer Pokal hinzugekommen.

Nachdem es nur wenige Stunden am Final table gedauert hatte, saßen sich am Ende der Schwede Kent Lundmark und der Spanier Jesus Cortes Lizano im Heads Up gegenüber. Der Chipstand war ausgeglichen bis es zur vorentscheidenden Hand kommen sollte. Lundmark hatte den Button, machte ein Standard-Raise und Lizano callte aus dem Big Blind für den 3 J T-Flop. Der Spanier check-callte weitere 350.000, es folgte die 4 am Turn und diesmal check-raiste Lizano die Bet von Lundmark (825.000) auf 2.425.000. Den K am River checkten beide Spieler und A J reichte für Lundmark gegen 9 3. Wenig später hatte Lundmark eine Führung von 16.200.000 zu 6.750.000 in Chips und gewann das entscheidende All-in dann mit A Q gegen K J.

Der Sieg des Schweden setzte den Abschluss unter eine Woche, die zum großen Triumphzug eines deutschen Pokerspielers hätte werden können. Der Bielefelder Giuseppe Pantaleo nämlich hatte drei Tage hintereinander mit an der Chipcountspitze gestanden. Doch ausgerechnet am Final table, den er mit einem massiven Chiplead geentert hatte, lief nichts mehr zusammen.

Immer wieder geriet er in ungünstige Hände und verlor Chip um Chip. Im für ihn wohl ungünstigsten Spot des Tages war er dann so von der Rolle, dass er einen Anfängerfehler beging. Nachdem es zuvor reichlich Action gegeben hatte, check-raiste Pantaleo am Board mit 2 6 Q Q 2 Jesus Cortes Lizano. Mit rund 2,2 Millionen im Pot nahm sich der Spanier einige Zeit zum Überlegen, um dann zu callen. Giuseppe, der seine Karten sofort in den Muck befördert hatte, entglitten dann die Gesichtszüge, als er mit #Jx #Tx den Bluffcatcher des Spaniers sah. Er selber hatte nämlich #Jx #8x und hätte Anspruch auf den halben Pot gehabt.

Für Pantaleo wurde es am Ende der fünfte Platz, der mit 170.000 Euro prämiert wurde. Die EPT Barcelona sah mit Sebastian Ruthenberg, Rino Mathis, Johannes Strassmann, Dominik Nitsche, Heinz Kamutzki, Fabian Quoss, Igor Kurganov, Tobias Reinkemeier, Nasr El Nasr, Markus Lehmann, Tim Ulrich, Jan Collado oder Daniel Zink ein starkes deutschsprachiges Line Up. Insgesamt nahmen 749 Spieler teil, was einen neuen Rekord für dieses Turnier markiert.

Die nächste EPT-Station heißt Prag. Dort trifft sich dann zwischen dem 13. bis 18. Dezember die europäische Pokerelite zum letzten Mal in diesem Jahr.

Zum Abschluß noch die Payouts des Final Tables:

1. Kent Lundmark €825.000
2. Jesus Cortez Lizano €525.000
3. Konstantin Puchkov €300.000
4. Shander De Vries €222.000
5. Giuseppe Pantaleo €170.000
6. Thor Stang €130.000
7. Georgios Skotadis €90.000
8. Francesco Notaro €70.000

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