EPT Barcelona Tag 4 – mieser Tag für deutsche Stars

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Wenn die Rekord-EPT in Barcelona bisher unter deutscher Flagge stand, dann gab es an Tag 4 einen schweren Dämpfer. Mit Fedor Holz, Ismael Bojang, Marko Neumann, Martin Finger und Jan Heitmann schieden alle großen Namen aus. Unter den letzten 25 sind jetzt noch vier Spieler aus Deutschland und drei Spieler aus Österreich. Führender im Chipcount ist Bram Haenraets aus Holland.

Einen weiteren spektakulären Rekord gab es beim €10k High Roller Event. Dort wurden über 350 Buy-ins entrichtet, was den bisherigen Rekord von 181 Spielern dieses Jahr in Wien regelrecht pulverisierte.

Deutsches Massensterben

102 Spieler waren für Tag 4 ins Casino von Barcelona zurückgekehrt und gleich 16 von ihnen kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und nicht nur das. Fast alle waren in der oberen Hälfte des Chipcounts platziert. Nur Fedor Holz brauchte dringend einen Double Up.

Und die Chance dafür bot sich auch gleich in der ersten Hand. Der Kölner war mit AK gegen Pocket 6er all in, doch die nötige Hilfe brachte das Board nicht.

Und Fedors Aus war nur der Auftakt für ein wahres Massensterben unter den deutschen Spielern. Und vor allen Anderen erwischte es die Top Pros.

Ismael Bojang hatte an Tag 3 noch mehrfach den Hals aus der Schlinge gezogen doch nun war es auf Platz 77 endgültig vorbei. Auf Platz 47 musste Marko Neumann (20.000 Euro) gehen, und dann entschied sich Fortuna auch gegen den bis dahin überaus glücklichen Martin Finger.

Erst konnte er mit AK nicht gegen die Queens des shorten Landsmann Ji Zhang gewinnen und ermöglichte diesem einen wahren Sturmlauf auf die Spitze des Chipcounts. Und dann brachten die Damen ihm nochmal Pech.

Diesmal fand Finger sie selbst und stand gegen die Asse von WPT Kasachstan-Gewinner Kiryl Radzivonau aus Weißrussland. Wenig später war dann Schluss, und der einstige EPT Champ von Prag musste sich mit Platz 44 und ebenfalls 20.000 Euro Preisgeld begnügen.

Das tragische Aus des Jan Heitmann

Richtig heftig kam es allerdings für Jan Heitmann. Die Dramaturgie zu einem möglichen Triumph ausgerechnet in Barcelona hätte nicht besser sein können.

Heitmann begann hier vor exakt zehn Jahren mit einer ausgedehnten Cash Game-Tour seine Pro-Karriere, hier startete er vor genau acht Jahren seine Live-Kooperation mit Poker-Amigo George Danzer und assistierte vor sechs Jahren tatkräftig Sebastian Ruthenberg zu seinem EPT-Erfolg.

Jan Heitmann
Brutaler Beat für den "Silent Assassin".

Aber die Poker-Götter schienen heute keinen Sinn für gute Geschichten zu haben. Dabei begann der Tag für den PokerStars Pro hoffnungsfroh.

Heitmann gab seinen Gegnern immer wieder eine harte Zeit und wurde von den Journalisten zwischenzeitlich als „The Smiling Assassin“ tituliert.

Doch dann der Schock in der letzten Hand vor der Dinnerbreak. Nach ordentlich Action vor ihm fand Heitmann die Rockets im Big Blind und bekam nach Raise von einem ebenfalls recht großen Stack das All-in mit Queens.

Bis zum River ging auch alles gut, doch dann fiel die Kreuz-Dame, und Jan war exakt 777.000 Chips los. Die verbliebenen 50.000 entsprachen noch anderthalb Big Blinds und so musste sich der sichtlich enttäuschte Heitmann auf Platz 39 für knapp 25.000 Euro verabschieden.

Chipcounts und Führender

1.

Bram Haenreaets

NL

4.395.000

2.

Piotr Sowinski

PL

4.355.000

3.

Mikkel Nielsen

DK

3.135.000

4.

Hossein Ensan

D

3.075.000

5.

Slaven Popov

BUL

2.695.000

6.

Andrea Dato

I

2.290.000

7.

Ji Zhang

D

2.285.000

8.

Pawel Brzeski

PL

1.980.000

9.

Kiryl Radzinvonau

BLR

1.860.000

10.

Mikhail Rudoy

RUS

1.815.000

11.

Maximilian Senft

AUT

1.795.000

12.

Dominik Panka

PL

1.705.000

13.

Daniel Dvoress

KAN

1.570.000

14.

André Leattau

D

1.535.000

15.

Andrey Shatilov

RUS

1.390.000

16.

Sergej Popov

RUS

1.255.000

17.

Robert Schulz

D

1.240.000

18.

Samuel Philipps

IND

 

19.

Mark Wagstaff

GB

990.000

20.

Gerald Karlic

AUT

955.000

21.

Thomas Hüber

AUT

945.000

22.

Benjamin Nicolas-Teboul

FRA

735.000

23.

John Andress

USA

710.000

24.

Mathieu Clavet

KAN

575.000

25.

Nick Rampone

USA

520.000

 

€10.000 High Roller Event schlägt alle Rekorde

Ein Tweet von Manig Loeser gab den Vorgeschmack auf einen weiteren spektakulären Rekord.



Und Loeser sollte Recht behalten. Den bisherigen Rekord für ein €10k High Roller Event bei einer EPT gab es dieses Jahr in Wien mit 181 Buy-ins.

marvin rettenmaier ept london2
Auch mal wieder bei einer EPT: Marvin Rettenmaier.

In Barcelona sind es bisher 348 (62 davon Re-Entrys), was fast eine Verdopplung der bisherigen Spitzenmarke ist.

Der Preispool beträgt mit mindestens 3,5 Millionen, was der Hälfte des Preispools des Main Events entspricht.

Und der Ein- oder Nachkauf ist noch bis zu Beginn von Tag 2 möglich.

Zahlreiche Deutsche sind auch hier erfolgreich gestartet. Fedor Holz, Marvin Rettenmaier, George Danzer, Dominik Nitsche, Ole Schemion und Fabian Quoss konnten ihre Stacks schnell vergrößern und werden in Tag 2 weiterhin mitmischen.

Nur für Tobias Reinkemeier war Barcelona zum Vergessen. Neben dem Main Event schied der Hamburger auch hier früh aus dem Turnier aus.

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