EPT – Schleich gewinnt in Barcelona

martin schleich
Martin Schleich - Photo: Neil Stoddart.

Nach 13 Stunden Finaltisch und einem intensiven Dreierduell setzt sich der Münchner gegen Eugene Katchalov und Dragan Kostic durch und sorgt für einen deutschen Sieg.

Der 29-jährige Münchner spielt seit 2006 und hat sich online bereits seine Meriten verdient. Live standen bisher aber nur drei kleineres Cashes zu Buche. Jetzt kommt mit einem Mal ein Brocken von €850.000 dazu.

Schleich freut sich nicht nur über seinen Sieg – den ersten eines deutschen Spielers seit Michael Eilers Triumph bei der PokerStars EPT Wien 2010 – sondern auch darüber, dass er den Spieler vom Tisch nehmen konnte, der irgendwie dazu bestimmt zu sein schien, das Turnier zu gewinnen: Eugene Katchalov.

Dabei war Katchalov als Short Stack ins Finale gegangen. Es gelang ihm aber früh, der Eliminierung zu entgehen und stattdessen zu verdoppeln. Etwa nach drei Stunden Spielzeit gelangen ihm gleich zwei Double-ups in Folge, und damit war der gebürtige Ukrainer wieder mitten im Geschehen.

Als die Spieler eine Stunde später aufstanden, um zum Abendessen zu gehen, hatte Katchalov den größten Chipstack und war inzwischen zum Favoriten auf den Sieg geworden. Es wäre sein erster EPT-Titel gewesen, und er wäre damit in den illustren Club der Triple-Crown-Gewinner aufgestiegen, die sowohl bei der WSOP als auch bei der WPT und EPT Titel gewinnen konnten.

Aber es sollte nicht sein.

Katchalov, Schleich und Kostic duellierten sich zu dritte geschlagene viereinhalb Stunden, in denen der Chiplead zahllose Male wechselte, und es bedurfte eines seltenen Set-ups, um Katchalov schließlich auszuschalten.

Katchalovs 7-7 und Schleichs 9-9 sahen einen Flop 7-3-9. Auf Katchalovs Erleichterung beim Anblick der Doorcard folgte das Entsetzen, als die unterste Karte sichtbar wurde. Katchlaov blieben Platz 3 und €315.000.

Schleich hatte danach nicht allzu viel Mühe, seinen Chiplead zu behaupten, auszubauen und nach 40 Minuten schließlich zu gewinnen.

In der letzten Hand dominierte er mit A-9 gegen A-7 von Kostic. Dass er damit eine Neun auf dem River traf, war unnötig, aber ein besonders schöner Schlusspunkt.

Ergebnis und Payouts:

1. Martin Schleich - €815.000
2. Dragan Kostic - €532.000
3. Eugene Katchalov - €315.000
4. Raul Mestre - €244.000
5. Tomeu Gomila - €185.000
6. Saar Wilf - €145.000
7. Juan Manuel Perez - €105.000
8. Isabel Baltazar - €73.000

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