Ende der FullTiltPoker.Net Million Euro Challenge

Michael Berkholz berichtet über der FullTiltPoker.net Million Euro Challenge Tour durch Deutschland. Hier erfahren wir über das Final-Spiel.

Insgesamt waren auf der Tour durch Deutschland fast 18.000 Fans, davon 12.600 Turnierspieler, die sich online durch Freerolls qualifiziert hatten. Hamburg war dabei mit 3.269 Besucher Spitzenreiter , aber auch in den anderen Städte wie Berlin, Wiesbaden, Köln, Stuttgart und München waren die Häuser voll. Niemand wollte sich dieses Erlebnis entgehen lassen - kannte man die Stars doch ausgiebig vom Fernsehen. Wann hat man wohl die nächste Chance einem Poker-Millionär gegenüber zu stehen? Für einen Großteil der Besucher bleibt dies das einzige Mal. Genauso war auch die Stimmung bei den Events: Gespannt bis in die Zehenspitzen lauschten die Fans den Profis bei deren Workshops und stellten sich brav und mit viel Geduld an, wenn es darum ging Autogramme zu ergattern.

Jeder Besucher hatte die einmalige Gelegenheit Pokerlegenden erstmalig hautnah und Live zu erleben. Mit vor Ort waren Chris Ferguson, Howard Lederer, Phil Ivey, Gus Hansen, Eddy Scharf, Allen Cunningham, Clonie Gowen, Erik Seidel, John Juanda, Andy Bloch, Jennifer Harman und Phil Gordon. Drei Wochenenden tourten die Pokerprofis des Team Full Tilt durch Deutschland und wurden vom deutschen Publikum empfangen wie Rockstars.

Über 1.000 Besucher hatten sogar das Glück gegen einen Profis Heads-Up zu spielen oder sich bei einem Sit'n'Go mit ihnen zu unterhalten. Jeder Gast war völlig begeistert wie cool und zurückhaltend die Profis waren. Wirklich alle habeb geduldig Fotos machen lassen und Autogramme gegeben. Von den Full Tilt-Profis kann man also nicht nur lernen, wie man gutes Poker spielt, sondern auch wie man - trotz Erfolg und Millionen von Dollar auf dem Konto - menschlich und sympathisch bleibt.

Das Turnier selbst wurde da schon fast zur Nebensache, weil auch die meisten verstanden hatten, dass man extrem viel Glück brauchen wird, um am Ende Erster von 2.100 Spielern pro Veranstaltungsort zu werden. Ich selbst hatte zwischen Interviews auch kurz Zeit einen Tisch zu spielen. Meiner war dabei widererwatend völlig passiv, selten wurde vor dem Flop geraist. Meine einzig gute Hand war TT, die gegen gefloppte Quad Aces gelaufen ist und ich mich aber rechtzeitig von der Hand trennen konnte. Nur blieben dann nicht mehr viel Chips übrig und bluffen ist gegen viele Amateure bekanntlich die sicherste Strategie zu verlieren. Als ich im Big Blind einige Minuten später all-in war, geschah der Höhepunkt meines Turniers: Eine Masseuse - ein so genannter „Body Angel" - kam an den Tisch und knetete mich durch, selbst nachdem ich ausgeschieden war. Auch daran hatte Full Tilt gedacht: Wie bei richtig großen Turnieren während dem Spiel massiert zu werden - machte der Veranstalter auch diese Erfahrung den Fans möglich.

Rechts neben mir am Tisch saß eine der größten Fans von Full Tilt. Sie ist mit ihren drei Freunden aus Siegen die komplette Tour durch Deutschland den Profis gefolgt und legten dabei mehr als 4.000 Kilometer zurück. Zusammen haben Sie alle sechs Städte bereits und waren bei jedem Event dabei. Diese Treue wurde dann letztlich in München belohnt, weil sie inzwischen schon von der Full Tilt Crew wiedererkannt wurden. Die vier durften ausnahmsweise den heiligen Vip-Raum der Stars betreten, kurz mit ihnen plauschen und Fotos schießen. Meine Tischnachbarin sagte mir, dass sie zu Hause oft kleine Turniere spielen, aber auch viel online bei Full Tilt. Deshalb war es für sie keine schwierige Entscheidung die Tour komplett mitzumachen, sondern fast schon logische Konsequenz. Richtig viel Erfolg hatte sie bei den Turnieren aber leider nicht, dafür aber ein mitgereister Freund. Er ist in München immerhin Elfter geworden.

Full Tilt hatte auch dafür genügend Preise dabei. Für all diejenigen, die zwar im Turnier weit gekommen, aber letztlich doch ausgeschieden gab es insgesamt 210 ansehnliche Trotzpflaster, von Pokerkoffern über Plasma-Fernseher bis hin zu Reisen zu gewinnen.

Die sechs Städtegewinner spielten dann einige Tage später ihren eigenen Final Table aus, der auch im DSF übertragen wurde. Dort spielten dann Andreas Setz aus St. Wendel für Wiesbaden, Martin Kläser für Köln, Derik Gründler aus Riesa für Berlin, Sascha Hinz aus Eutin für Hamburg, der Florian Gottschalk für Stuttgart und Hans-Jörg Schmitz aus Freystadt für München. Das Schöne dabei: Keiner musste mit leeren Händen nach Hause gehen. Insgesamt wurden hierbei 175.000 Euro verteilt. Auf den verdienten Gewinner, Martin Kläser aus Köln, wartete aber der eigentliche Preis: Heads-Up Spiele gegen Chris Ferguson, Gus Hansen und Howard Lederer. Diese drei hatten sich zuvor Full Tilt intern bei einem Sit'n'Go dafür qualifiziert.

Kläser hatte bereits 50.000 Euro in der Tasche, die er für den Sieg gegen die Städtegewinner bekam. Jetzt galt es noch einen drauf zu setzen und gegen die Profis zu bestehen. Das Preisgeld hatte man im Vorfeld schon erklärt: Schlägt Martin einen Profi, bekommt er zusätzlich 100.000 Euro. Besiegt er zwei, erhält er 300.000 Euro. Kann er sich gegen alle drei durchsetzen, hat er 1 Million Euro verdient.

Am Ende reichte es für sensationelle 300.000 Euro durch die Siege über Chris Ferguson und Gus Hanson. An Howard Lederer scheiterte der 20-jährige dann aber doch letztendlich. Gratulation und Respekt auch von unserer Seite! Und vielen Dank, dass du den Full Tilt'lern gezeigt hast, dass es schon einige gute deutsche Pokerspieler gibt!

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