Triple Barrel – Königliches Turnier, Pokerspieler im Haifischbecken, PCA Highroller-Posse

triple soldiers

Ein Turnier für die Monarchen dieser Welt mit einem Startgeld von 1 Million Dollar, ein Profi des Online-Team PokerStars, der eine gefährliche Wette gewann, und eine international geführte Debatte über ein Heads-Up – das sind die Themen in unserer heutigen Triple Barrel.

1) „Game of Thrones“ in Sydney?

Mit einer spektakulären Nachricht platzte Anfang der Woche ein bisher völlig unbekanntes Unternehmen in die Pokerwelt.

Ende März will Royal Poker Challenge in der australischen Metropole ein Pokerturnier veranstalten, bei dem es – bitte anschnallen – mit einem Startgeld von 1 Million Dollar um mehr als 50 Millionen Dollar gehen soll.

Hinter der Royal Poker Challenge steht mit einem gewissen David Chen ein Mann, der in der Szene ebenfalls gänzlich unbekannt ist, doch ließ er verlauten, dass sich bereits 48 Spieler darunter Mitglieder der königlichen Häuser Großbritanniens und der Niederlande sowie des Fürstentums Monaco angemeldet hätten.

royal poker challenge

Außerdem stünden auf der Teilnehmerliste mehrere Hollywood-Stars, deren Namen aber nicht genannt werden könnten.

Neben dem enormen Preisgeld soll es bei dem Turnier aber auch um einen guten Zweck gehen. Gewinnt ein Teilnehmer aus einem der Monarchenhäuser, wird dessen Prämie an eine wohltätige Organisation gespendet.

Zweieinhalb Monate vor dem angeblichen Beginn des Turniers ist die Ernsthaftigkeit des Unterfangens von Royal Poker Challenge sehr schwer einzuschätzen.

Für ein Mitglied der britischen Königsfamilie etwa sind 1 Million Dollar ein Pappenstiel – doch die könnte man auch einfach so spenden.

 

2) Miese Pot Odds für Fredy Torres

Als Mitglied des Team Online von PokerStars sollten für Fredy Torres $1000 eigentlich eine eher bescheidene Summe sein. Womöglich ging es bei seiner Prop Bet während der PCA auch weniger um diesen Betrag als darum, eine Mutprobe mit Bravour zu bestehen.

Wie auch immer, bei seinem Sprung ins Haifischbecken des Atlantis Resort auf den Bahamas ist der kolumbianische Pokerprofi fast schneller draußen als drin. Auch die Haltungsnoten im Wasser fallen eher bescheiden aus, insgesamt wirken Torres‘ Bewegungen ziemlich verkrampft.

Schon seit einigen Jahren hat der Tauchgang im Haifischbecken des Atlantis unter Pokerspielern Tradition, die jüngste Aktion mit einer Aufenthaltsdauer im Wasser von knapp 5 Sekunden gibt es hier auf Video:

 


 

3) Diskussionen um Greg Merson

In Foren wie Twoplustwo wird derzeit heiß über das Verhalten des Pokerweltmeisters von 2012, Greg Merson, und seines Gegners Jake Schindler während des $25.000 Highroller-Finales der PCA Bahamas diskutiert.

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Schindler vs. Merson - willkürliche All-ins?

Bei dem Turnier, das am vergangenen Sonntag entschieden wurde, erreichten Merson und Schindler nach dem Ausscheiden von Vanessa Selbst das Heads-Up und einigten sich anschließend auf einen Deal.

Durch diesen hatte Schindler, der etwas mehr Chips besaß, $992.624 sicher, sein Gegner $948.996. Anschließend sollte um den Turniersieg und die restlichen $200.000 Preisgeld weiter gepokert werden. Was dann geschah, empörte Pokerspieler weltweit.

Nach ein wenig Hin und Her begann Merson bei fast ausgeglichenen Stacks in jeder Hand All-In zu gehen, ehe sich die Spieler schließlich einigten, künftig mit jeder Hand blind All-In zu gehen. Gleich beim ersten Mal fiel die Entscheidung – Jake Schindler trat mit K-T gegen Mersons 9-4 an und behielt die Oberhand.

Kurz vorher hatte Merson am Tisch bereits angekündigt, dass ihn Trophäen nicht interessierten, doch wie sieht es mit immerhin $200.000 aus?

Natürlich ist Merson seit seinem Titelgewinn 2012 mehrfacher Millionär, doch eine derartige Gleichgültigkeit bei einer Summe, die für viele Grinder einen Riesenbetrag darstellt, wirkt tatsächlich etwas befremdlich. Auch nach einem langen Turnier.

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