Aussie Millions 2011

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Als Tyron Krost in den frühen Stunden des Montagmorgens den Crown Poker Room betrat, um das Main Event 2011 zu beginnen, überkamen den Australier angenehme Erinnerungen.

Mit Tag 1A begannen die Aussie Millions 2011 in Melbourne bereits am Sonntag. Drei erste Tage wird es in diesem Jahr geben. 238 Spieler am Starttag lassen darauf schließen, dass die Gesamtzahl von 746 Spielern aus dem letzten Jahr überboten werden dürfte.

Zu den Spielern, die sich im Spielsaal einfanden, gehörten internationale Stars wie Phil Ivey, Erick Lindgren, Patrik Antonius und Tom Dwan.

Er ist zwar etwa 900 km von seiner Heimat Sydney entfernt, doch der nun 24-jährige Tyron Krost, der sich vor einem Jahr auf PartyPoker qualifizierte und sich dann anschickte, die südliche Hemisphäre zu überraschen und aus dem Nichts die Aussie Millions zu gewinnen, fühlt sich in dem mächtigen Hotel- und Casinokomplex in Melbourne so wohl wie in seine eigenen Wohnzimmer.

„Es ist ein tolles Gefühl, wieder in diesem Raum zu sein", erzählte er uns im Interview. „Ich habe hier eine tolle Erfahrung gemacht, und ich glaube, wenn man an einen Ort positive Erinnerungen knüpft, macht das die Sache etwas leichter ... Man ist entspannter und genau in der richtigen Verfassung, um gutes Poker zu spielen."

Und gutes Poker war genau das, was Krost im vergangen Jahr benötigte, um sich an einem Finaltisch durchzusetzen, an dem u. A. auch die gefürchtete Online-Spezialistin Annette Obrestad und der vom Bluff Magazine frisch gekürte Spieler des Jahres 2010 Sorel Mizzi saßen.

Aber Krost gewann nicht nur das Turnier und AUD $2 Mio., sondern unterzeichnete wenig später auch einen lukrativen Sponsorenvertrag mit PartyPoker. Danach konnte er es sich leisten, seinen Job im Familienunternehmen in der Möbelbranche aufzugeben und stattdessen auf die Tour zu gehen und weltweit High Stakes Turniere zu spielen.

Zwar fielen für ihn nur ein paar kleinere Cashes bei der WSOP, ein Finaltisch beim WPT-EVnt in Spanien und einige kleinere Gewinne bei australischen Turnieren ab, aber Krost möchte das vergangene Jahr auf keinen Fall missen.

„Es war ein Wahnsinnsjahr, einfach fantastisch", sagt Krost. „Ich bin um die Welt gereist und habe Poker gespielt. Das wäre früher niemals möglich gewesen, und es war eine großartige Erfahrung."

Allerdings sind sich viele Dinge durch seinen Sieg bei den Aussie Millions nicht einfacher geworden.

Zwar hat Krost in seinem Heimatland nicht die Berühmtheit eines Joe Hachem erlangt, der 2005 das Main Event der WSOP gewann, aber er ist erst der zweite Australier, der das größte Turnier Down Under gewinnen konnte und damit zumindest eine regionale Größe.

Das führte dazu, dass er sein Spiel verändern musste.

„Ich habe meine Strategie verändert", erläutert er. „Die Leute versuchen viel häufiger, mich zu bluffen, und sie bezahlen mich öfter. Ständig ändert sich etwas."

Stellt sich die Frage, ob er sich gut genug anpassen konnte? "Ich hoffe. Wäre schon schön, hier noch einmal so weit zu kommen."

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