(K)ein Fazit der WSOP 2008

Das war's für dieses Jahr mit der World Series of Poker, bzw. eben nicht. $ 180.666.773,- Gewinnsumme verteilten sich auf 55 Events.

Die inoffizielle Weltmeisterschaft begann mit einem Paukenschlag. Nenad Medic setzte sich im ersten Event - $ 10.000,- Pot Limit Hold'em - im Heads-up gegen Andy Bloch durch. Die Besetzung des Final Table las sich wie ein Who-is-who der Pokerwelt. Um Medic herum saßen u. a. Phil "Una-Bomber" Laak (9. Platz), Patrik Antonius (7.) sowie die Braceletinhaber Mike Sexton (4.) und Kathy Liebert (3.). Es deutete sich bereits an, dass sich in diesem Jahr vor allem die Profis in Szene setzen würden. Den Titel "Player of the year" sicherte sich folgerichtig Erik Lindgren vor Barry Greenstein. Lindgren gewann sein erstes Armband in Event Nr 4 - $ 5000,- Mixed Hold'em - und wurde später auch noch Dritter im $ 50.000,- HORSE, dem Event, das die Spieler selbst als Königsdisziplin ansehen. Barry Greenstein holte bereits das dritte Bracelet seiner Karriere - $1500 Seven Card Razz - und kam dieses Jahr insgesamt sechs Mal ins Geld.

Unter den Top Ten der Liste finden sich auch noch Namen wie John "Razor" Phan, der das Kunststück fertigbrachte, gleich zwei Events zu gewinnen - $ 3000,- No Limit Hold'em und $2500 2-7 Triple Draw Lowball -, außerdem J.C. Tran, Daniel Negreanu, Chris "Jesus" Ferguson und David Benyamine, der nach seinem Sieg bei Event 37 - $ 10.000,- Omaha Hi/Lo - auch beim $ 15.000,- Championship Event des Bellagio Cup IV bis ins Heads-up kam und den Titel nur knapp verpasste. Auch Mike Matusow durfte sich endlich in die Liste der Braceletholder eintragen, während sein nicht minder wortartistischer Kollege Phil Hellmuth zu seiner eigenen Überraschung nicht das 12. Armband gewann. Er bleibt dennoch alleiniger Rekordhalter.

Zum ersten Mal seit Bestehen der WSOP gelang es übrigens einem Brüderpaar, innerhalb eines Jahres je ein Event zu gewinnen: Grant und Blair Hinkle siegten bei den Events Nr. 2 - $ 1500,- NLHE - und Nr. 23 - 2000,- NLHE - und sorgten damit für ein Novum.

Am häufigsten tauchte in den Geldrängen ein Name auf, der bisher noch nicht gerade Weltruhm erlangt hat: Nikolaj Ewdakow aus Moskau beendete gleich zehn Events mit Profit und erspielte sich damit $ 228.527,-. Ewdakow ist Jahrgang 1964, könnte also auch ein Mann für die kommenden Jahre sein. Und das Main Event gewann ... der Fernsehsender ESPN, der jetzt vier Monate lang Ausschnitte der WSOP 2008 zeigen kann, bevor das Finale beginnt.

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare