"Ich habe viele Ideen und Pläne"

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Der neue EPT-Präsident Edgar Stuchly über seinen Nachfolger bei der CAPT, schwindende Spielerzahlen und die Zukunft der EPT.

Seit Ende letzter Woche ist es offiziell: Edgar Stuchly verlässt Casinos Austria und geht zur European Poker Tour. Dort wird er neuer EPT-Präsident. Wir haben uns mit ihm über seinen neuen Aufgabenbereich und über seine Pläne und Visionen für die Zukunft unterhalten.

Können Sie zum Einstieg etwas zu ihrer Person, Herkunft und ihrer beruflichen Vergangenheit erzählen?

Ich bin 43 Jahre alt und wohne in Vorarlberg. Im Jahr 1992 habe ich bei Casinos Austria die Ausbildung zum Croupier gemacht und war bis zum 15. August 2011 für dieses Unternehmen tätig. Am 1. September beginne ich meine neue Aufgabe bei der EPT.

Sie waren mehr als 19 Jahre für Casinos Austria tätig. Wie fällt ihr Fazit nach so einer langen Zeit aus?

Es war eine sehr schöne Zeit und ich bin Casinos Austria dankbar, dass ich für meine Ideen und meine Vision für Poker stets die notwendige Unterstützung erhalten habe.


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Stuchly bei der Poker EM in Baden.

Sie sind Gründer der Casinos Austria Poker Tour (CAPT). Die CAPT hat sich unter Ihnen zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt. Blutet einem da nicht das Herz, wenn man das zurücklassen muss?

Natürlich ist auch etwas Wehmut dabei, aber ich weiß, dass die CAPT in guten Händen ist. Mein Nachfolger wird das Baby gut betreuen und die Teams in den Casinos leisten hervorragende Arbeit.

Für viele kam die Meldung, dass Sie die CAPT verlassen und mitten in der Saison zur EPT gehen, sehr überraschend. Ging Ihnen das auch so, seit wann steht das fest und wie kam der Kontakt zur EPT zustande?

Als die EPT auf der Suche nach einem Präsidenten vor ca. 8 Wochen an mich herangetreten ist, habe ich mein Interesse bekundet. Dann ist tatsächlich alles sehr schnell gegangen. Nach einigen Gesprächen sind wir uns dann einig geworden. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung.

Waren Sie an der Auswahl ihres Nachfolgers beteiligt und warum glauben Sie, ist die Wahl auf Stefan Gollubits gefallen?

Ich habe ein paar Vorschläge gemacht. In Anbetracht der Vorgaben und Anforderungen hat Stefan alle Anforderungen erfüllt. Ich denke, dass es eine gute Wahl ist

Sie werden neuer EPT Präsident. Damit ist aber nicht, wie zunächst angenommen, die Rolle des Turnierdirektors gemeint. Bedeutet das, dass es in der achten Saison der EPT verschiedene Turnierdirektoren geben wird und wer werden diese sein? Außerdem stellte TK Poker Events, die Firma von Thomas Kremser, in der Vergangenheit die Dealer für die EPT. Wie wird das in Zukunft gehandhabt werden?

Es wird in der achten Saison mehrere Turnierdirektoren geben. Ich werde am 1. September meine neue Tätigkeit beginnen und muss mir zuerst einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge verschaffen. Ich kann Ihnen aber versprechen, dass wir die Qualität der EPT-Events entsprechend hoch halten bzw. verbessern werden.

Können Sie bitte ihren neuen Aufgabenbereich einmal genau beschreiben?

Mein Aufgabenbereich wird sehr vielseitig sein. Dazu gehören die Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs der einzelnen Events unter Berücksichtigung höchster Kundenzufriedenheit, Repräsentation der EPT, strategische Positionierung und Wachstum der Marke und vieles mehr.

Bis jetzt ist weder ein Termin für die EPT Berlin, noch für die EPT Wien bekannt gegeben worden. Wird es wieder eine EPT in Deutschland und Österreich geben?

Die Planung für die zweite Saisonhälfte läuft auf Hochtouren. Wir werden die Daten sobald wie möglich bekanntgeben. Ich darf Sie aber noch um etwas Geduld bitten.

Beim ersten Tourstopp in Tallinn blieb man mit 282 Spielern (im Vorjahr waren es 420) doch deutlich hinter den Erwartungen zurück, und der Black Friday wird sich auch nicht gerade positiv auf die Teilnehmerzahlen auswirken. Was tun sie, um diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken?

Nur weil ein Event rückläufige Teilnehmerzahlen hat, würde ich nicht schon von einem Abwärtstrend sprechen. Ich werde mir jetzt Event für Event anschauen, im Team analysieren und bei Bedarf entsprechend reagieren.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft und was haben Sie sich als Ziel gesetzt?

Ich habe viele Ideen und Pläne. Das wichtigste Ziel bedarf höchster Anstrengung: Viele ZUFRIEDENE Spieler!

Herr Stuchly, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

- Das Interview führte Lars Liedtke

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