Eastgate verliert $1,7 Mio. in Sportwetten

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Im Sommer letzten Jahres verzichtete Ex-Weltmeister Peter Eastgate auf die Teilnahme an der WSOP. Er fuhr lieber mit Freunden zur Fußball-WM nach Südafrika. Offizielle Erklärung: er fühle einen Poker-Burnout und wolle endlich wieder mehr Zeit für Freunde und Familie haben. In Wirklichkeit trieb er es schlimmer als zuvor: während der vier Weltcup-Wochen soll er eigenen Angaben zufolge etwa 1,7 Mio. Dollar beim Sportwetten verloren haben.

Ex-Poker-Weltmeister Peter Eastgate war in den vergangenen acht Monaten Dauerthema und wurde wohl öfter in der Presse erwähnt als in seinen aktiven Tagen. Erst trat er im Juli 2010 offiziell vom Poker zurück und gab an sich nun mehr um seine berufliche Zukunft kümmern zu wollen. Dann versteigerte er sein Bracelet (es fängt nur Staub und ich trage eh keinen Schmuck ...“), offiziell, für einen guten Zweck. Vor ein paar Wochen dann tauchte der Zurückgetretene wieder auf, nahm an einem Poker-Turnier teil, gab die Teilnahme an der NBC Heads Up-Championship bekannt und behauptete dennoch, dies sei als Ausnahme zu sehen und keinesfalls als Rücktritt vom Rücktritt.

All das sah aus, wie von einer Werbe-Agentur verfasst. Irgendwie ein bisschen zu vernünftig und zu sauber für einen gambelnden Grünschnabel wie Eastgate. Doch nun hat der 23-jährige Däne in einem Interview mit der dänischen Zeitung „Politiken“ eine echt dicke Katze aus dem Sack gelassen.

So sei von den neun Millionen vom Main Event Gewinn 2008 ein beachtlicher Teil beim Sportwetten drauf gegangen. Allein bei der Fußball WM in Südafrika im letzten Sommer, wohin Eastgate mit Freunden gereist war, sollen unglaubliche 1,7 Millionen Dollar bei den Buchmachern liegen geblieben sein.

Ein paar Freunde von ihm, so der einstige PokerStars Pro sollen sogar noch mehr verloren haben. Eastgate: „Das Zocken liegt den Pokerspielern einfach im Blut. Wetten zu machen, ist Teil unserer DNA.“

Nach dem gigantischen Verlust habe Eastgate nach eigener Aussage alles versucht, um weitere Desaster dieser Art zu verhindern. Dazu fixierte er einen Deal, der eine schmerzhafte Strafzahlung für den Fall vorsah, dass er wieder wetten würde. Sobald er wieder mehr als $2k für Sportwetten ausgibt, muss er nun eine Strafe in Höhe von $20.000 an einige ausgewählte Pokerfreunde zahlen.

Mit diesem Straf-System macht nach Adam Riese das Wetten für Peter Eastgate tatsächlich keinen Sinn mehr. Poker allerdings betrifft das nicht. Und wenn Eastgate wirklich wieder mit einer überschaubaren Bankroll unterwegs sein sollte, wer weiß, vielleicht kann er sich ja zukünftig wieder besser motivieren. Und die Löcher im Adrenalin-Haushalt sollten sich bei einem $25.000 Highroller-Event doch auch ganz schnell wieder stopfen lassen.

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