Zum Gähnen – die Durrrr-Challenge

Patrik Antonius, Tom Dwan
Ach ja richtig, die läuft ja auch noch.

Mit viel Hoffnung hatte man im Sommer 2010 die zweite Auflage der Durrrr-Challenge zwischen Tom Dwan und Daniel Cates erwartet. Mittlerweile steht aber auch diese Version ihrer zum Gähnen langweiligen Vorgängerin in nichts mehr nach. Gestern wurden mal wieder lumpige 363 Hände gespielt. So richtig interessieren will das aber keinen mehr.

Wilde Gerüchte rankten sich in den vergangenen Tagen um Tom Durrrr Dwan. Er klebe seit Wochen an seinem Stuhl beim Super-Cash Game in Macao und habe letztens mit seinen Rockets einen 11 Millionen Dollar teuren Pot gezogen. Ob diese Summe nun in ein Märchenbuch gehört oder nicht ist dabei vollkommen egal. Denn selbst wenn der Pot nur ein Zehntel so groß war, wie kolportiert – er hätte immer noch alles geschlagen, was Dwan momentan auf den Online-Nosebleed-Limits erwartet.

 

Es ist deshalb eigentlich verständlich, dass Dwan momentan sein Glück an Live-Tischen voller asiatischer Super-Wale sucht. Für seine beiden Challenges auf Full Tilt hingegen bedeutet das de facto den Tod. Die erste Auflage gegen Patrik Antonius kann der Finne eigentlich nicht mehr gewinnen. Es ist daher anzunehmen, dass sich die beiden längst auf ein vorzeitiges Ende geeinigt haben. Die zweite Auflage zwischen Dwan und Daniel jungleman12 Cates sollte, das hatten die Protagonisten im Vorfeld versprochen deutlich dynamischer durchgezogen werden. Die Realität ist: auch dieses Duell ist mittlerweile so dynamisch, wie Jimmy Fricke die 100 Meter läuft.

 

Nach Wochen der totalen Funkstille wurden vergangene Nacht mal wieder ein paar Hände (363) gespielt. Und anfänglich sah es sogar so aus,  als könnte Dwan zugunsten steigender Dramatik seinen deutlichen Rückstand ein wenig verringern. Doch Cates entschied auch die erste Session seit Anfang Januar für sich und hat seine Führung mittlerweile auf satte 941.000 Dollar ausgebaut.

 

Auch der größte Pot der Session wanderte in seine Bankroll.

 

Bereits nach dem Flop von 8 9 6 raisten sich die Kontrahenten bis zum All In. 80.000 lagen danach in der Mitte. Dwan lag mit 7 7 noch in Führung, aber Cates hatte mit K J fast einen Coinflip. Turn und River wurden zweimal gegeben. Zunächst kamen 8 9 und Dwans Paar war entwertet und danach wurden Q K  aufgedeckt und Cates hatte auf dem River das höhere Paar bekommen. Der Pot mit 80.799 Dollar ging somit komplett an Cates.

 

Noch ist für Dwan nichts verloren, immerhin sind noch zwei Drittel der zweiten Auflage der Durrrr-Challenge zu absolvieren. Die viel entscheidendere Frage sollte für beide Gegner allerdings mittlerweile lauten: wer schafft es bis zum Ende des Duells, irgendwann in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts  noch am Leben zu sein.

Durrrr-Challenge II

Führender:                        Daniel jungleman12 Cates

Betrag:                               941.151 Dollar

Gespielte Hände:               17.771 von 50.000

Gespielte Sessions:            16

Durrrr-Challenge I

Führender:                        Tom Durrrr Dwan

Betrag:                               2.059.719 Dollar

Gespielte Hände:               39.436 von 50.000

Gespielte Sessions:            64

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