Duhamel erwartet mehr als 40 Spieler zum WSOP $ 1 Million „Big One“

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Duhamel bei der LAPC 2012.

Glaubt man Ex-Poker-Weltmeister Jonathan Duhamel, werden mehr als 40 Spieler am diesjährigen „Big One“ der WSOP teilnehmen. Sollte diese Vorhersage tatsächlich eintreffen, würde der „Big One“ zum Event mit dem größten Preispool der Pokergeschichte.

Die Payout-Struktur für die WSOP steht fest: Sind 30 Spieler dabei, würde der Erstplatzierte 12.266.668,20 Dollar gewinnen. Der Preis übertrifft damit den aktuellen Rekord von 12.000.000 Dollar, den Jamie Gold im Jahr 2006 gesetzt hatte. Doch glaubt man den Aussagen von Duhamel, wird es in diesem Jahr sogar noch um sehr viel mehr Geld gehen.

Gegenüber PokerListings.com äußerte sich Jonathan Duhamel bei den LA Poker Classics zuversichtlich: „Es werden sicher mehr als 40 sein“, vermutet Duhamel. „Ich denke, dass zwischen 40 und 48 Spieler antreten werden. Für den Sieger wird es also um eine Menge Geld gehen.“

Neue Obergrenze für den „Big One“

Erst vor Kurzem legten die Veranstalter der WSOP eine neue Obergrenze für das Event fest: 48 Spieler können maximal antreten. Eine Entscheidung, die in der Pokerszene für einige Verwirrung gesorgt hat. Sollte diese Grenze tatsächlich erreicht werden – was laut Duhamel sehr wahrscheinlich ist – würde der Sieger mit mehr als 18.200.000 Dollar nach Hause gehen. Damit würde der künftige Champion zum Pokerspieler mit dem größten Live-Turnier-Gewinn aller Zeiten.

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Bei einem $5k Side Event der LAPC wurde er Zweiter.

Zurzeit wird die Liste der größten Geldgewinne aus Live-Turnieren von Erik Seidel angeführt. Sowohl er als auch Phil Ivey gewannen bisher mehr als 16 Millonen Dollar, Seidel ist Ivey aber immer noch einige Hunderttausend voraus. Doch lassen wir die Zahlen einmal beiseite: Pokerfans können sich dank des ultimativen „Big One“ in diesem Sommer auf etwas nie Dagewesenes freuen.

„Es gibt eine Menge Geschäftsleute, die diesen Event spielen werden, es wird also ziemlich aufregend werden. Die besten Pokerspieler der Welt und ein Haufen dieser reichen Geschäftsleute treffen aufeinander“, freut sich Duhamel. „Es wird interessant sein zu sehen, wie nützlich Bluffen sein kann – schließlich geht es für jemanden um wirklich viel“, so Duhamel weiter.

Nicht nur der immense Gewinn, auch die Tatsache, dass mehr als 111.000 Dollar von jedem Buy-In an wohltätige Zwecke gehen, machen dieses Event zu etwas ganz Besonderem. „Dass es an 'One Drop' geht, deren Sprecher ich bin, ist einfach unglaublich“, ergänzt Duhamel. „Ich bin froh, dabei zu sein. Es wird großartig.“

Ehemaliger Champ drückt 2012 seinen Stempel auf

Für Jonathan Duhamel war das Jahr 2012 bisher sehr erfolgreich. Wenn er dieses Level halten kann,  wir der gut vorbereitet in den „Big One“ starten. Mehr als 1,2 Millionen Dollar hat er in diesem Jahr bereits gemacht, inklusive einiger großer Treffer in Events mit Buy-Ins um die 100.000 Dollar.

Er war einer von nur zwei Spielern, die sich einen Rebuy von 100.000 beim „Super High Roller“ während des „PokerStars Caribbean Adventure“ leisten konnten – oder wollten. Am Ende landete er auf dem vierten Platz und gewann 113.000 Dollar. Nur eine Woche später wurde er Zweiter im 25.000 Dollar PCA High Roller und nahm 634.500 Dollar mit nach Hause. Kurzum: Duhamel hat uns eindeutig bewiesen, dass er keine Eintagsfliege ist.

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Jonathan Duhamel - "Das war wirklich übel."

„Ich habe immer gesagt, dass ich für mich selbst spiele... und genau so ist es“, erklärt Duhamel. „Zuerst möchte ich mir selbst beweisen, dass ich hierher gehöre. Diese High Roller Events zu spielen ist ein Beweis für mich, dass ich mit diesen Jungs spielen kann. (...) Wenn meine Ergebnisse zeigen, dass ich ein guter Spieler bin, dann ist das eine tolle Sache. Mein Hauptanliegen ist es aber, mir selbst zu beweisen, dass ich mit den großen Jungs spielen und mit ihnen konkurrieren kann“, so Duhamel weiter.

Lernen und wachsen nach dem Einbruch im Dezember

Im Dezember vergangenen Jahres wurde Jon Duhamel Opfer eines verstörenden Einbruchs: In seinem Haus in Montreal wurde er überfallen und ausgeraubt. „Das war wirklich übel, und ich wünsche es keinem, aber man lernt daraus und wird ein besserer Mensch“, so Duhamel. „Ich denke es half mir dabei zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben“, ergänzte er. Diese Erfahrung machte ihn stark für das neue Jahr.

„Nach dem was im Dezember passiert ist, hatte ich zu Hause etwa zwei Wochen nichts anderes zu tun, als mich auf mich selbst zu konzentrieren. Ich war also wirklich konzentriert als ich zur PCA kam“, erklärt Duhamel. „So konzentriert war ich seit dem Final Table des WSOP Main Event nicht mehr.“

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