IFP - Deutschland ist Poker-Weltmeister

ifp german team

Nach einigen Pannen an Tag 1 konnte der Nations Cup der International Federation of Poker (IFP) gestern in London ohne große Zwischenfälle beendet werden. Weltmeister ist Team Germany, welches Frankreich und Brasilien auf die Plätze verwies. Heute beginnt die Einzelausscheidung. Mit Pius Heinz.

Das Jahr wird für die deutschsprachige Pokerszene nun langsam unheimlich. EPT Tallinn: Sieg für Ronny Kaiser aus der Schweiz. EPT Barcelona: Sieg für Martin Schleich, EPT London: Sieg für Benny Spindler. WSOP Main Event: Sieg für Pius Heinz. Und nun sind wir auch noch erster offizieller Mannschafts-Weltmeister.

Als Stefan Kalhamer, nichtspielender Kapitän von Team Germany den Pokal entgegennahm, strahlten auch Sandra Naujoks, Tobias Reinkemeier, Hans Vogl, Konstantin Bücherl, Sebastian Ruthenberg, Moritz Kranich und Tim Reese über das ganze Gesicht.

Mit einem Start-Ziel Sieg hatte man wahre Dominanz gezeigt und so trotz aller Pannen und der Abwesenheit von Weltmeister Pius Heinz den Titel ganz verdient und ohne großes Glück gewonnen.

In den Gondeln des Londoner Millenium Wheels hatte  erst um 16 Uhr das Finale beginnen können, da ab 12 Uhr noch 37 Hände nachgespielt werden mussten, deren Dokumentation am Tag zuvor verloren gegangen war. So qualifizierten sich nicht Deutschland, Spanien, USA, Japan, Frankreich und Argentinien wir vorerst angenommen, sondern Deutschland, Frankreich, Holland, Brasilien, Spanien und die „Underdogs“ vom Team Zynga.

Das Line up dieses hochklassigen Finales konnte sich wahrhaft sehen lassen: Fabrice Soulier (F), Rolf Slotboom (NL), Alex Gomes (BRA), Marcel Luske (NL), Nicolas Levi (F) und die schöne Leo Margets (ESP) führten ein ultratoughes Feld an.

Doch im Duplicate Pokerformat, wo jeder Spieler auf derselben Sitzposition identische Karten erhält und auch das Board an den verschiedenen Tischen stets dasselbe ist, spielt das Glück nur noch ein geringe Rolle. Und Deutschland führte im Punktesystem seit den ersten Stunden an Tag 1 und kam nie wirklich in Bedrängnis. Am Ende verwies man Frankreich und Brasilien auf die Plätze 2 und 3 und wurde völlig verdient erster offizieller Mannschafts-Poker-Weltmeister.

Den nächsten Titel gibts nun im heute beginnenden Einzelwettbewerb. An „The Table“ nehmen 130 geladene Spieler, darunter alle Nationscup-Teilnehmer plus Stefan Kalhammer und Weltmeister Pius Heinz teil. In der Londoner County Hall gibt es neben dem Titel des ersten offiziellen Pokerweltmeisters auch 500.000 zu gewinnen.

Der Sieger des Events darf sich allein über die Hälfte des Pots, nämlich 250.000 Dollar freuen. Nach dem Verlauf des Pokerjahres wäre es kein Wunder, wenn wieder ein Deutscher ganz oben auf dem Treppchen steht. Nur eine Doppel-Weltmeisterschaft von Pius Heinz wäre wohl ein bisschen zuviel des Guten.

 

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