Der zweite Boom – „Sportify Poker“

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Alex Dreyfus - Wir stehen vor dramatischen Veränderungen.

In London lud GPI CEO Alex Dreyfus zum 1. Internationalen Gipfeltreffen für Sportmarketing und Poker. EPT und WPT erläuterten erstmals gemeinsam ihre Strategien. Ein Besuch.

Geladen sind außerdem Affiliates und Mainstream-Medien, und die Konferenz findet im dritten Stock der Grand Connaught Rooms in London statt, während darunter Spieler aus aller Welt um den Titel des EPT Main Event Gewinners rangen.

Als Sprecher für die EPT und WPT treten ihr Präsident Edgar Stuchly sowie die WPT-Europachefin Hermance Blum auf.

Alex Dreyfus, Chef des expandierenden Global Poker Index, eröffnet die Konferenz mit einer Aufstellung der Gemeinsamkeiten von Poker und anderen Sportarten.

„Poker und Sport haben dieselben Werte und Ideale, und deswegen sollten sie auch in gleicher Weise präsentiert und beworben werden“, erläutert Dreyfus seine These, dass Poker längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei.

In Anlehnung an die große Online-Musikbörse nennt Dreyfus den Prozess, Poker in den Medien als Breitensportart darzustellen, „Sportify Poker“.

Eine Erfolgsgeschichte

„Der Erfolg, den Poker genießt, zeigt sich unter anderem darin, dass inzwischen mehr Leute Live-Streams im Internet verfolgen als Sportsendungen im TV ansehen“, fährt Dreyfus fort.

Poker habe zwar alle Gesellschaftsschichten erreicht, vor allem aber die wohlhabenderen. Heute spielen rund 100 Millionen Menschen regelmäßig Poker, und darunter sind zahlreiche Prominente.

Im Vergleich zu Webseiten allgemein ist die Zahl der Besucher von Pokerseiten, die mehr als $150.000 pro Jahr verdienen, um 36% größer.

Erinnern Sie sich noch daran, wie Neymar jr. Schlagzeilen machte, als er während der WM das Spiel Brasilien gegen Deutschland abschaltete, um lieber Poker zu spielen?

Pokerturniere sind allgegenwärtig. Microsoft veranstaltet sie für Mitarbeiter, Schauspieler wie Eva Longoria für den guten Zweck, und Harvard-Professoren nutzen Pokerstrategien, um Vorgängen in der Wirtschaft zu verdeutlichen.

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Hermance Blum - Marktforschung und Spielernähe sind gefragt.

Zwar gibt es heute Stimmen, laut derer Poker sich nicht weiter entwickelt – oder sogar stirbt, wenn man Joe Hachem zuhört -, aber in Wirklichkeit nehmen Spielerzahl und Medienpräsenz weiter zu.

Umfragen zeigen, dass sich auch das Image des Spiels weiter verbessert hat. Sponsoren sind inzwischen sowohl bei EPT als auch bei WPT zahlreich vertreten.

Deshalb, so fuhr Dreyfus fort, müsse sich die Verbreitung von Nachrichten aus der Pokerszene in Zukunft auf dieselben großen News-Verteile stützen wie es Fußball oder Basketball tun.

„Diese Sponsoren sind nur der Anfang“, sagt Dreyfus. „Vor uns liegt eine große Zukunft. Die Branche ist jung, setzt aber große Summen um. In den kommenden 18 Monaten wird sich einiges dramatisch ändern.

Kalifornien wird Online-Poker legalisieren, und das wird eine Kettenreaktion auslösen. Wir befinden uns am Anfang eines neuen Pokerbooms, und der wird mindestens so groß wie der erste.“

Blum und Stuchly stellen ihre Unternehmen vor

Im Anschluss an die Rede von Alex Dreyfus präsentierten Edgar Stuchly, derzeitiger Präsident der European Poker Tour, und Hermance Blum, kürzlich zur Europachefin der World Poker Tour befördert, die Marketingstrategien ihrer Unternehmen vor.

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Zur der Konferenz waren Affiliates und Mainstream-Medien geladen

Beide betonten dabei die Bedeutung interaktiver Elemente in ihrer Markenpolitik.

Die Übertragungen von WPT-Events werden heute in mehr als 150 Ländern übertragen. In der vergangenen Saison lag die Zuschauerzahl durchschnittlich bei einer Million.

Die WPT scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Hermance Blum erklärte, wie sich das Unternehmen WPT derzeit verändert.

Inzwischen wird verstärkt auf Marktforschung gesetzt. So will man besser verstehen, mit welcher Art von Spielern man es zu tun hat und wie man Events bestmöglich auf diese zuschneiden kann.

Die EPT ist in den vergangenen Jahren zur größten Pokertour weltweit herangewachsen, wenn man die Gesamtzahl der Spieler heranzieht.

Allein der regelmäßig übertragene Webcast wird in 14 Sprachen und über 50 Ländern übertragen.

„Wir haben schon Millionen Menschen für Poker gewonnen“, kommentiert Stuchly. „Aber das Beste kommt erst noch.“

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