DPM 2014 – Christian Viereck ist neuer Deutscher Pokermeister

Der neue deutsche Pokermeister Christian Viereck

Bereits zum 22.Mal fand am vergangenen Wochenende im Casino Schenefeld die Deutsche Pokermeisterschaft statt. Das Turnier hat eine große Tradition und leider auch einige Probleme mit dem Zuspruch. Bei mäßiger Beteiligung wurde neben dem Deutschen Meister im No-Limit Hold’em erstmals auch ein Titelträger in der Action-Variante Pot-Limit Omaha gekürt – Alle wichtigen Informationen zur DPM 2014 gibt es hier.

Eckdaten DPM 2014

Spieler: 96

Buy-In: €2.200

Preispool: €182.400

Vier Tage und ein Deutscher Meister

Insgesamt vier Turniertage beraumte das Casino Schenefeld im Norden Hamburgs an, um den neuen Pokermeister und Nachfolger von Wolfgang Werny zu ermitteln, der im Vorjahr im Casino Esplanade der Spielbank Hamburg zugeschlagen hatte.

Allerdings herrschte an den beiden Starttagen deutlich weniger Betrieb, als sich das Pokerchef Josef Krämer vom Casino Schenefeld erhofft haben mag. Mit 35 Spielern an Tag 1A und 61 Spielern an Tag 1B blieb die Deutsche Pokermeisterschaft einmal mehr unter 100 Teilnehmern stecken.

Moritz Kranich
EPT- und WPT Champion Moritz Kranich war nach langer Zeit mal wieder bei einem großen Turnier am Start.

Zwar wurde eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt, aber das war in der traditionellen Pokerhochburg Schenefeld auch nicht anders zu erwarten. Womöglich liegt es am Buy-In von €2.200, dass die Teilnehmerzahl überschaubar bleibt, ein anderes Problem ist aber auch der starke regionale Bezug zum norddeutschen Raum.

Starkes Feld mit vielen bekannten Spielern

Wie auch immer, mit einem Preisgeldfonds von €182.000 und einer Siegprämie von €52.900 gab es für die insgesamt 92 Titelaspiranten eine Menge zu gewinnen, und mit EPT- und WPT-Sieger Moritz Kranich, Jan von Halle, Christian Stratmeyer, Jan Peter Jachtmann, Walid Abdi Ali oder Frank Debus war eine Reihe prominenter Spieler am Start.

Die Spreu vom Weizen trennte sich an Turniertag 2, an dem auf 14 Spieler heruntergespielt wurde. Die Bubble der zehn bezahlten Plätze war damit zwar noch nicht erreicht, doch brachten sich die Titelaspiranten in die entsprechende Position, um zum ganz großen Schlag auszuholen.

Mit dabei waren noch der Titelverteidiger Wolfgang Werny, Jan von Halle, Günter Fortkord und der frisch gebackene Meister Schleswig Holsteins Christian Viereck. Am gestrigen Finaltag  ging es dann zunächst darum, die bezahlten Plätze zu erreichen und sich anschließend mit dem Unternehmen Titelgewinn zu beschäftigen.

Überlegener Chipleader kommt gerade noch ins Geld

Für den überlegenen Chipleader des Vortags, Dr. P, reichte es im Finale gerade noch zum 10. Platz, der immerhin €3.650 einbrachte, nachdem Günter Fortkord zuvor mit einem dominierten Top  Pair komplett leer ausgegangen war.

Die Finalisten der Deutschen Pokermeisterschaft 2014
Die Finalisten der Deutschen Pokermeisterschaft 2014.

In der Folge erwischte es auch die bekanntesten Spieler am Tisch, Hermann Marcus Behrens, Jan von Halle und Toni V., die sich auf den Rängen 8 bis 6 verabschiedeten.

Nach dem Ausscheiden Drizzis auf Platz 5 setzten sich die verbliebenen vier Spieler zusammen und verhandelten einen Deal. Schließlich einigten sie sich auf einen ICM-Deal, spielten aber anschließend noch aus, wer ein Jahr lang den Titel Deutscher Pokermeister tragen darf. Dabei war Christian Viereck der Glückliche, der sich gegen seine Konkurrenten durchsetzen konnte.

Endstand 22. Deutsche Pokermeisterschaft 2014, Casino Schenefeld:

1

Christian Viereck

€33.890*

2

Fabian Petersen

€30.000*

3

Kai Dressler

€40.000*

4

Agalliu

€34.000*

5

Drizzi

€14.230

6

Toni V.

€10.400

7

Jan von Halle

€7.110

8

Hermann Marcus Behrens

€5.110

9

Haupti

€4.010

10

Dr. P

€3.650

*Die ersten vier Spieler einigten sich auf einen ICM-Deal

MS wird erster Deutscher PLO-Meister

Siegerbild Deutsche PLO-Meisterschaft 2014
Das Siegerbild der 1. Deutschen PLO-Meisterschaft.

Bereits am Mittwoch vergangener Woche war in Schenefeld erstmals der deutsche Pot-Limit Omaha-Meister gekürt worden.

Auch bei diesem Turnier gab es zunächst einen Deal, ehe es zur Titelvergabe kam. Ex-Weltmeister Jan Peter Jachtmann kam als Sechster in Preisgeld, doch hatte er sich sicher höhere Ziele gesetzt.

Leider sind vom ersten deutschen PLO-Meister nur die Initialen bekannt. MS setzte sich nach dem dreihändigen Deal gegen Schmiddel und Fisk durch und durfte sich darüber hinaus über ein Preisgeld von €20.830 freuen.

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