Doyle Brunson: „Ivey ist zu jung"

Doyle
Poker Hall Of Fame Kandidaten - zu jung, zu schwach, zu betrunken?

Texas Dolly lässt die Pokerspieler(innen) wählen, mit denen wir am liebsten Sex haben wollen, und erklärt, warum Phil Ivey in diesem Jahr noch nicht in die Poker Hall of Fame aufgenommen werden sollte.

Die jährliche Wahl der neuen Mitglieder der Poker Hall of Fame steht bevor, und während Doyle Brunson sich so überlegte, wem er denn seine Punkte zuschustern sollte (mehr zum Wahlverfahren weiter unten), schweiften seine Gedanken plötzlich ein wenig ab, und er dachte an ein paar realitätsnähere Dinge.

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Pokerspielers bester Kumpel - Phil Laak.

Sex, Tod und Partys

Mit wem, fragte Brunson seine Fans via Twitter, würdet Ihr am liebsten Sex haben, mit wem würdet Ihr am liebsten rumhängen und wem wünscht Ihr am ehesten die Pest an den Hals?

Ein paar Stunden und tausende von Stimmabgaben später standen die Ergebnisse fest:

Spieler, mit denen man am liebsten mal um die Häuser ziehen würde:

  1. Phil Laak
  2. Gavin Smith
  3. Daniel Negreanu

Spieler, mit denen man am liebsten Sex haben würde:

Männer Frauen
1. Gus Hansen Shannon Elizabeth
2. Patrik Antonius Vanessa Rousso
3. Phil Ivey Jennifer Tilly

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Traum von Männern und Frauen - Jennifer Tilly und Shannon Elizabeth.

Übrigens erreichte Jennifer Tilly die Top Ten auch bei den weiblichen Wählern. Chapeau! Außerdem zeigt sich, dass Frauen gar nicht so materialistisch sind (bedenkt man die Jahresbilanz von Gus Hansen), aber eine Abneigung gegen Kopfhaar zu haben scheinen. Eine monitorfüllende Breitseite der Siegerin Shannon Elizabeth finden Sie übrigens hier. Und die Europäerin mit dem größten Sex Appeal ist derzeit nicht nur wegen ihres Auftritts bei Maxim Liv Boeree.

Spieler, die keinen Existenzberechtigungsausweis besitzen sollten:

  1. Phil Hellmuth
  2. Russ Hamilton
  3. Tony G.

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Der Böse unter der Sonne - Russ Hamilton.

Phil Hellmuth, ernsthaft? Hellmuth soll schlimmer sein als der Mann, der versucht hat, so viele seiner eigenen Kunden um soviel Geld wie möglich zu betrügen, obwohl er seinen feisten, fetten Körper schon in Silber aufwiegen durfte? Dagegen Hellmuth, der zwar kindisch ist, aber unter den Spielern nicht umsonst als „eigentlich netter Kerl" gilt. Nun ja.

Poker Hall of Fame - Wahlverfahren

16 noch lebende Mitglieder und 17 Medienvertreter wählen aus den zehn Nominierten ihre Lieblingskandidaten aus. Jeder hat zehn Punkte zu vergeben, die er auf einen, zwei oder höchstens drei Spieler nach Belieben verteilen darf. Die beiden Spieler, die am meisten Punkte bekommen, werden in die Hall of Fame aufggenommen.

Phil Ivey
So jung ist er heute nicht mehr - Phil Ivey 2005.

Nominiert sind: Chris Ferguson, Barry Greenstein, Jennifer Harman, Dan Harrington, Phil Ivey, Linda Johnson, Tom McEvoy, Daniel Negreanu, Scotty Nguyen, Erik Seidel.

Zu jung, zu schwach, zu betrunken

Phil Ivey und Daniel Negreanu, erklärte Brunson, werden ohne Zweifel irgendwann aufgenommen, „das ist nur eine Frage der Zeit". Allerdings hält er die beiden ebenso wie Jennifer Harman - laut Brunson „die beste Spielerin aller Zeiten" - für zu jung, um Eingang in die Hall of Fame zu finden.

Nun könnte man böse sein und behaupten, aus der Sicht von Brunson sind fast alle Menschen ziemlich jung, aber die lebende Legende aus Texas äußert sich auch gegenüber älteren Semestern kritisch. Linda Johnson (57), war acht Jahre lang Herausgeberin von CardPlayer und ist seit drei Jahrzehnten im Pokerzirkus vertreten. Trotzdem attestiert ihr Brunson die „schwächste Vorstellung" dieses Jahres aller Kandidaten.

Scotty Nguyen
„You can't beat a drunk."

Im Übrigen ist das Argument Alter nicht von der Hand zu weisen. Die bisher jüngsten Kandidaten waren zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme 40 (Chip Reese†) und 43 (Phil Hellmuth) Jahre alt.

Aus anderen Gründen lehnt Brunson die Wahl der folgenden ab:

Scotty Nguyen - die jämmerliche Vorstellung, als Nguyen volltrunken 2008 das $50k H.O.R.S.E. gewann, ist heute bekannter als der Sieg des verstorbenen Chip Reese bei der Premiere dieses Events. Noch heute klingt vielen der Satz in den Ohren, den Erick Lindgren nach seinem Ausscheiden auf Platz 3 Daniel Negreanu zurief: „You can't beat a drunk."

Erik Seidel
Erik Seidel - Brunsons Favorit.

Tom McEvoy, Dan Harrington, Chris Ferguson - Turnierspezialisten fehlt nach Meinung von „Texas Dolly" die Bereitschaft, sich auch in High Stakes Cash Games zu bewähren, und das sei ein Muss für jeden Poker Hall of Famer.

Die Favoriten für den Mann aus Texas sind Barry Greenstein und Erik Seidel. Sie erfüllen alle Anforderungen des Komitees, und sie haben die 50 bereits erreicht bzw. überschritten und damit auch die Erfahrung gesammelt, die ja eigentlich auch Bedingung ist, um sich in der Ruhmeshalle unsterblich zu machen.

„Erik erinnert mich an Chip Reese", erklärte Brunson dazu. „Sein Auftreten, seine Karriere und seine Errungenschaften verdienen eine besondere Auszeichnung. Ich habe den Großteil meiner Punkte Erik gegeben."

Die Gewinner werden im November im Rahmen des WSOP Main Event Final Table gekürt.

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guenstig 2010-10-14 11:37:11

Besteht die Leistung von Phil Ivey nicht gerade darin, daß er in jungen Jahren schon so gut it ? Jimmy Hendrix ist ja auch in der Rock'n Roll Hall of Fame, obwohl er mit 27 schon tot war.