Doppelsieger: Brock Parker dominiert shorthanded

Brock Parker

Brock Parker erlebte eine Art Déjà-vu, als er gestern bei der WSOP 2009 der Braceletverleihung beiwohnte. Dabei kam er praktisch aus dem Nichts.

Online als „Tsoprano" bekannt und seit Jahren in mehreren Pokerräumen gefürchtet, ist Parker nach seinem zweiten Bracelet in kürzester Zeit auch auf der Jagd nach dem Titel „Spieler des Jahres". Bei seinem zweiten Streich war Parker einer von 1068 Spielern im $2500 NLHE shorthanded Event. Im Heads-up setzte er sich gegen Joe Sebrock durch.

Der erste Platz bedeutet nicht nur $552.745 mehr auf Parkers Bankkonto, sondern auch die Tabellenführung in der Wertung zum Spieler des Jahres. Dabei ist es gerade drei Tage her, dass Parker im $2500 Limit Event das Heads-up gegen Daniel Negreanu und damit sein allererstes Bracelet gewann.

Gegenüber PokerListings erzählte Parker, dass er nach der Preisverleihung nicht schlafen konnte und trotzdem am nächsten Tag das No Limit Event begann. Nach sechs Tagen Poker ist Parker nun der erste Mehrfachgewinner Spieler in diesem Jahr.

„Ich habe kaum etwas Anderes getan als zu spielen und zu versuchen, etwas Schlaf zu bekommen. Ich kann das Gefühl kaum beschreiben, es ist einfach unwirklich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll."

Der eher zurückhaltende Brock Parker gilt online schon seit längerer Zeit als eiskalter Killer, aber live hatte er bisher kaum Ergebnisse vorzuweisen. Jetzt hat sich das natürlich dramatisch verändert, denn Parker zog an Ville Wahlbeck und Daniel Negreanu in der Wertung zum Spieler des Jahres („Player Of the Year")vorbei.

„POY zu werden ist jetzt natürlich ein Traum von mir. Es scheint so, als die Wertung ob in diesem Jahr mehr Gewicht hat als in der Vergangenheit", sagte Parker.

Russel Crane und Joe Sebock waren schließlich die letzten Hindernisse auf Parkers Weg zum Doppelbracelet. Serock konnte Crane zwar vom Tisch nehmen, aber ein Paar Zehnen waren in der letzten Hand des Heads-up nicht gut genug, denn Parker hielt zum selben Zeitpunkt Damen.

Serock erhält als Runner-up $341.783, während Crane immer noch $220.633 mitnehmen kann. Six-handed Events werden bei der WSOP erst seit 2005 gespielt, und es scheint so, als habe Brock Parker das Prinzip dieser Variante besonders gut verinnerlicht.

„Man spielt mehr Hände, das gefällt mir", erklärte er dazu. „Mit neun oder zehn Spielern am Tisch ist Poker doch ziemlich langweilig. Mich motiviert es, wenn ich mehr Pots spielen muss."

 

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