Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten 9: Michael Craig – The Professor, the Banker, and the Suicide King

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23 Mai 2014, Von: Rainer Vollmar
Geposted in: PokerZeit Blog , Featured
Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten 9: Michael Craig – The Professor, the Banker, and the Suicide King

Hintergrund des Buchs

Im Jahr 2001 betritt ein Mann aus der Wirtschaft die Pokerbühne und sorgt in der Folge dafür, dass kein Rekord ungebrochen bleibt.

Der 39-jährige Andy Beal hat sich über längere Zeit eingehend mit Hold’em beschäftigt und will sich mit der absoluten Weltelite messen.

Beal ist nicht irgendwer, sondern Bankier, Betreiber einer Fluggesellschaft, Mathematiker und einer der reichsten Männer der USA.

beal
Andy Beal.

Er reist nach Las Vegas und fordert dort die bekanntesten Spieler der Welt heraus.

In der Folge entspinnt sich ein Ringen, das fast fünf Jahre dauern wird und vor allem die Bankrolls der beteiligten Spieler einem harten Test unterzieht.

Am Ende triumphieren die Pokerprofis, doch Beal hat sie in jeder Beziehung an ihre Grenzen gebracht.

Schneller – höher – weiter

Die Geschichte beginnt im Jahr 2001, als Beal erstmals im Bellagio Las Vegas unter anderem gegen Todd Brunson um höhere Summen pokert und mit 100.000 Dollar Gewinn ins heimische Texas zurückkehrt.

Beal glaubt, dass er vor allem Glück gehabt hat, doch hat er Lunte gerochen und beginnt mit einem intensiven Training, um die besten Spieler der Welt herauszufordern.

Er kehrt noch im selben Jahr nach Las Vegas zurück und tritt zum ersten Mal gegen die sogenannte Corporation an.

Zu ihr zählen so bekannte Spieler wie Phil Ivey, Jennifer Harman, Doyle Brunson und dessen Sohn Todd, Howard Lederer, Chip Reese, Barry Greenstein und einige mehr.

Gespielt wird Limit Hold’em und die Einsätze sind schon zu Beginn für Normalsterbliche astronomisch. So wird es für Ted Forrest richtig eng, als er mit seiner letzten halben Million an den Tisch geht und bei $10.000/$20.000 bis auf 100.000 Dollar alles verliert. Erst dann läuft es besser und er kann einen Gewinn von 1,5 Millionen Dollar erzielen.

Beal verliert, doch er kommt bis zum Jahr 2006 immer wieder. Nach und nach steigert der Milliardär dabei die Bets und will damit die Corporation, deren Mittel beschränkt sind, an die Grenzen ihrer Komfortzone und darüber hinaus treiben.

Dabei gelingen ihm auch einige empfindliche Schläge, wie der Gewinn eines der größten Pots aller Zeiten über sage und schreibe 11,7 Millionen Dollar.

Das Ende soll hier natürlich verraten werden, doch kann sich der Leser auf eine anschauliche Schilderung von wechselndem Schlachtenglück gefasst machen.

Ted Forrest
Ted Forrest stand am Rande des Bankrotts.

Bewertung

Craigs Buch ist einer der Texte, den man als Pokerfan atemlos verschlingt und nicht mehr zur Seite legen kann.

Auf knapp 300 Seiten beschreibt der Autor, wie der ehrgeizige Milliardär Andy Beal mehrere Male gegen die Pokerweltelite in den Ring steigt und erst aufgibt, als er vernichtend geschlagen ist.

Leider ist das Buch nur auf Englisch erschienen, doch es ist recht einfach geschrieben und somit auch für Leser geeignet, deren Englischkenntnisse begrenzt sind.

Über sieben Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem Andy Beal das letzte Mal gegen die Corporation antrat. Michael Craigs Schilderungen, die intensiv und ausgewogen zugleich sind, haben in dieser Zeit nichts von ihrer Faszination verloren.

Englische Ausgabe:

Michael Craig – The Professor, the Banker and the Suicide King

  • 288 Seiten
  • Grand Central Publishing
  • ca. 10 Euro

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