Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten 8: Ian Taylor/Matthew Hilger – Das Poker Mindset

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4 April 2014, Von: Rainer Vollmar
Geposted in: PokerZeit Blog
Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten 8: Ian Taylor/Matthew Hilger – Das Poker Mindset

Innerhalb unseres Rückblicks auf die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten streiften wir die strategischen Höhepunkte und die spannendsten Erinnerungsbücher.

Besonders zeitlos sind die Werke, die sich mit dem psychologischen Fundament beim Poker beschäftigen. Mit Dusty Schmidts Poker als Beruf haben wir in der Serie bereits einen Meilenstein aus diesem Bereich vorgestellt.

Ganz herausragend ist in diesem Sektor auch ein Werk von Ian Taylor und Matthew Hilger, das in Deutschland unter dem Titel Das Poker Mindset erschienen ist.

Im amerikanischen Original aus dem Jahr 2007 wurde dem gleichlautenden Titel noch der Untertitel Essential Attitudes for Poker Success beigefügt, der gut den Inhalt des Buchs wiedergibt, denn es geht um die richtige Einstellung für erfolgreiches Poker.

Grundidee und Inhalt des Buchs

Wie in Schmidts Poker als Beruf ist auch hier die Grundthese, dass technische Spielstärke nur zum Teil ausreicht, um beim Poker ein langfristiger Gewinner zu werden.

Die Autoren Hilger und Taylor verzichten komplett auf die Ausarbeitung der technischen Aspekte des Pokerspiels wie Pot Odds, Outs und Implied Odds und widmen sich im weitesten Sinne ganz der psychologischen Komponente.

Jeder halbwegs erfahrene Spieler weiß, wie schwierig es werden kann, wenn sich immer mehr Emotionen ins Spiel einschleichen -  das eigene Spiel wird unpräzise, inkorrekt und im schlimmsten Fall selbstmörderisch.

Genau hier knüpft das Autorenduo an und liefert eine äußerst breite Palette emotionaler Schwächen und deren Behebung.

Das Spektrum reicht hierbei von Lassen Sie Ihr Ego zu Hause über Halten Sie alle Emotionen von Ihren Entscheidungen fern bis zu Themen wie Auszahlungs-Strategien und Wie man seine Gegner durchschaut.

Hirn
Hilfe beim Umgang mit Tilt, Swings und Bad Beats.

Für den blutigen Amateur sind solche Themen gelinde gesagt irrelevant, doch für den ambitionierten Spieler oftmals der Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt.

Wesentlich grundlegender und tatsächlich für jeden Spieler von höchstem Belang sind aber die drei Grundthemen des Werks Bad Beats und der Verlust großer Pots, Downswings und Tilt.

Das betrifft wirklich jeden Pokerspieler, und jeder weiß, wie teuer die jeweiligen emotionalen Auswüchse sein können. Genau da setzt an Das Poker Mindset an und liefert die innere Gegenstrategie.

Bewertung

Über die technischen und strategischen Aspekte ist viel geschrieben worden, manch ein Buch ist dabei längst überholt, wie etwa ein Großteil der Produktion des Verlags 2+2, der einst Vorreiter in der Pokerliteratur war.

Das trifft auf Das Poker Mindset weder heute noch in der Zukunft zu, denn hier werde auf 260 Seiten die fundamentalen mentalen Grundprobleme, die beim Poker auftreten, analysiert und derUmgang damit sowie Lösungswege aufgezeigt.

Genau aus diesem Grund lohnt es sich auch, immer wieder einen Blick in dieses Buch zu werfen, oder im Zweifelsfall auch dann, wenn man eine psychische Schwäche bei sich ausmacht.

In der Regel wird man, wenn schon nicht die Lösung, so doch zumindest eine Antwort auf sein Problem finden.

Ausgaben:

Englische Ausgabe:

Ian Taylor/Matthew Hilger – The Poker Mindset

  • 279 Seiten
  • Dimat Enterprise
  • Ca. 18€

Deutsche Ausgabe:

Ian Taylor/Matthew Hilger – Das Poker Mindset

  • 265 Seiten
  • zsr Verlag
  • 24,95€

Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten:

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