Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten 4: Cole South/Tri Nguyen – “Let there be range”

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26 November 2013, Von: Rainer Vollmar
Geposted in: PokerZeit Blog
Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten 4: Cole South/Tri Nguyen – “Let there be range”

Der Markt ist voll mit Pokerbüchern, aber längst nicht alle halten auch das, was sie versprechen. In der zehnteiligen Serie Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten werfen wir noch einmal einen kritischen Blick darauf, was die Pokerliteratur hervorgebracht und was wirklich Bestand hat.

Geschafft in unsere Top Ten haben es Standardwerke und Erinnerungen, aber auch die wichtigsten Strategiebücher, die nicht für jedermann geeignet sind. Geradezu legendär ist in diesem Kontext das Buch Let there be range von Cole South und Tri Nguyen aus dem Jahr 2008.

Hintergrund zum Buch

Sucht man das teuerste oder zumindest eines der teuersten Pokerbücher, hat man mit Let there be range einen ganz heißen Kandidaten.

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Cole South.

Als das Buch 2008 erschien, wurde es für 1.850 Dollar angeboten, mittlerweile ist es bei 1.397,99 Dollar (und versandkostenfreier Lieferung!) aber fast schon ein „Schnäppchen“.

Wer nun allerdings glaubt, er bekäme einen riesigen Backstein geliefert, täuscht sich. Mit 170 locker bedruckten Seiten ist Let there be range auch eines der dünnsten Pokerbücher, zumindest im Strategiesektor.

Legendär ist das Buch aber nicht nur des Preises wegen, sondern auch aufgrund seines spektakulären Inhalts. Vor fünf Jahren war es eine Sensation, dass einer der führenden Highstakes-Spieler wie Cardcoaches-Mitbegründer Cole South quasi seine Geschäftsgeheimnisse ausplauderte.

Mit Tri „Slowhabit“ Nguyen stand ihm ein Co-Autor zur Seite, der zu den produktivsten und renommiertesten Pokerautoren überhaupt gehört – mit „Poker Blueprint“ oder „How I made my first million from poker“ legte er auch allein wichtige Werke vor.

Spektakulärer Inhalt – schwere Kost

Wie der Preis vermuten lässt, ist dieses Buch definitiv keine Hilfe für Anfänger. Thema sind No-Limit Hold’em Cashgames, South und Nguyen präsentieren Hände aus der eigenen Praxis, um verschiedene Strategeme zu illustrieren.

Diese funktionieren auf hohem Niveau, würden auf den Micro Stakes aber geradewegs in den Untergang führen. 

Für jeden erfahrenen und vor allem ehrgeizigen Spieler bieten die 170 Seiten aber instruktives und gut erläutertes Material, das bei aufmerksamem Studium zu einer deutlichen Spielstärkesteigerung führen sollte.

Auf so hohem Niveau wurde über Poker (zumindest beim Erscheinen im Jahr 2008) nie diskutiert, daher ist das Buch für Spieler ab $5/$10 auf jeden Fall Pflichtlektüre.

Tri Nguyen2
Tri Nguyen.

Problematisch bei Let there be range ist zweifellos der Preis, der sich für Spieler im Bereich der Low Stakes einfach nicht lohnt, da sie zu lange bräuchten, um die Anschaffung zu amortisieren.

Wer aber jemanden kennt, der das Buch besitzt, oder es zufällig in die Hände bekommt, der sollte auf jeden Fall einen Blick hinein werfen.

Bedeutung & Fazit

Über die Verkaufszahlen von Let there be range ist nichts bekannt, man darf aber davon ausgehen, dass die bisherige Auflage eher überschaubar ist.

Dennoch hat dieses Buch die Entwicklung von No-Limit Hold’em Cashgames geprägt – viele Konzepte wurden darin zum ersten Mal vorgestellt und haben sich mittlerweile auch auf niedrigeren Limits etabliert.

Dass aber auch beim Poker nichts ewig währt, zeigte der Autor selbst. Erst nahm er gemeinsam mit Kumpel Brian Hastings dem Schweden Viktor „Isildur1“ Blom dessen gesamtes Geld ab, nur um die gewonnenen fünf Millionen danach langsam selbst unters Volk zu bringen.


Bibliographie:

Cole South/Tri Nguyen – Let there be range

170 Seiten, Softcover

Daily Variance

$1.397,99.-

Buch ist nur auf Englisch erhältlich!


Die zehn besten Pokerbücher aller Zeiten

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