Die Top 5 Situationen für Thin Value Bets

Shades
Thin Value Bets sind die nächste Dimension für Ihr Spiel.

Wenn Ihr Spiel eine höhere Qualität erreichen soll, müssen Sie unbedingt die Situationen erkennen, in denen eine „Thin Value Bet" auf dem River angebracht ist.

Eine Thin Value Bet ist eine Value Bet, die nicht sofort erkennbar ist, weil Sie nicht unbedingt sicher sein können, ob Sie vorne liegen. Die Bet wird normalerweise auf dem River angesetzt, und zwar wenn Ihre Hand schwächer ist als die Range, die normalerweise für eine Value Bet in Frage kommt, aber Sie feststellen, dass der Gegner dennoch mit einer schlechteren Hand bezahlen könnte.

Wenn Sie in diesen Situationen durchchecken, macht Sie das nicht zu einem Losing Player, aber wenn Sie die betreffenden Situationen erkennen und die Bet ansetzen, wenn dies angemessen ist, kann das Ihre Winrate deutlich verbessern.

Dies sind die fünf häufigsten Situationen für Thin Value Bets:

5. Wenn der Flush Draw nicht ankommt

Wahrscheinlich das offensichtlichste, aber dennoch effizienteste Beispiel.

Wenn auf dem Flop ein Flush Draw liegt und Sie auf Flop und Turn setzen, auf dem River aber eine Blank erscheint, sind viele Gegner überdurchschnittlich oft bereit, mit praktisch jeder Made Hand eine weitere Bet zu bezahlen, vor allem, wenn Sie ein aggressives Image haben.

Viele Spieler lieben es, ihre Gegner auf Draws zu setzen, also nutzen Sie das zu Ihrem Vorteil aus.

Ein Beispiel:

$1/$2 No Limit Hold'em, effektive Stacks $200.

Es wird zu Ihnen am Button gefoldet. Sie erhöhen mit J T auf $6 und werden von dem Reg im BB bezahlt.

Der Flop fällt 8 J 3.

Er checkt und Sie setzen $8. Call.

Auf dem Turn kommt die Q, er checkt und Sie setzen $30.

Phil Galfond
Galfond findet zielgenau die Value Spots.

Call. Auf dem River kommt die 2. Er checkt.

In diesem Moment sollten Sie deutlich näher als sonst an einer weiteren Bet sein.

Auf dem Board liegen zwei geplatzte Flush Draws. Ihr Gegner wird Sie vermutlich auf einen Flush Draw setzen und mit einer deutlich größeren Range als normalerweise bezahlen.

4. Wenn die höchste Karte des Boards sich pairt

Wenn die höchste Karte sich auf dem Board pairt, wird Ihr Gegner häufig die Möglichkeit außer Acht lassen, dass Sie aus Ihrem Top Pair inzwischen Trips gemacht haben, da ihm dies nun weniger wahrscheinlich vorkommt.

Wenn Ihr Gegner Top Pair bei Ihnen ausschließt, erhöht sich automatisch die Chance, dass er mit Second Pair bezahlt.

Wenn Sie in dieser Situation Second Pair mit einem ordentlichen Kicker halten oder ein Pocket Paar zwischen dem Paar auf dem Board und Second Pair, können Sie aus diesen Second Pair Händen nun mehr herausholen.

3. Wenn Sie sich am oberen Ende Ihrer schwachen Made-Hand-Range bewegen

Wenn Sie eine Made Hand halten, die relativ weit oben in Ihrer Range steht, können Sie gegen einen mitdenkenden Gegner für Value betten, sogar wenn Ihre Hand nicht besonders stark ist.

Ein Beispiel:

$1/$2; $200 effektive Stacks.

Sie erhöhen aus dem Cu-off mit T 8. Der Button bezahlt und die Blinds folden.

Der Flop fällt Q 8 4.

Sie c-betten $8 und erhalten einen Call.

Der Turn fällt 4, Sie checken und er checkt hinterher.

Der River ist die 6.

Sie können diesen River for Thin Value betten, weil es so aussieht, als ob Sie nach der C-Bet aufgegeben hätten und nun versuchen, auf dem River zu bluffen.

Da Sie wahrscheinlich jede Top Pair Hand auch auf dem Turn gesetzt hätten, wird Ihr Gegner häufig annehmen, dass Sie bluffen.

Er wird deshalb wahrscheinlich bereit sein, mit Händen wie 8 7 oder 8 9 oder einem verpassten Gutshot bezahlen, der ein Paar getroffen hat.

The Money
Zusätzliche Value auf dem River bedeuten mehr Dollar im Account.

Wenn Sie diesen River checken, checkt der Gegner wahrscheinlich hinterher, wenn er eine Hand mit Showdown Value hält. Durch eine Bet können Sie aber einen Call mit derselben schwachen Showdown Hand induzieren, weil Ihre Range schwach ist.

Ihre Range ist schwach, aber Sie bewegen sich am oberen Ende dieser Range, und deshalb können Sie aus einem Bluff Catcher mehr Value extrahieren.

2. Wenn eine Scare Card auf dem Board fällt und Sie einen guten Gegner haben

Hier müssen wir natürlich einen Schritt weiter denken. Wenn eine Scare Card fällt, wird Ihr Gegner erwarten, dass Sie auf diese in einer Mehrzahl der Fälle bluffen.

Er wird sich darauf einstellen und seine Calling Range erweitern. Das können Sie ausnutzen und Ihre besseren Hände mit „Showdown Value" auf dem River für Thin Value betten.

1. Wenn Ihre Range viele Bluffs einschließt

Damit kommen wir zu dem Thema, das sich durch diesen Artikel und mein Konzept im Allgemeinen zieht wie ein roter Faden.

Die Erklärung ist hier sehr simpel: Wenn Sie häufig bluffen, passen sich die Gegner an und bezahlen mit einer deutlich größeren Handrange.

Wenn Sie mit mehr Händen ausbezahlt werden, können Sie auch mehr Hände für Value betten. Ganz einfach.

Ein paar Worte zum Schluss

Thin Value Bets erfordern Können und Übung. Sie müssen sich vor Augen halten, auf welche Range Sie gesetzt werden, und Sie müssen die Range Ihres Gegners kennen, um korrekt zu entscheiden, wann eine Thin Value Bet angebracht ist.

Wenn Sie diese beiden Ranges nicht genau kennen, sitzen Sie nur da und klicken auf Buttons, und dann brauchen Sie sich auch nicht darüber zu wundern, dass Sie Sie ständig zusätzliches Geld verlieren, weil Sie mit der schlechteren Hand im Spiel sind.

Wenn Sie Ihre und die Range Ihres Gegners aber konsequent durchdenken, werden Sie eine Reihe von Situationen entdecken, in denen Sie eine Thin Value Bet ansetzen können, und in denen Sie in der Vergangenheit gecheckt haben.

Sie werden das an den zusätzlichen Dollars in Ihrer Bankroll und an Ihrer steigenden Winrate erkennen.

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