Die Schwarze Mamba beißt zu!

Top Three!
Das Siegerpodest: Holger Kanisch, Sandra Naujoks und Marc Gork.

Sandra Naujoks gewinnt als zweite Frau einen EPT-Titel. Die Siegerin im Interview. Titelverteidiger Mike MacDonald wird Fünfter. Erster türkischer Spieler an einem EPT-Finaltisch. War dies die letzte PokerStars EPT in Dortmund?

PL: Herzlichen Glückwunsch, Sandra, zu diesem großartigen Erfolg. Wie fühlst du dich jetzt?

SN: Ich bin erschöpft. Ich kann gar nicht glauben, was hier in den letzten Minuten passiert ist. Bei meinem Heim-Event, in meiner ersten Saison - es ist einfach toll!

PL: Es war ein starker Final Table. Mike MacDonald, Luca Pagano und William Thorson sind alle sehr erfolgreiche Spieler. Hattest du einen Plan, wie du mit diesen Spielern umgehen würdest?

SN: Ja, denn ich war einer von drei Shortstacks. Also wollte ich auf meine Chancen lauern und dann mein Spiel aufziehen.

PL: Diese Saison läuft für Deutschland sehr gut. Sie sind bereits der dritte deutsche Champion in dieser Saison. Woher kommt dieser Erfolg deutscher Spieler?

SN: wir haben viele fantastische Turnierspieler. Wir haben Sebastian Ruthenberg, der die EPT Barcelona und ein Bracelet gewonnen hat. Wir machen ein gutes Spiel und wir werden auch bei der WSOP Chancen haben. Ich schätze, dass zwei Bracelets nach Deutschland gehen werden. Hoffentlich habe ich Recht und gewinne noch eine Million!

PL: Was hat es denn mit Ihrem Spitznamen „Black Mamba" auf sich? Wie kamen Sie dazu?

 

Sandra Naujoks
Die „Schwarze Mamba".

SN: Ich habe eine tödliche Schlange als Haustier, und dann noch die Schwarzen Haare ... Meine Pokerfreunde haben mir wohl deshalb den Spitznamen gegeben.

PL: Und jetzt haben sie auch noch gesehen, wie gefährlich du am Pokertisch bist!

SN: Genau!

PL: Wie lief es denn für dich im Heads-up?

SN: Anfangs habe ich versucht, mit ihm viele Flops zu spielen, aber er ist ein wirklich harter Gegner. Er hat mir erzählt, dass er viele SnG spielt, und ich brauchte eine ganze Weile, um mich auf ihn einzustellen.

PL: War es ein Schlag für dich, als du mit König-Vier verloren und Kanisch aufgedoppelt hast?

SN: Es war keine angenehme Situation, denn er hatte nicht mehr viele Chips und musste all-in pushen, also war das für mich in Ordnung, denn ich konnte meine Hand auswählen, mit der ich in den Showdown ging. Aber danach hatte er wieder Chips und das war natürlich nicht so gut für mich.

PL: Es schien, als wäre die Dinner Break der Wendepunkt des Turniers gewesen. Du kamst an den Tisch zurück und begannst, ihn zu dominieren. War das so geplant von dir?

SN: Na ja, ich ändere meine Taktik gerne von tight zu aggressiv. Eine ganze Zeit lang habe ich passiv gespielt und gewartet, aber dann hatte ich nur noch acht BB und da kann man nicht mehr auf Asse warten, also habe ich mehrmals gepusht und gehofft, zu verdoppeln.

PL: Noch einmal Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß bei der Feier!

SN: Vielen Dank!

 

Mike McDonald
Platz 5 für Mike McDonald.

Lange sah es so aus, als sollte Mike McDonald noch einmal Geschichte schreiben und nach seinem Sieg als jüngster Spieler überhaupt im letzten Jahr auch noch der erste Spieler sein, dem es gelingt, einen PokerStars EPT-Titel zu verteidigen. Er schied schließlich nach einem Coin Flip mit K-J gegen Sandras Pocket Tens aus und machte sie damit zur Chipleaderin. Wäre diese Münze auf die andere Seite gefallen, wer weiß...

Cengizcan Ulusu gelang es als erstem türkischen Spieler, einen Finaltisch der EPT zu erreichen. Nach einem bis dahin gut geführten Turnier überspielte er jedoch K-2 und lief damit ausgerechnet auch noch gegen K-K. Er belegte einen guten achten Platz. „Swedish Bill" Thorson wurde Siebter und konnte damit wieder einmal einen Finaltisch nicht gewinnen. Auf Platz Sechs landete Luca Pagano, der nach einem verlorenen Coin Flip nicht mehr zurückkommen konnte.

 

Cengizcan Ulusu
Cengizcan Ulusu.

Sandra Naujoks nahm kurz  nach „Timex" MacDonald auch Johan Storaker von Tisch, der mit A-Q pushte, als Naujoks ausgerechnet mit A-K aufwachte. Im rein deutschen Finale der letzten drei musste Marc Gork schließlich als erster den Tisch verlassen. Er bleibt uns jedoch in Erinnerung als der Spieler mit dem höchsten Konsum von Obst und Literatur sowie mit der lustigsten Antwort auf die Frage, was er denn mit seinen €300.000,- Siegprämie anfangen wolle, nämlich seinen alten Mitsubishi „reparieren" zu lassen. Im Heads-up sahen wir wie schon während des gesamten Turniers einen sehr starken Holger Kanisch, der Sandra Naujoks nach und nach Chips abnahm und sich auch von einem Rückschlag nicht entmutigen ließ, nachdem er mit Jacks gegen die Rockets von Sandra pre-Flop all-in war und sie damit aufdoppelte. Pech hatte er auch in der letzen Hand. Mit A-Q lag er gegen A-9 von Naujoks weit vorne und schien wieder voll im Spiel, aber dann fiel eine Neun auf dem Turn und machte die Hamburgerin zum Champion der EPT Dortmund 2009.

Neben Katja Thater äußerste sich auch Sebastian Ruthenberg über einige Umstände des Turniers und die Organisation unzufrieden. EPT-Gründer Joh Duthie bestätigte, bereits auf der Suche nach Alternativen zu sein, „vielleicht in Portugal oder Marokko. Irgendwo, wo es warm ist."

Payout des Final Table:

 

1. Sandra Naujoks €917.000
2. Holger Kanisch €533.000
3. Marc Gork €307.000
4. Johan Storakers €237.000
5. Mike MacDonald €197.000
6. Luca Pagano €153.000
7. William Thorson €116.500
8. Cengiycan Ulusu €83.500

 

 

 

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