Die Pokerzeit der Rekorde

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Nach 33 von 57 gespielten Events ist es Zeit für eine kleine WSOP-Zwischenbilanz. Wer spielt die meisten Turniere, wer kam am häufigsten ins Geld und was haben Indien und die Isle of Man gemeinsam?

Die meisten Teilnehmer

Insgesamt wurden in den bisherigen Turnieren 31.136 Spieler registriert, also fast 1000 pro Turnier. Nicht ganz überraschend kommen die meisten, nämlich 26.329 der Teilnehmer aus den USA. Es folgt wie üblich Kanada mit 1698. Dahinter beginnt die Riege der europäischen Staaten mit GB (761), Deutschland (422), Russland (327, wenn man ein Land, von dem aus man Japan sehen kann, als Europa zugehörig bezeichnen möchte) und Frankreich (274). Aus insgesamt 71 Ländern kamen die Spieler, und es sind so exotische Regionen dabei wie Belize (3), Tasmanien, Indien und die Isle of Man (je 2), sowie die Insel La Réunion, Südkorea und Trinidad & Tobago (je 1). Merkwürdigerweise wird in der offiziellen Statistik Afrika (1) ebenso als Land wahrgenommen wie Bayern (3). Vielleicht sollten die WSOP-Geografen doch noch mal den Atlas bemühen, oder hat hier vielleicht Sarah Palin ihre Finger im Spiel?

Brock Parker
Traegt seine Frisur am Kinn - Brock Parker.

Das beste Land

Mit 81,9% stellen die USA zwar das größte Kontingent, diesem gelang aber nur der Gewinn von 75% der bisher verliehenen Bracelets. Die USA ist also statistisch gesehen nicht das beste Pokerspielerland. QED! Dieser Titel gebührt bisher unseren Nachbarn aus dem Vereinigten Königreich, die zwar nur 2,3% der Spieler stellen, aber schon 7,1% der Armbänder gewinnen konnten (in Zahlen: 2).

Die besten Spieler

Zwei Spieler konnten bereits je zwei Bracelets gewinnen: John „Brock" Parker und Phil Ivey. Parker gelang dieses Kunststück innerhalb von 72h bei zwei shorthanded Events, Ivey benötigte allerdings nur unwesentlich länger und zeigte seine Vielfältigkeit, denn er gewann sowohl im 2-7 Lowball als auch beim Omaha / Seven Card Stud Hi-Lo Mixed Event. Damit haben diese beiden mehr Bracelets gewonnen als 69 der 71 bisherigen Teilnehmerländer zusammen.

Die wirklich besten Spieler

Jeder weiß, dass man ein Turnier nur gewinnen kann, wenn man auch eine gehörige Portion Glück hat. Wer sich allerdings regelmäßig weit nach vorne und bis in die Geldränge spielt, hat offensichtlich wirklich besondere Fähigkeiten. Mit weitem Abstand vorn liegt in dieser Statistik der Finne Ville Wahlbeck, der in fünf Turnieren antrat und viermal ins Geld kam, davon dreimal unter die besten Drei! Bei allen vier Turnieren handelte es sich übrigens um Championship Events. Darryl Fish und David Baker traten jeweils achtmal an und erreichten die ITM-Ränge je fünf Mal. Das entspricht einer beachtlichen Quote von 62,5 %.

John Juanda
John "Bin schon da" Juanda.

Die Vielspieler

Davon können auch die berühmtesten unter den Vollprofis nur träumen. Ihr Ziel ist natürlich der Platz an der Sonne, und so setzen sie sich vielleicht auch häufiger dem Risiko eines früheren Ausscheidens aus. Manche Kartenhaie sind allerdings soviel in den Casinos unterwegs, dass sie mehrere Plätze gleichzeitig belegen. Multi-Tabling ist out, hier handelt es sich um die neue Disziplin des „Multi-Eventing", und ein wenig Schizophrenie kann dabei nur nützlich sein. Der ungekrönte „Ich-bin-überall-dabei"-König der Saison ist momentan nicht etwa Phil Hellmuth, dem ja gerne nachgesagt wird, seine Gewinnquote sei eigentlich miserabel und seine elf Bracelets verdanke er nur seinen unzähligen Versuchen, sondern John Juanda, der schon 19 Turniere absolviert hat. Dahinter folgen Nikolaj Ewdakow, Andy Black und Sergej Rybaschenko mit je 18 Events sowie Chris Ferguson, Andy Bloch und weitere vier Spieler mit 17 Teilnahmen.

Die Großverdiener

Tatsächlich rentiert sich multiples Registrieren nicht für jeden. Vitali Lunkin hat mit $1,907.667 bei dieser WSOP bisher am meisten gescheffelt. Dabei war er nur einmal im Geld. Das war allerdings beim $40k Jubiläumsturnier, und er belegte dort immerhin den ersten Platz. Isaac Haxton (Zweiter beim $40k) und Pete Vilandos (ein erster und ein zweiter Platz) liegen zwar mit einigem Rückstand, aber immer noch mit siebenstelligen Gewinnbeträgen auf den Plätzen zwei und drei. Es folgen Steve Sung (ein erster und ein dritter Platz), Ville Wahlbeck (s.o.) und Doppelsieger Brock Parker.

 

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