Die fünf größten Poker-Skandale des Jahres 2015

Andreas Gann sorgte mit seinem Slowroll für den Skandal des Jahres

Passend zu Silvester lassen wir es zum Ende des Jahres so richtig knallen. 2015 brachte viele große Sieger, tolle Turniere und schöne Hände, aber auch dieses Jahr war nicht alles Gold, was glänzt. Gelegentlich musste man sich als Pokerfan auch ärgern, und manchmal ging es sogar bis bis zum bloßen Unverständnis! Pünktlich zum Jahreswechsel haben wir die schlimmsten Aufreger zusammengefasst und präsentieren hier die fünf größten Poker-Skandale des Jahres. Das Pokerzeit-Team wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2016!

5) Die WSOP und ihre miesen Karten

Nicht zum ersten Mal regten sich viele Spieler über die schlechten Dealer bei der WSOP auf.

Die umstrittenen Modiano WSOP Karten

Neu aber war, dass so heftig über die Karten geschimpft wurde. Die Karten der italienischen Firma Modiano waren schlicht zu weich und daher anfällig für Markierungen, was wiederum zu heftigen Protesten führte.

Das Problem ging so weit, dass der Moldawier Valeriu Coca beim Heads-Up des Betrugs verdächtigt wurde. Angeblich soll er die Karten während des Spielens markiert haben, nachweisen konnte man ihm aber nichts.

4) Phil Ivey und der Crockfords-Skandal

Nach wie vor ist Phil Ivey einer der bekanntesten und beliebtesten Pokerspieler, doch insgesamt läuft es im Moment nicht besonders gut für den ehedem besten Spieler der Welt.

Phil Ivey beim Crockfords-Prozess

Auf den Highstakes im Internet ging es dieses Jahr nur bergab und auch im Streit mit dem Crockfords Casino in London stehen die Chancen eher schlecht für den Highroller.

Erst letztes Jahr bekam das Casino beim Prozess um schlappe 7,7 Millionen Pfund Recht, da Ivey sich diesen Gewinn beim Bakkarat mit unlauteren Mitteln erschlichen habe. Nun ging der amerikanische Highroller in Revision und hofft, das Geld so noch zu bekommen.

3) Eddy Scharf und die deutsche Rechtsprechung

Eddy Scharf

Der deutsche Bracelet-Gewinner Eddy Scharf streitet sich schon lange mit den deutschen Behörden über die Versteuerung von Pokergewinnen.

2015 sprach der Bundesfinanzhof ein Urteil, das nicht nur Scharf missfiel.

Laut der Entscheidung können Gewinne aus Pokerturnieren der Einkommensteuer unterliegen.

Das Problem daran ist, dass das Gericht dem Staat eine Art Freifahrtschein erteilte, wann er sich an den Gewinnen bedienen kann.

Scharf versuchte wirklich alles, um für sich und andere Pokerspieler das Beste herauszuholen, am Ende aber scheiterte er auf ganzer Linie.


2) PokerStars und die Veränderungen im VIP-Programm

Knapp zwei Monate vor Beginn des neuen Jahres gab PokerStars dramatische Änderungen des VIP-Programms bekannt.

PokerStars sorgte mit den Änderungen des VIP-Programm für viel Unverständnis

Viele Spieler, die vom Pokerspielen leben, sind aufs Schärfste betroffen und können nun sehen, wie sie in der Kürze der Zeit die neuen Voraussetzungen für ihren Lebensunterhalt schaffen.

Deshalb riefen sie auch kurzerhand zum Streik gegen PokerStars auf, an dem sich über 2.500 High Stakes Spieler und Grinder beteiligten!

Aus objektiver Sicht mögen die Veränderungen, die sich der Mutterkonzern Amaya einfallen ließ, zumindest langfristig gerechtfertigt sein, die extrem kurzfristige Bekanntgabe z.B. der Streichung des Supernova Elite-Status aber hinterlassen nur Kopfschütteln.

1) Andreas Gann und der dümmste Slowroll des Jahres

Beim Poker gibt es Regeln, aber auch ungeschriebene Gesetze, die man gemeinhin als Poker-Etikette bezeichnet.

Bei den Irish Open schaffte es der deutsche Pokeramateur Andreas Gann an den Finaltisch, doch dann verstieß er mit über €25.000, die er schon sicher in der Tasche hatte, gegen alle Regeln der Fairness.

Sein über einmütiger Slowroll mit den Nuts ärgerte damals nicht nur die anderen Spieler am Tisch, er ist bis heute Anschauungsmaterial, was beim Poker definitiv nichts verloren hat!

Hier noch einmal das gesamte grausame Schauspiel in bewegten Bildern:

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