Die 20 besten Poker-Momente der letzten 10 Jahre – Plätze 10 bis 6

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Annette Obrestad

Vielleicht ist es etwas abwegig, elf Jahre Poker weltweit – immerhin 4.105 Tage – auf nur zwanzig beste und schlechteste Momente zu kondensieren. Aber warum eigentlich nicht?

Statt dem üblichen Jahresrückblick haben wir uns dieses Jahr dazu entschieden, gleich die ganze Dekade zu betrachten. Ja, elf Jahre sind mehr als eine Dekade aber irgendwie ist das auch fast egal.

Bitte teilt uns eure Gefühle und Gedanken über den Artikel mit, vielleicht haben wir etwas vergessen oder etwas zu übertrieben dargestellt. Hier die anderen Artikel der Serie in der Übersicht:

10. Wir wurden "gedurrr'ed"

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Ja, wir mogeln ein bisschen, wenn wir all diese irren Momente von Tom 'durrrr' Dwan in nur einen Eintrag packen. Aber mal ehrlich, hätten wir sie einzeln betrachtet, hätten sie die Hälfte aller Einträge hier gestellt.

Nur wenige Pokerspieler haben die Pokerwelt derart in Aufruhr versetzt wie Tom Dwan in den späten Nullerjahren und Anfang der 2010er. Jede Session von ihm war ein Pflichttermin für alle Railbirds.

Sein Ruf und seine vielen Fans haben vor allem dem nach Aufmerksamkeit gierenden Phil Hellmuth schwer zugesetzt. Das Ganze gipfelte beim NBC HU Championship, als er durrrr nahezu prophetisch fragte, ob er auch in fünf Jahren noch in der Pokerwelt unterwegs sein würde.

Aber irgendwie war jeder Moment mit ihm speziell, jedes Mal, wenn irgendjemand bei HSP 'gedurrrrt' wurde oder seine erste Challenge mit Patrik Antonius.

Eine Situation, die noch besser war als alle anderen, passierte, als durrrr im Jahr 2010 quasi die gesamte High-Stakes-Ökonomie mit seinen Bracelet-Bets in den Ruin trieb

9. Poker in den USA (mehr oder weniger) legal

Es war eine schwere Entscheidung, die Rückkehr von Poker in die USA nach dem Black Friday in diese Liste aufzunehmen. Bisher hat sich ja noch nicht wirklich viel getan, bislang sind nur drei Bundesstaaten auf dem Markt.

Die USA sind noch weit davon entfernt, dass ihre Bürger im internationalen Spielerpool beteiligt sind. Es gibt aber Hoffnung und als Ultimate Poker am 30. April 2013 die erste legale Online-Pokerhand in den USA dealte, war das schon ein toller Moment.

Wir wünschen uns einen gesunden, globalisierten Markt für Online-Poker und die USA als einen Teil darin. Wir geben die Hoffnung nicht auf…

8. Ivey wird November Niner

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Phil Ivey

2009 war ein irres Jahr und Phil Ivey war in Topform. Hätte man in einem beliebigen Turnier rund um die Welt gefragt, wer der beste Pokerspieler ist, wäre die Antwort einstimmig Phil Ivey gewesen.

Ivey lieferte seinen Fans die ultimative Show als er im Jahr 2009 die WSOP dominierte wie kein Zweiter. Er kam in vielen Events weit, holte zwei Bracelets, kam sechs Mal ins Geld und vier Mal mal an den Finaltisch.

Das letzte Event war natürlich das größte, er wurde November Niner und erreichte schlussendlich den siebten Platz. Es wurde gemunkelt, dass er in Nebenwetten über 10 Millionen Dollar laufen hatte. Es war eine tolle Zeit und wenn Ivey noch gewonnen hätte, wäre es wohl alles ein bisschen viel gewesen.

7. Annette Obrestad gewinnt die WSOPE mit 18 Jahren

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Annette Obrestad 2007

Es liegt lange zurück, aber im Jahr 2007 war die Debatte 'Live vs. Online' in vollem Gange.

Die alten Live-Pros trauten den "Online-Kids" nichts zu, vor allem hätten sie nicht die nötigen sozialen Skills, um am echten Tisch zu bestehen.

Auf der anderen Seite dachten die Online-Spieler, dass die alten Grinder quasi weg vom Fenster seien und in der neuen, von der Mathematik dominierten Pokerwelt, nichts mehr zu suchen hätten.

Und dann kam Annette Obrestad. Ihre irren Online-Skills – sie gewann mal ein Turnier mit 180 Spielern ohne in ihre Karten zu blicken – machten sie zu einer der herausragenden Spielerinnen ihrer Generation.

Aber würde sie das Zeug dazu haben, in einer knallharten Männerdomäne zu bestehen? Ja, sie spielte mit nur 18 Jahren die erste, je in Europa abgehaltene WSOP und gewann direkt mal das Main Event.

Sie kämpfte sich wacker durch ein Feld mit großen Namen wie Theo Jorgensen und John Tabatabai und wurde so die jüngste weibliche Gewinnerin einer WSOP überhaupt. Ein unvergesslicher Moment für junge - und vor allem weibliche - Spieler.

6. 'High Stakes Poker' als Maßstab aller Dinge

Als die Sendung 'High Stakes Poker' im Jahr 2006 ihr Debüt feierte, hätte niemand gedacht, dass dieses Format Poker im TV für immer revolutionieren würde. Genau das ist aber passiert.

Von den Hosts AJ Benza, Gabe Kaplan und Kara Scott über die Old-School-Legenden Doyle Brunson und Daniel Negreanu bis hin zu den jungen Wilden wie Mercier, Galfond und Dwan und den Geschäftsleuten wie Bob Safai, Jerry Buss, Mike Baxter und Guy war alles dabei.

Woche für Woche war die Sendung das absolute Highlight. Die Formate, die danach kamen, zum Beispiel Poker After Dark, The Big Game oder Million Dollar Cash Game haben alle Spaß gemacht und waren nett anzusehen – an HSP kann jedoch keines mehr heran.

Der absolute Höhepunkt der Show? Als Brad Booth im Piratenshirt Altmeister Phil Ivey für 1 Million $ bluffte – wahrscheinlich war das einer der krassesten Momente. Es gab aber so viele, es fällt schwer, einen bestimmten herauszupicken. Hier ein paar:

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