Deutscher Millionär kämpft um österreichische Casinolizenzen

Paul Gauselmann

Paul Gauselmann will groß in Österreich einsteigen und hat deshalb vor kurzem die Merkur Entertainment gegründet. Dafür hat er sich mit Magna-Chef Frank Stronach einen starken Partner ins Boot geholt.

Die Firma Merkur wurde 1974 von Gauselmann gegründet. Inzwischen gibt es europaweit 400 Casinos und Spielhallen. Mit 200 eigenen Merkur-Spielotheken in Deutschland ist man hierzulande Marktführer. Dazu kommen weitere 200 Filialen in zehn europäischen Ländern. Diese befinden sich in Österreich, Italien, Tschechien, der Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Spanien, Kroatien, Ungarn und den Niederlanden.

Wichtigster Auslandsmarkt ist Italien, in Österreich hatte man bisher nur ein Casino im Prater und eine Beteiligung am Sportwettenanbieter Cashpoint.

Doch das soll sich nun ändern, denn Gauselmann hat zusammen mit Frank Stronach Merkur Entertainment in Österreich gegründet. Letzterer baute mit Magna International Inc. eines der größten Unternehmen der Autozulieferindustrie in Nordamerika auf und wurde dadurch zum Milliardär.

„In jedem Land braucht man einen Partner vor Ort, wenn möglich einen sehr bekannten, der vom Markt eine Ahnung hat“, begründet Gauselmann diesen Schritt gegenüber kurier.at.

Gemeinsam will man nun richtig angreifen und sich in mehreren Bundesländern für die vakanten Casinolizenzen bewerben: „In Ober- und Niederösterreich, Burgenland wird folgen. Weitere Bundesländer werden dazukommen, weil sie sehen, dass man damit Geld verdient.“

Gauselmann ist davon überzeugt, dass man sich gegen die übermächtig erscheinenden Gegner wie Casinos Austria und Novomatic behaupten kann: „Wenn es korrekt zugeht, haben wir große Chancen, wenn nicht, haben wir weniger Chancen. Ich bin sicher, dass alles seinen geordneten Weg gehen wird.“

Darüber hinaus lobt Gauselmann das neue österreichische Glücksspielgesetz in den höchsten Tönen: „Im Vergleich zu Deutschland ist es bestens. Wir haben hier eine gewerbliche Freiheit, daraus ist das Spiel für die Menschen immer interessanter geworden.“

Die nächsten Monate werden zeigen, ob das Joint Venture von Gauselmann und Stronach Früchte trägt, und ob es den beiden tatsächlich gelingt, sich am österreichischen Markt zu etablieren und eine oder sogar mehrere der heißbegehrten Casinolizenzen zu erwerben.

- Lars Liedtke

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Lars Liedtke 2011-12-03 05:50:37

Sehr geehrter Herr Kleedorfer,
es stimmt zwar, dass mir ihr Interview als Quelle gedient hat, aber nicht dass ich den gesamten Inhalt übernommen habe. Bei der Quellenangabe muss ich gestehen, dass ich diese einfach vergessen und nun nachträglich eingefügt habe. Ich bitte Sie mir dies nachzusehen und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Robert Kleedorfer 2011-12-02 06:47:16

Sehr geehrter Herr Liedtke,
nachdem ich auf Ihrer webseite keine eMail-Adresse finde, schreibe ich Ihn en auf diesem Wege. Ich würde Sie höflichst ersuchen, diesen Artikel nicht als einen von Ihnen recherchierten auszugeben. Sie haben de facto den gesamten Inhalt von einem von mir mit Hrn. Gauselmann geführten Interview übernommen, das am 23.11.2011 in der österreichischen Tageszeitung KURIER erschienen ist. Ich bitte daher um nachträgliche korrekte Quellenangabe. Mit freundlichen Grüßen aus Wien.