WSOP 2013 – Geheimtipps made in Germany

anonymous poker

Für die deutsche Poker-Community endet in Las Vegas eine spektakuläre Poker-Saison mit vielen Titeln. Doch nun geht’s auf zur Bracelet-Jagd. Und wir sagen Euch, mit wem man da in jedem Fall rechnen sollte.

In jedem Jahr gibt die Redaktion von PokerZeit bekannt, wer die Bracelets für Deutschland gewinnen wird. Na ja, zumindest, wer sie gewinnen könnte.

Ole Schemion (21)

Als bei der PCA Anfang des Jahres der Super-High Roller Event anstand, spielten außer den üblichen Verdächtigen (Gruissem, Kurganov, Quoss, Reinkemeier) auch noch ein paar andere Deutsche mit dem Gedanken an eine Teilnahme. Auch EPT-Champ Martin Finger.

Doch eigentlich, so der Chemnitzer, würde er noch viel lieber Ole Schemion staken „denn der Ole ist die momentan heißeste Maschine im Turnierpoker.“ Das Event hat Ole Schemion zwar am Ende doch nicht gespielt, doch die letzten zwölf Monate hatten es für den 21-Jährigen trotzdem in sich.

Ole Schemion
Erfolg ist schon lange ein Freund von Ole Schemion.

Sieben Turniere mit einem Buy-in von mindestens 1.000 Euro hat Schemion gewonnen, darunter die Main Events der Partouche Poker Tour und der Amsterdam Master Classics. Im Sommer nun fährt er erstmals nach Las Vegas und man kann annehmen, dass Schemion dort so jedes Turnier mitnimmt.

In Monte Carlo, beim Grand Final sah man Ole quasi jeden Tag im Turniersaal. Am Ende hatte er drei Side Events geshippt und knapp 230.000 Euro gewonnen. Im GlobalPokerIndex wurde Ole Schemion im Februar Spieler des Monat.

Trotz der starken Öffentlichkeit ist fast nichts über den jungen Deutschen mit dem Online-Nick wizowizo bekannt. Ole Schemion meidet jedes Interview, wie der Teufel das Weihwasser.

Manig Loeser (24)

Eigentlich hat Manig Loeser Top-Voraussetzungen, um als Pokerspieler groß rauszukommen. Er hat die Erfolge (wenn auch nicht die ganz großen) vorzuweisen, er wird von der Community respektiert – und – er wohnt mit Marvin Rettenmaier zusammen in einer WG in London.

Manig Loeser
Manig Loeser gewann ein Side EVent bei der EPT San Remo 2012.

Aber Manig Loeser ist ein stiller Zeitgenosse, dem der ganz große Wurf bisher nicht gelingen wollte. Sein größter Cash – der zweite Platz bei einem Turnier der UK-Poker Tour für knapp 110.000 Dollar liegt nun schon zwei Jahre zurück.

Doch der GlobalPokerIndex führte ihn im Mai erstmals unter den Top 20 Spielern der Welt. Dabei hatte ihm schon die WSOP im vergangenen Jahr einigen Erfolg beschert. Sechs Cashes hatte er am Ende vorzuweisen.

Dabei kam seine Stärke auch im PLO zu Vorschein. Cashes gab es danach auch bei vier Main Events der EPT.

Manig Loeser – da sind sich die guten deutschen Pokerspieler einig hat seine größten Erfolge noch vor sich. Vielleicht klappt es ja schon bald mit einem Bracelet.

Robert Haigh (28)

Zum ersten Mal live hat man Robert Haigh 2010 beim EPT Snowfest wahrgenommen. Danach war er mehr oder weniger regelmäßiger Gast bei EPT-Events. Vor zwei Jahren wurde Robert Haigh Profi und zog nach Brighton.

robert haigh
Robert Haigh - Runner-up bei der EPT Berlin.

Dort hat er erst mit seinen Freunden Jan Collado und Sebastian Gorr zusammengewohnt. Mittlerweile sind das die Nachbarn und Haigh wohnt bei seiner Freundin. Und auch beim Poker hat er das Momentum auf seiner Seite.

Bei der EPT in Berlin unterlag Robert Haigh erst im Heads-up seinem deutschen Counterpart Daniel Gai-Pidun und gewann über eine halbe Million Euro. Auch dank dieses Erfolges musste er sich im Ranking des EPT Player of the Year nur dem Slowaken Jan Bendik und dem Iren Steve O`Dwyer geschlagen geben.

Bei der WSOP wird sich der MTT-Spezialist, wie ein Fisch im Wasser fühlen. Haigh will da alle NLHE-Events spielen - und vielleicht auch das eine oder andere PLO-Event.

Max Altergott (22)

Max Altergott
Sorgte für Furore in Monte Carlo - Max Altergott.

Es gibt sie immer wieder: die Online-Cracks, deren Namen niemand kennt, und die sich in der Welt des Live-Poker einfach nicht wohlzufühlen scheinen. „altiFC“ – das hatte man schon mal gehört auf den Online Nosebleed Limits.

Doch der Name Max Altergott war wohl nur den wenigsten geläufig, als der in der Startliste des Super High Roller Turniers von Monte Carlo auftauchte.

Max Altergott hatte sich erst kurz vor dem Startschuss für die Teilnahme entschieden, und spätestens am Final Table sorgte er für viele Fragezeichen.

Allerdings nicht beim amtierenden Weltmeister Greg Merson. Der erklärte Altergott über Twitter zu einem der besten NLHE-Spieler der Welt. Und das zeigte der dann auch der anwesenden Live-Elite.

Im Heads-up schlug Max keinen Geringeren als den Amerikaner Jason Mercier und strich dafür 2,3 Millionen Euro ein. Damit hat der 22-Jährige lediglich einen Live-Turnier-Erfolg und einen Hendon Mob Eintrag zu verzeichnen – ist aber in der Germany All Time Money-List auf Platz 12 – noch vor Sandra Naujoks und Max Heinzelmann.

Bei der WSOP wird Altergott möglicherweise die teuren NLHE-Turniere spielen. Falls ihm der Gewinn des Bracelets wichtiger ist, als seine Anonymität zu bewahren.

 

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare