Deep Stack MTT Strategie: Tag 1, 6000 Spieler

The field

Wenn Sie in diesem Jahr bei der WSOP erfolgreich sein wollen, müssen Sie über ein solides Wissen zu Deep-Stack-Turnieren verfügen.

Da die Starting Stacks heutzutage das Dreifache des Buy-ins betragen, ist gutes Deep Stack Spiel eine Grundbedingung dafür, bei einem Event weit zu kommen.

Das bedeutet, wenn Sie es gewohnt sind, normale Live Pokerturniere zu spielen, bei denen die Struktur oft so schnell ist, dass nur die wenigsten wirklich als Deep Stack Turniere durchgehen können, müssen Sie Ihr Spiel anpassen.

Spielen Sie Cash Game?

Ein Deep Stack Turnier verhält sich ähnlich wie ein Deep Stack Cash Game, und die Cash Game Elemente, die normalerweise bei einem Turnier keine Rolle spielen, sind hier durchaus relevant.

Die Set-Falle, die bei einem Short Stack Szenario manchmal eine schlechte Strategie ist, gehört bei Deep Stack Turnieren zu einer der wichtigsten Waffen.

Wenn die Stacks wirklich groß sind, können Sie in einer einzigen Hand Raisen, Re-Raisen und trotzdem folden. Das erlaubt variantenreicheres Spiel, bei dem stärker auf die Skills ankommt.

Ihr Ziel ist zunächst, kleine Pots zu spielen und so wenig wie möglich zu riskieren, bis Sie wirklich ein Monster bekommen.

Riskieren Sie Ihre Chips nicht für nichts. Sie werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine bessere Situation finden, um Ihre Chips zu investieren, wenn Sie nur die Geduld aufbringen.

Handauswahl

Zu Anfang eines solchen Turniers, wenn Ihr M* größer als 200 ist, können Sie im Grunde jeden Stil spielen, der Ihnen beliebt. Genau wie in einem Cash Game können Sie hier Ihre ganz persönliche Linie verfolgen.

Railbirds!
Eine falsche Entscheidung kann den Unterschied zwischen Final Talbe und Rail ausmachen.

Das ist der richtige Zeitpunkt, um Suited Connectors oder sogar One Gapper zu spielen (wenn Ihnen das liegt). Je länger Sie warten und je kleiner Ihr M wird, desto eingeschränkter werden Ihre Möglichkeiten.

Versuchen Sie, den Flop möglichst billig zu sehen, wenn Sie Hände halten, die potenziell zu Monstern werden können, aber unauffällig sind. Niemand bezahlt eine Straight aus, wenn schon vier verbundene Karten auf dem Board liegen. Also muss Ihre Hand so gut versteckt sein, dass niemand sie auf den ersten Blick erkennen kann.

Spielen Sie Hände, die leicht zu folden sind, wenn sie kein Monster floppen. Sie sollten jetzt nicht den Fehler machen, Ihren Stack mit Bottom Two Pair oder schlechteren Händen zu verlieren.

Während Ihr M langsam schrumpft, schließen Sie die Hände mit marginalen Chancen auf einen guten Flop nach und nach aus, denn die Investition lohnt sich nicht mehr, wenn Sie schon einen signifikanten Teil Ihres Stacks vor dem Flop setzen müssen.

*Unter M versteht man den Quotienten aus Ihrem Stack geteilt durch die momentanen Blinds unt ggf. Antes; z. B. 30.000 Chips; Blind 100/200; M= 100.

Das All-in

Zu den Markenzeichen eines regelmäßigen Turnierspielers gehört das All-in, da in den meisten Turnieren nur in den ersten Levels wirklich Deep Stack Spiel möglich ist, bevor die Blinds so groß werden, dass die Spieler gezwungen sind, in den „Push-oder-Fold-Modus" zu wechseln.

Je mehr Chips Sie haben, desto seltener sollten Sie jedoch all-in gehen.

Denken Sie einmal an Ihren letzten Depp Stack Cash Games zurück. Wenn Sie und Ihr Gegner beide über sehr große Stacks verfügen, wie oft kommt es dann zu einem All-in?

Es geschieht sehr selten, dass zwei Spieler, die beide über 200 BB halten, gegeneinander all-in gehen. Es passiert so selten, dass man sich normalerweise sogar daran erinnert.

In Deep Stack Turnieren verhält es sich genauso. Wenn Sie nicht gerade die Nuts halten und einen Gegner vor sich haben, der seine Chips freiwillig abgibt, macht es in den seltensten Fällen Sinn, alle Chips zu riskieren.

Falls Sie noch nicht überzeugt sind, hier ein paar Zahlen:

Blinds: 25/50

Ihr Stack: 27.000

Gegnerischer Stack: 32.000

Preflop: Sie erhöhen auf 3 BB (150), Nur der Big Stack bezahlt. Im Pot liegen jetzt 300 Chips.

Sick Table!
An der Bubble wird das Spiel äußerst intensiv.

Flop: Sie setzen Pot, der Gegner bezahlt. Im Pot sind nun 900 Chips.

Turn: Noch eine Potbet von Ihnen, noch ein Call. Der Pot ist nun 2700 Chips groß.

River: Eine letzte Bet in Potgröße, ein letzter Call. Der Pot beträgt 8100 Chips.

In diesem Szenario verhält sich ein Spieler sehr aggressiv, während der andere nur bezahlt. Der Pot wächst damit auf 8100 Chips an, das entspricht etwa einem Drittel der Stackgröße jedes Spielers.

Um den gesamten Stack zu verwetten, hätten beide Spieler mehr als dreimal so viele Chips setzen müssen.

Mit anderen Worten, es braucht schon hyper-aggressive Action, um 540 BB in den Pot zu bekommen.

Zwar tritt dieser Fall ab und zu ein, meistens wenn beide Spieler starke Hände floppen., aber das All-in sollten Sie dennoch zu Anfang eines Turniers aus Ihrem Arsenal streichen.

In der Anfangsphase eines Turniers spielen Sie den Cash Game Grinder. Aufdoppeln ist völlig unnötig.

Versuchen Sie lieber, Ihren Stack langsam und stetig aufzubauen. Ein Turniertag ist lang, und Sie können Ihren Stack in dieser Zeit um 50-100% aufbauen, ohne ein einziges Mal in einen großen Pot verwickelt zu werden.

Da Sie nicht gleich gezwungen sind, Chips zu akkumulieren, besteht auch kein Grund, sie grundlos zu riskieren. Schützen Sie Ihren Stack, und wenn Sie wissen, dass Sie die beste Hand halten, machen Sie den Move.

Wenn Sie gut spielen, brauchen Sie in den ersten Runden kein Glück.

 

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