David Peters: "Es wäre echt cool, an Fedor Holz vorbeizuziehen"

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David Peters

Der amerikanische Poker-Pro David Peters hatte 2014 ein gutes Jahr und gewann 350.000 Dollar in Live-Turnieren. Auch 2015 lief super und er konnte fast 3 Millionen Dollar kassieren. 2016 ging er durch die Decke und hat fast 7 Millionen Dollar gewonnen und 27 Mal gecasht – 22 Mal saß er dabei am Final Table.

Diese Liste hat er jetzt erweitert, beim Main Event der EPT Prag liegt er momentan auf Platz 2 und sitzt im Finale. Sollte er gewinnen, sind das noch mal über 750.000 Euro.

Er könnte sogar noch Fedor Holz den Titel GPI Player of the Year vor der Nase wegschnappen, sollte er hier auf Platz drei oder höher landen. Auf jeden Fall eine irre Leistung des ruhigen, talentierten Spielers. Wir haben Peters in Prag getroffen und mit ihm über das Geheimnis seines Erfolges geredet.

PokerListings: Was hat sich verändert, das dich dieses Jahr so unglaublich erfolgreich gemacht hat?

David Peters: Ich habe wirklich hart an mein Spiel gearbeitet die letzten Monate, viel mehr als in der Vergangenheit. Jetzt fühlt sich so an, als würde ich die richtigen Knöpfe drücken und es läuft.

PokerListings: Viele sagen, man könne im Poker nichts mehr gewinnen, jeder sei 'solid'. Du beweist gerade das Gegenteil.

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David Peters

David Peters: Na klar, es ist definitiv noch möglich.

PokerListings: Das ist die letzte EPT überhaupt. Wäre ein Sieg hier für dich etwas Besonderes?

David Peters: Eines meiner Hauptziele war es immer, so ein Ding zu gewinnen. Ich habe auch schon einige gespielt deswegen ein klares Ja. Und und weil das hier die letzte ist, sollte ich mich wohl anstrengen.

PokerListings: Wenn Du hier wenigstens Dritter wirst, nimmst du den ersten Platz beim GPI. Wusstest du das überhaupt?

David Peters: Ja ich weiß es. Es wäre wirklich cool, die Jahreswertung zu gewinnen und an Fedor Holz vorbeizuziehen, der ja ein unglaubliches Jahr hinter sich hat.

Der GPI ist ein sehr gutes Ranking-System, das mittlerweile anerkannt ist. Mir geht es aber trotzdem eher um den Turniersieg als um die Wertung.

PokerListings: Was hältst du davon, dass PokerStars die EPT komplett einstellt und nächstes Jahr etwas Neues auf globaler Ebene beginnt?

David Peters: Naja, ich weiß nicht allzu viel darüber, es scheint aber in Ordnung zu sein. Ehrlich gesagt, solange sie die Anzahl der Turniere und die Strukturen ähnlich wie bei der EPT gestalten, ist mir relativ egal wie sie es nennen.

PokerListings: Die Schlagzeilen gehörten zuletzt auffälligen Spielern wie Quasselstrippe William Kassouf oder Martin Kabrhel. Du scheinst genau das Gegenteil zu sein.

David Peters: Ja, ich habe nie viel davon gehalten, mit Leuten zu reden, um ihnen Informationen zu entlocken. Ich bleibe lieber in meiner 'Zone' und versuche, andere Tells aufzuschnappen.

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Ich denke, jeder hat seinen eigenen Stil, Speech-Play war aber nie meiner. Ich rede nicht während meiner Hände, das bedeutet aber nicht, dass ich nicht spreche. Zwischen den Händen unterhalte ich mich durchaus.

PokerListings: Können solche Spieler dich nerven?

David Peters: Nicht wirklich. Mir ist eigentlich meistens alles relativ egal. Wenn sie gemein werden oder es völlig übertreiben, ist das natürlich unangenehm, es beeinflusst mein Spiel aber nicht.

PokerListings: Danke David und viel Glück am Finaltisch!

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