Chino Rheem – „Ich bin nicht stolz auf das, was ich getan habe.“

David Chino Rheem
David "Chino" Rheem.

Kontrovers war er schon immer, aber Chino Rheem hat kein Problem damit, seine Fehler einzugestehen und damit umzugehen.

Zuletzt wurde Rheem vielfach vorgeworfen, seine Schulden nicht zurückzuzahlen. Häme und Schlimmeres wurden vor allem im 2+2-Forum über ihm ausgeschüttet.

„Ich habe ein paar Dinge getan, auf die ich nicht sehr stolz bin, sagte er in Paris zu PokerListings.

„Aber ich stehe dazu. Ich gebe alles zu. Ich versuche, jeden Tag damit zu leben und das beste daraus zu machen.“

Laut Rheem sind die Dinge, über die in den Foren gesprochen wird, nicht aus der Luft gegriffen.

„Nicht alles, was dort steht, ist wahr, aber einiges schon“, sagt Rreem.

Dabei lief es in letzter Zeit eigentlich gut. In diesem Jahr konnte Rheem die WPT Championship für sich entscheiden und 1,1 Mio. Dollar gewonnen.

Selbst das war aber nicht genug, um Rheem aus der Schuldenfalle zu holen.

„Ich ging zur WSOP mit zehn Meilen Vorsprung vor allen anderen, und ich kam wahrscheinlich als Letzter an“, fasst er zusammen. „Das war allein mein Fehler, und das ist mir auch klar.“

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„Ich mache das beste aus meiner Situation“

Zurzeit hält sich Rheem bei der WSOPE auf, wo er einen guten Start hatte. In Event Nr. 2 erreichte er die letzte drei Tische und beendete das Turnier auf Platz 22 für $6216.

„Ich lebe mit der Einstellung, dass schon alles gut gehen wird. Ich mache das beste aus meiner Situation. Es bringt nichts, Pessimist zu sein und nur das Schlimmste zu erwarten.“

Rheem bewundert Spieler wie Erick Lindgren, den er zuletzt im Heads-up der WPT Championship besiegen konnte.

Auch Liondgren hatte in letzter Zeit mit finanziellen Problemen zu kämpfen.

„E-Dog ist einer der Spieler, die ich am meisten respektiere“, sagt Rheem.

„Er ist ein cooler Typ. Er stand auf und sagte, ich habe Probleme. Und dann versuchte er, sie in den Griff zu bekommen. Man kann jemanden nicht ewig für alte Fehler verurteilen.“

Momentan versucht auch Rheem, seine Schulden loszuwerden, will aber nicht sein Leben lang Poker spielen.

„Ich spiele, weil ich es gut kann. Aber jetzt will ich einfach nur schuldenfrei werden und mir dann überlegen, was ich mit meinem Leben anfange.“

Rheem ist von sich selbst enttäuscht. Selbst nach großen Cashes konnte er nicht aus seiner Haut.

„I sage immer wieder, dass ich mich ändere, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich das nie wirklich geschafft. Man muss eine Menge ausprobieren und auch Fehler machen, um erwachsen zu werden. Ich brauche jedenfalls viele Versuche.“

Sehen Sie hier das komplette Interview:


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