Das perfekte Homegame (11) - Pokervarianten

Von: PokerListings.com
29 Januar 2013
Geposted in: The Hand
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„Wie veranstaltet man das perfekte Homegame“ ist eine dreizehnteilige Serie, in der wir Ihnen erklären, wie man einen tollen Pokerabend für seine Freunde und Kollegen ausrichtet.


Wir zeigen Ihnen, welche Pokervariante am einfachsten ist, die Rangfolge der Hände und sogar, was Sie Ihren Gästen servieren sollten.

Folgen Sie dieser Anleitung und Ihre Gäste werden sich ihren Platz bereits Wochen im Voraus reservieren.

In unserem elften Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie sich aus den Ketten von No-Limit Hold’em befreien können. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, wenn Sie die richtigen Varianten kennen.

Die folgenden drei Varianten sind einfach und sorgen in Ihrem Homegame auf jeden Fall für eine Menge Action, falls Sie auf Hold’em keine Lust mehr haben.

Bei der Aufzählung der Varianten steigt der Glücksfaktor immer mehr. Bei Nummer 3 können Sie Ihren Stack im Grunde auch blind in die Mitte schieben.

1) Pineapple/Crazy Pineapple

tom christopher 30000

Pineapple und Crazy Pineapple sind zwei der einfachsten Möglichkeiten, um in andere Varianten hinein zu schnuppern. Sie werden nämlich wie Hold’em gespielt.

Sowohl bei der normalen als auch der durchgeknallten Variante von Pineapple bekommt jeder Spieler drei Karten.

Der Unterschied ist:

- Bei Pineapple müssen Sie vor dem Flop eine Karte abwerfen.

- Bei Crazy Pineapple müssen Sie vor Ihrer Aktion auf dem Flop eine Karte abwerfen.

Bei beiden Varianten ist Ihre Hand tot, wenn Sie sich nicht rechtzeitig von einer Karte trennen und mit drei Karten weiterspielen.

Das Prinzip ist einfach. Durch die zusätzliche Karte gibt es mehr starke Hände und Ihr Homegame wird actionreicher.

Strategie-Tipp: Spielen Ihre Gegner Pineapple wie Hold’em, sollten Sie tighter werden und auf ein Monster warten, ehe Sie Ihre Chips investieren. Durch die zusätzliche Karte brauchen Sie für den Sieg im Schnitt eine bessere Hand als bei Hold’em.  

Jason Mercier and David Ulliott

2) Pot-Limit Omaha

Pot-Limit Omaha ist vermutlich die Variante, bei der Action und Können am ausgewogensten sind. Für Hold’em-Spieler ist es zudem leicht erlernbar.

Die einzigen Unterschiede zwischen PLO und Hold’em sind:

- Jeder Spieler erhält vier Karten.

- Man muss exakt zwei Karten mit den drei Gemeinschaftskarten kombinieren, um seine Hand mit fünf Karten zu bilden. (Sind vier Kreuz-Karten auf dem Board, benötigt man also immer noch zwei Kreuz-Karten auf der Hand, um einen Flush zu bilden.)

- Bei PLO wird Pot-Limit statt No-Limit gespielt.

Bei Varianten mit Pot-Limit kann man maximal Potgröße setzen oder raisen. Sind Sie der Erste, der setzt, ist das leicht (einfach den Pot zusammenrechnen), doch bei einem oder zwei Raises vor einem wird es komplizierter.

Trick zur Berechnung des maximalen Raise: Multiplizieren Sie die letzte Bet mit drei und addieren Sie dann den Pot plus die anderen Einsätze. Dann erhalten Sie das Maximum, auf das Sie raisen können.

Beispiel: Im Pot sind 100 $ und der Big Blind hat auf dem Flop 50 $ gesetzt. Ein anderer Spieler raist auf 150 $ und Sie wollen nun um Potgröße raisen.

Multiplizieren Sie die letzte Bet (150 $) mit drei und addieren Sie den Pot (100 $) sowie die weiteren Bets (50 $). In diesem Fall beträgt der Raise um Potgröße 600 $.

pocket kings 19835

3) Sviten Special

Die Schweden sind vermutlich das einzige Volk, das verrückt genug ist, um sich eine solche Variante auszudenken.

Entstanden ist Sviten Special in der Untergrund-Pokerszene von Stockholm. Dabei handelt es sich um eine Split-Pot-Variante, die eine Mischung aus Five-Card Omaha und Five-Card Draw ist.

Der Verlauf ist derselbe wie bei Omaha, aber mit einem Unterschied: Nach dem Flop kann man bis zu fünf Karten tauschen.

Auf Turn und River kann weiter gesetzt werden, doch beim Showdown wird der Pot zwischen der besten Hand mit dem Board (zwei Handkarten plus drei Gemeinschaftskarten) und der besten Five-Card Draw-Hand geteilt.

Regel beim Tausch einer Karte

Entscheiden Sie sich, nur eine Karte zu tauschen, dreht der Dealer die oberste Karte des Stapels um und zeigt diese allen Spielern. Sie können diese Karte nehmen oder die nächste (verdeckte) vom Stapel.

Diese Variante ist voller Action und nichts für schwache Nerven.

Nur für kleine Runden geeignet

Da jeder Spieler bis zu zehn Karten pro Hand verwenden kann, kann es ab fünf Spielern dazu kommen, dass der Stapel komplett ausgeteilt ist.

Dieses Problem kann man auf zwei simple Arten lösen:

- Begrenzung der austauschbaren Karten

- Bereits abgeworfene Karten werden neu gemischt

 


Das perfekte Homegame - die Serie

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