Dario Minieri – Comeback nach Steuerproblemen und krassen Swings?

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"Ich hatte nicht das Geld für Vegas"

Dario Minieri hatte es nicht leicht, nach Problemen mit der italienischen Steuerbehörde und einem unüberlegten Umzug von Italien nach Malta ist er jetzt das erste Mal seit 2013 wieder bei der WSOP. Über Jahre war Minieri der heißeste Pokerspieler, den Italien zu bieten hatte. Jetzt versucht er sich an einem Comeback.

2006 wurde Minieri beim Main Event der WSOP 543., im nächsten Jahr kam er zurück und legte einen Deep-Run hin, er kam auf Rang 96 für 70.000 Dollar. Er erreichte viele EPT-Finaltische, gewann 2008 ein WSOP-Bracelet und auf PokerStars genug Player-Points, um sie gegen einen echten Porsche einzutauschen.

Jetzt ist er zurück in Las Vegas und sitzt im $10.000 WSOP Main Event. Er hat Tag 2 erreicht und verbrachte die meiste Zeit am ESPN Featured Table zusammen mit Phil Hellmut, der ja bekanntlich die meisten Bracelets von allen geschnappt hat.

4 Jahre Zwangspause von der Bracelet-Jagd?

Minieri erzählte PokerListings.com, dass er der WSOP in den letzten Jahren aus finanziellen Gründen ferngeblieben ist.

"Ich war nicht in Las Vegas, da ich mein Bankroll-Management geändert habe. Ich hatte einfach nicht das Geld, das ich gern gehabt hätte, um herzukommen."

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Minieri mit Hellmuth am Tisch

Minieris konservativer Ansatz im Bezug auf die Bankroll könnte etwas mit seinen Steuerproblemen zu tun haben. Er musste Berichten zufolge ca. eine halbe Million Euro nachzahlen.

Später hieß es, der Fall sei eingestellt worden, da die Behörden sich nur auf die Live-Turnierergebnisse vom Hendon Mob gestützt hatten. Ihm zufolge ist die Angelegenheit weitgehend erledigt:

"Ich habe weitgehend gewonnen, kämpfe aber immer noch um einen Teil des Geldes, den sie von mir verlangt hatten."

Minieri möchte die Angelegenheit nicht weiter kommentieren, vor allem nicht die Höhe des Betrages bzw. den möglichen Ausgang.

Wieder mehr Poker?

Tatsächlich war der Italiener im Interview nicht sehr gesprächig, auch über Anzahl und Länge seiner Sessions, die Stakes oder Details seines Terminplans wollte er nicht reden.

Auch wie es dazu kam, dass er die letzten Jahre nicht genug Geld für den Trip nach Las Vegas hatte, wollte er nicht beleuchten.

"Ich hatte halt nicht das Geld, das ich davor immer hatte. Es gab einige Swings."

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"Ich plane nicht, ich schaue einfach, wie es mir geht"

Im Jahr 2013 berichtete Mineri gegenüber PokerListings.com, dass er ein Comeback versuchen will, da er seit 2011 mit einer Art Fluch belegt ist, der ihn davon abhält, zu gewinnen. Zu dieser Zeit passierte auch sein Umzug nach Malta, er merkte aber schnell, dass die Insel nichts für ihn war und zog zurück nach Italien.

"In den letzten vier oder fünf Jahren habe ich weniger gespielt als in den ersten acht Jahren meiner Karriere, ich spiele jetzt aber mehr. Ich plane nicht, ich schaue einfach, wie es mir geht und entscheide dann. Ich werde aber viel mehr Poker in Zukunft spielen, das ist sicher."

Zum jetzigen Zeitpunkt hat Minieri 1,9 Millionen Dollar in Live-Turnieren verdient, wie die italienischen Steuerbehörden aber offiziell festgestellt haben, spiegeln diese Zahlen in keiner Weise die vorher bezahlten Eintrittsgelder und die Action, die Minieri von sich verkaufte, wieder.

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