"Jungleman" Cates - Mehr Action für den Pokerzirkus

Daniel Cates

Daniel jungleman12 Cates ist in Prag. Zu seiner World Poker Heavy Weight Championship (WPHC), geplant für den 6. Dezember, wollte niemand antreten. Nun spielt der erfolgreichste Online-Spieler des Jahres 2010 dafür bei der EPT. Im Main Event ist er bereits ausgeschieden. Dafür trat er gegen die Elite im €10.000er Highroller-Event an.

Gerade hat er dafür sein Buy In bezahlt und unterhält sich bei einem Teller frittierten Fisch mit Oliver Busquet. Der, online als adonis112 bekannte Amerikaner und $2k - $5k Heads Up Sit`n Go-Spezialist war sein Gegner im Heads Up-Event. Man schätzt sich. Ein paar Hände kann man da schon noch mal nachanalysieren.

Dann ist Cates bereit ein paar Fragen zu beantworten. Als Erstes will man natürlich wissen, was hier Prag aus seiner vollmundig für den 6. Dezember angekündigten Heavy Weight Championship geworden ist. Bei Erwähnung des Namens verdreht der jungleman dann allerdings erstmal die Augen. „Ich mag diesen Namen nicht. Das Ganze wurde wohl ein bisschen zu sehr aufgeblasen. Ich wollte nach dem Black Friday eigentlich nur wenig Action in den Pokerzirkus zurückbringen.“

Zur Erklärung: Ende Oktober hatte der amerikanische Highroller zusammen mit der Seite ThePokerFarm.com eine Live-Challenge ins Leben gerufen, bei der jeder im €200/€400 NLHE  gegen ihn antreten könne, der das Mindest Buy In von €100.000 auf den Tisch legen würde. Das Match sollte in Prag ausgetragen werden und auf den Gewinner sollten nicht nur ein paar tausend Dollar, sondern der Titel und ein Champions-Gürtel warten.

Auf einen Gegner wartete Daniel Cates dann allerdings vergeblich. „Prag war aufgrund der Ballung von zahlreichen Live-Events der perfekte Ort. Es gab auch ein paar lose Anfragen. Am Ende haben sich aber alle auf die sehr lukrativen Cash-Game Partien hier konzentriert. So wie ich mittlerweile auch.“

Bei Highroller Cash Games fällt einem ja heutzutage sofort Macau ein. Warum ist er nicht da? Cates antwortet mit seiner immer etwas nuscheligen Stimme: „Es ist nicht so leicht dort in die hohen Partien zu kommen. Ich will demnächst auf jeden Fall rüber fliegen. Aber vorher wüsste ich gern, ob sie mich an die teuersten Tische lassen.“

Es muss High-End sein, immer noch. Und das obwohl Gerüchte besagen, dass von keinem Highroller mehr Dollar auf Full Tilt festgefroren sind, wie vom jungleman12. Angeblich soll er ja sogar sechs Millionen FT-Dollar für einen deutlich niedrigeren Preis feilgeboten haben. Darauf angesprochen wird Cates Stimme noch ein wenig leiser. Ja, grundsätzlich stimme das. Aber die genannte Summe sei natürlich viel zu hoch gegriffen.

Aus seiner Heimat ist Daniel Cates dennoch erstmal geflüchtet. Er lebt jetzt in London mit Freunden und ist nach eigener Aussage in ganz Europa unterwegs. „Ich will jetzt reisen und nicht mehr so stumpf vor ein paar Monitoren sitzen.“ Online-Poker spielt er allerdings immer noch, wenn auch lange nicht mehr so viel, wie vor dem Black Friday. Auf PokerStars würde er deshalb nicht gesichtet, weil sein Account gesperrt sei. „Ich spiele auf den europäischen Seiten, iPoker, betfair, und vier, fünf anderen. $100/$200 oder auch $200/$400 PLO-Partien gibt’s dort auch.“

 

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