Triple Barrel – Sieg für Dan Smith, La Ola für Ola, Aufklärung für Jeans89

triple pokerface

Dan Smith beendet nach längerer Zeit seine Durststrecke, der norwegische Highroller Ola Amundsgard zeigt es der Politik und Jens Jeans89 Kyllönen hat nun traurige Gewissheit erlangt – das sind die Themen in unserer heutigen Triple Barrel.

1) Dan Smith holt sich die WPT Five Diamond Classic

Einen stark besetzten Finaltisch erlebte das Bellagio von Las Vegas bei dem renommierten Turnier mit dem ziemlich umständlichen Namen WPT Doyle Brunson Five Diamond World Poker Classic. Wie immer bei der WPT kamen sechs Spieler in den Genuss, sich um die Siegprämie zu streiten, die dieses Mal $1.161.135 betrug.

Als Chipleader ging mit Dan Smith ein Mann ins Finale, der ein bislang komplett enttäuschendes Jahr 2013 erlebt hatte. Im Vorjahr mit fast 3,8 Millionen Dollar an Turniergewinnen noch einer der überragenden Akteure konnte Smith in diesem Jahr für ihn dürftige Cashes von nur 160.000 Dollar einfahren, die seine Kosten kaum gedeckt haben dürften.

Dan Smith Siegerbild
Dan Smith in Siegerpose.

Im Bellagio feierte Smith nun mit einer souveränen Darbietung aber einen versöhnlichen Jahresabschluss. Nachdem er die Führung zeitweilig an Eddy Sabat abgeben musste, konnte er gegen diesen gleich zweimal verdoppeln und sich wieder an die Spitze des Leaderboards setzen.

Endgültig zu Sabats Nemesis wurde Smith, als er ihn wenig später ganz aus dem Turnier nahm und mit gewaltigem Vorsprung ins Heads-Up mit Gary Benson ging. Lediglich sieben Hände brauchte Smith dann, um den Sack zuzumachen und die Siegprämie von über 1,1 Millionen Dollar einzuheimsen.

Endstand WPT Doyle Brunson Five Diamond World Poker Classic:

1

Dan Smith

$1.161.135

2

Gary Benson

$672.685

3

Eddy Sabat

$436.160

4

Shaun Suller

$303.793

5

Barry Hutter

$219.165

6

Joe Serock

$175.766

2) Ola Amundsgard demontiert norwegischen Politiker

Eine Aktion von hoffentlich großer Tragweite startete der norwegische PLO-Highroller Ola Odd_Oddsen Amundsgard, der im Internet mit Gewinnen von über 3,6 Millionen Dollar im Jahr 2013 zu den ganz großen Hausnummern zählt.

Ola Amundsgard
Ola Amundsgard.

Amundsgard forderte einen norwegischen Politiker namens Erlend Wiborg zu einem Match heraus, um zu beweisen, dass es sich bei Poker keinesfalls um ein Glücksspiel handele.

Die Ausgangslage für den Politiker des skandinavischen Landes, in dem Poker verboten ist, war ideal, denn er durfte ein Freeroll bestreiten. Auf insgesamt 10.000 Hände war das Duell angelegt, und wenn Wiborg den Sieg davon getragen hätte, wären ihm 1 Million norwegische Kronen sicher gewesen.

Allzu viel Spannung kam aber nicht auf, denn schon nach 1.056 Händen warf Wiborg das Handtuch. Angesichts eines Rückstands von 2.666 Big Blinds war seine Einschätzung, chancenlos zu sein, durchaus berechtigt.

Somit blieb dem Politiker auch nur übrig zuzugeben: „Ola war einfach zu stark. Seine überlegene Spielstärke kam eindeutig zum Vorschein, ich hatte keine Chance. Keine Million für mich, aber es hat sich das Entscheidende gezeigt: Poker ist ein Geschicklichkeitsspiel.

3) Brutale Erkenntnis für Jens Jeans89 Kyllönen

Wesentlich unerfreulicher sind die Erkenntnisse, die im Fall des finnischen Highrollers Jens Jeans89 Kyllönen zu Tage traten. Kyllönen ist einer von mehreren Spielern, die während der EPT Barcelona dem Angriff von Hackern ausgesetzt waren.

Der Pokerprofi hatte Verdacht geschöpft und sein Notebook dem Sicherheitsunternehmen F-Secure zur Prüfung übergeben. Nach ausgiebiger Untersuchung präsentierte F-Secure nun das erschütternde Ergebnis.

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Hacking-Opfer Jens Kyllönen.

Kyllönnens Rechner wurde tatsächlich mit einem Trojaner infiziert, der anschließend dem Angreifer ermöglicht hätte, den Computer des Finnen aus der Ferne zu steuern bzw. alle Aktionen auf diesem mit zu verfolgen.

Installiert wurde der Trojaner offenbar mit einem USB-Stick, den der Angreifer mitgebracht hatte. Kyllönens Kumpel Henri Jaakkola, der in Barcelona dasselbe Hotelzimmer bewohnte, wurde ebenfalls Opfer des Betrügers, auf seinem Rechner fand sich der gleiche Trojaner.

Auf der Website von F-Secure gibt es weitere Informationen zu dem Thema und eine anschauliche Demonstration, was der Trojaner bei einem Spieler, der auf PokerStars aktiv ist, anrichtet.

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