Concord fusioniert mit Montesino Entertainment

concord card casino

Jahrelang hatten sich die beiden Card Casinos einen erbitterten Kampf um die Vormachtstellung in Wien geliefert. Jetzt gab es eine plötzliche Wendung. Vor wenigen Tagen tauchte das Gerücht über eine Fusion von Concord und Montesino auf, nun ist es offiziell.

Doch was steckt hinter diesem überraschenden Zusammenschluss und ist das gut oder schlecht für die österreichische Pokerszene? Der Hauptgrund für die Fusion ist wohl die bevorstehende Glücksspielnovelle, die das Glücksspielgesetz in Österreich grundlegend reformieren soll.

Sie wurde nach langem Hin und Her am 16. Juni 2010 verabschiedet und soll Anfang 2013 in Kraft treten. Dies wird große Auswirkungen auf Live Poker in Österreich haben, denn sie sieht nur noch eine einzige Pokerlizenz für einen einzigen Anbieter vor. Das bedeutet, dass alle anderen Card Casinos Ende 2012 ihre Pforten schließen müssten.

Zwar hat bisher noch keine Ausschreibung der Lizenz stattgefunden, aber das diese kommen wird ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das könnte das Ende der Card Casinos bedeuten und die Glücksspiellandschaft Österreichs vom Pokerparadies zum staatlichen kontrollierten Konstrukt werden lassen.

Das wissen natürlich auch die Besitzer von Concord und Montesino und ihnen war klar, dass etwas passieren muss. Unter dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“, entschied man sich dafür zu fusionieren und von nun an Seite an Seite gegen das drohende Aus zu kämpfen.

Das macht durchaus Sinn, denn auch bei Verfassungsrechtlern regt sich schon seit längerem heftiger Widerstand gegen das neue Gesetz. Einige von ihnen bezeichnen es sogar als verfassungswidrig, da es sich bei der Verstaatlichung von Poker um einen Angriff auf das Eigentumsrecht handelt.

Für die Spielerändert sich erstmal nicht wirklich viel, denn das Montesino behält sowohl seinen Namen, als auch seinen Standort im Gasometer. Es wird weiterhin als selbstständiges Card Casino agieren und auch der Turnierkalender bleibt zunächst unverändert.

Hier die offizielle Pressmitteilung:

„Die Concord Gruppe freut sich die Fusion mitMontesino Entertainment bekannt geben zu dürfen. Die Vertragsunterzeichnung fand am Dienstag, den 31.7.2012 statt. Der Standort Gasometer bleibt weiterhin bestehen und wird unter der Marke Montesino weitergeführt. Concord baut somit seine Marktführerschaft aus und ist weiterhin europaweit der größte private Pokeranbieter mit insgesamt 14 Standorten.“

Bleibt nur zu hoffen, dass es Concord und Montesino gemeinsam gelingt eine Änderung des neuen Glücksspielgesetzes zu erwirken und das Ende der Card Casinos abzuwenden, damit Österreich auch weiterhin eine Oase für Pokerspieler bleibt und nicht in der Normalität versinkt.

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