Chris Bjorin – „Man ist nur so gut, wie das letzte Turnier lief“

Chris Bjorin

Chris Bjorin ist seit 1991 Stammspieler der WSOP, aber das bedeutet dem schwedischen Veteranen nichts. Wichtig, sagt er, ist nur das letzte Ergebnis.

„Man ist nur so gut wie das letzte Turnier lief“, sagt Bjorin am Rande eines Turniers bei der WSOP in Las Vegas.

Eine ziemlich harte Einstellung, wenn man sich bewusst macht, dass die meisten Spieleraus weit mehr als der Hälfte ihrerTurniere vorzeitig ausscheiden.

Auf dem Karrierezettel von Chris Bjorin stehen 62 WSOP-Cashes. Nur vier Spieler können noch mehr vorweisen. Bjorin gewann zwei Bracelets und insgesamt mehr als 5,5 Mio.Dollar.

Seit dem Jahr 1994 war Bjorin bei jeder WSOP im Geld.

Damit liegt er auf der schwedischen Geldrangliste auf dem ersten Platz, und zwar mit gut zwei Millionen Dollar Gewinn vor dem Zweitplatzierten Martin de Knijff.

Wenn Referenzen ausreichen,  um zu den Besten zu gehören, hat Bjorin ein lebenslanges Abonnement auf einen der ersten Plätze.

In diesem Jahr lief es für den „alten Schweden“ aber eher holprig. Erst ein Cash im Omaha/Seven Card Stud Hi-Lo Event steht für ihn zu Buche.

Im letzten Jahr konnte Bjorin sieben Cashes einsammeln und über $320.000 kassieren.

„Man muss im Turnierpoker viel Geduld haben. Manchmal hat man sie, manchmal aber auch nicht.

Wenn alles läuft, fühlt man sich großartig, aber das ist mir in diesem Jahr noch nicht passiert.“

Größere Felder und schwierige Tische

Früher war alles besser. eine Aussage, die Jochen Malmsheimer bereits nachdrücklich widerlegt hat, die aber in der Pokerszene doch eine gewisse Berechtigung besitzt.

Chris Bjorin
"In den anderen Varianten kann man sie noch schlagen."

„Als ich Anfang der 90er Jahre in Las Vegas gespielt habe, kannte man noch 90% der Spieler im Turnier. Jetzt kenne ich kaum noch jemand an meinem eigenen Tisch.“

Diese Entwicklung ist für Bjorin ein zweischneidiges Schwert.

„Je größer die Felder sind, desto mehr kann man gewinnen, wenn man einen Lauf hat. Hat man diesen aber nicht, ist das heute kostspieliger als früher.“

Trotz des hohen Durchschnittsniveaus, das im Turnierpoker heute herrscht, gelingt es Bjorin aber noch immer, Schritt zu halten.

Das Geheimnis seines Erfolgs kann man erahnen, wenn man sich Bjorins Cashes mal etwas genauer ansieht: Der Großteil seiner Erfolge stammt aus anderen Turnieren als Hold’em.

„Die jungen Spieler sind durch die Bank sehr gute Hold’em-Spieler, aber in den anderen Varianten kann man sie immer noch schlagen.“, erklärt Bjorin.

Da die Mixed Games aber inzwischen immer beliebter werden, steigt auch dort die Qualität. Wer oben bleiben will, kann sich eben keinen Stillstand leisten.

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