CAPT erfolgreich - aber Lizenzverlust droht

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Main Event Winner Marco Meloni .

Am Wochenende ging die CAPT Seefeld zu Ende. Angesichts weiter steigender Spielerzahlen herrschte beste Laune allenthalben. Doch die zwölf österreichischen Casinolizenzen laufen 2012 aus, und Casinos Austria muss plötzlich mit starker Konkurrenz känpfen. Währenddessen spenden die Spieler für Haiti.

Bleiben wir vorerst in Seefeld: 192 Spieler sorgten für einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum letzten Jahr. Marco Meloni aus Deutschland gewann das Turnier und €96.680,-. Dabei hatte er es vierhändig nur noch mit den starken Österreichern Team Full Tilt Pro Markus Golser, Altmeister Harry Casagrande - der wieder gleich reihenweise ins Geld kam - und Ronald Zapantis zu tun.

Bester Schweizer war Besim Hot, und auch Andreas Krause konnte sich wieder einmal in die Geldränge eintragen. Er wurde Elfter für €4380,-.

Auch die anderen Turniere waren gut besucht und brachten einige interessante Ergebnisse. Im €500er spielte sich Eddy Scharf an den letzten Tisch und wurde am Ende Vierter von 185 Spielern. Im €1000er erreichte Manfred Hammer den zwölften, Ex-Fußball-Profi Manni Kastl sogar den dritten Platz in einem Feld von 220 Spielern.

Insgesamt nahmen über 800 Spieler an der Turnierwoche teil. Die Preispools durchbrachen damit sogar die magische Millionengrenze.

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Überlebenshilfe für die Karibik.

Haiti calling

Wir haben bereits über die Online-Aktion von David Sands berichtet. Auch bei der CAPT war die Katastrophe in der Karibik Tagesgespräch. Man entschied sich spontan zu helfen. Die Casinos legten €1000,- vor, und die Spieler stockten in den Turniertagen weiter auf, sodass am Ende €7777,- zusammenkamen.

Lizenzprobleme für Casinos Austria?

Dass die CAPT sich weiterhin socher Beliebtheit erfreut, ist sicher für die Pokerszene schön zu sehen. Fragt sich nur, ob die Betreibergesellschaft Casag auch in Zukunft die Serie so anbieten kann wie bisher.

Im Jahr 2012 laufen nämlich alle zwölf Konzessionen aus, die bisher komplett in Händen der Casag waren. Und die Konkurrenz sitzt der Gesellschaft im Nacken. Der Automatenhersteller Novomatic, Bwin und der Casinobetreiber Century Casinos werfen begehrliche Blicke auf die limitierten Lizenzen.

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Casino Baden - "beinhartes Match".

Hinzu kommt, dass die Lage der Casag durch „Wirtschaftskrise und Konsumverzicht, Rauchverbot sowie illegale Automaten-, Poker- und Internetspielanbieter ohnedies angespannt ist", und man sich deshalb „auf ein beinhartes Match mit in- und ausländischer Konkurrenz einstellen" muss (DiePresse.com, 25. 1. 2010).

Außerdem sind nicht alle Standorte der Casaga unbedingt profitabel. Gelänge es also den Rivalen, ausgerechnet in die Wiener Casinophalanx einzubrechen, würde das für den bisherigen Platzhirschen Casag weitere hohe Verluste bedeuten.

Inzwischen beschäftigt die Vergabe der Lizenzen auch den Europäischen Gerichtshof. Bisher wurden die Konzessionen im Paket vergeben, jetzt allerdings sollen sie öffentlich ausgeschrieben werden.

Das Verfahren beim EuGH wird vermutlich ca. sechs Monate dauern. Christian Horwath, Rechtsanwalt in Graz und mit dem Thema beschäftigt, misst dem Ergebnis maßgebliche Bedeutung für die Zukunft bei: „Die Entscheidung des EuGH wird richtungsweisend für die Lizenzvergabe sein."

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