Carter Philipps ist EPT Barcelona Champion

Carter Phillips
20 Jahre, 850.000 Euro, ein EPT-Titel - Carter Phillips

Mit 478 gingen in Barcelona deutlich weniger Spieler an den Start als im letzten Jahr (619). Der 20-jährige Carter Philipps aus North Carolina sicherte sich den Sieg. Viel Aufregung gab es um eine Hand, in die der Deutsche Tobias Reinekemeier verwickelt war.

Während Sebastian Ruthenberg 2008 noch über 1,3 Millionen Euro kassierte, reichte der 3,8 Mio. Preispool in diesem Jahr für „nur" 850.000 Euro Siegprämie des €8000 Buy-in-Turniers. Phillips gewann vor Marc Goodwin und Lokalmatador Santiago Terrazas, der von der Mehrheit der Zuschauer bis zum Schluss begeistert angefeuert wurde.

Mit Mike MacDonald, Roland de Wolfe, Bertrand Grospellier, Jens Kyllonen und Jan Boubli, der vor vier Jahren hier gewonnen hatte, waren unter den letzten 24 gleich fünf vormalige EPT-Titelträger unter den letzten 25. Das sorgte für zusätzliche Spannung, da es bis jetzt noch keinem Spieler gelungen ist, zwei Turniere der Serie zu gewinnen.

Dieses Gesetz der Serie wird allerdings weiterhin Bestand haben, denn keiner der Champions erreichte den Finaltisch. Mit acht Spielern aus sieben Nationen besetzt zeigte der Final Table, wie groß die internationale Anziehungskraft der EPT-Turniere ist. Der Rückgang der Teilnehmerzahl ist wohl nicht darin zu suchen, dass es Qualitätsmängel gibt - die Spieler äußern sich grundsätzlich positiv über die neuen Strukturen - sondern vielmehr in dem engen Terminplan, der nicht nur die zeitgleich stattfindende WPT Zypern aufweist, wo sich beispielsweise ein Großteil der Full Tilt Profis blicken ließ, sowie die in Kürze anstehende WSOPE London nebst der kommenden EPT-Veranstaltung, die ebenfalls in London stattfindet.

Tobias Reinkemeier
Angle-Shooter Reinkemeier?

Als beste Deutsche kamen Jan Collado auf Platz 32 und Tobias Reinkemeier auf Platz 30. Für Aufsehen sorgte eine Hand, die Reinkemeier an Tag 3 gegen Roland de Wolfe spielte. Auf einem Board 9 7 4 T A setzte de Wolfe 80.000 in einen Pot von 150.000 (Blind Level 17: 3000/6000; Average Stack 300.000). Reinkemeier machte schließlich den Call, woraufhin de Wolfe offen seine Hand mit König hoch in den Muck warf. Reinkemeier hatte nur Dame hoch, doch er hielt seine Karten weiterhin in der Hand.

De Wolfe war wütend und rief die Turnierleitung, doch obwohl der Dealer die Karten wieder aus dem Muck zurückholte (an sich schon eine sehr zweifelhafte Aktion), wurde der Pot Reinkemeier zugesprochen, da seine Hand länger live war. Der Deutsche wurde daraufhin als Angle-Shooter beschimpft, und natürlich ist ein solcher Call mit Dame hoch äußerst merkwürdig, aber wie hätte der Deutsche denn vorhersehen können, dass de Wolfe seine Hand sofort in den Muck werfen würde? Nur so konnte Reinkemeier die Hand ja gewinnen. Andererseits: Wie bezahlt man eine solche Bet mit Dame hoch?

Reinkemeier schied noch am selben Tag aus, als er mit Buben gegen A-K von Georgios Kapalos antrat und verlor. De Wolfe wurde am Ende 15.

Final Table Payouts:

1.       Carter Phillips (USA) €850.000

2.       Marc Goodwin (GB) €530.000

3.       Santiago Terrazas (Spanien) €300.000

4.       Mihai Manole (Rumänien) €250.000

5.       Asa Smith (GB) €200.000

6.       Toni Ojala (Finnland) €160.000

7.       Matt Lapossie (Kanada) €120.000

8.       Georgios Kapalas (Griechenland) €80.000

 

 

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