Geplanter Verkauf von Ongame hebt die bwin-Aktie

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Trotz der drohenden Abwertung der Kreditwürdigkeit von neun Ländern der Euro-Zone ist der britische Aktien-Index gestiegen. Ebenfalls im Steigen ist die, an der Londoner Börse registrierte bwin-Aktie. Grund: der bevorstehende Verkauf der Ongame-Poker-Abteilung und des Zahlungsabwicklers CQR soll über 100 Millionen Euro bringen.

Schon seit Mitte Dezember hält sich das Gerücht, dass sich Europas größter Anbieter für Wetten und Online-Spieler bwin von seiner Ongame-Poker-Abteilung trennt. Der britisch-österreichische Wettanbieter macht damit den nächsten wichtigen Schritt innerhalb der Firmenfusion, die bwin und PartyPoker zusammengeführt hatte. Wichtig ist diesbezüglich wohl nur die Integration der bwin-Spielerdatenbank in PartyPoker. Die restlichen Rooms des Ongame Network, sowie der Zahlungsabwickler CQR stehen hingegen zum Verkauf.

Analysten an der Londoner Börse haben sich nun erstmals detailliert zu den Erfolgschancen des Verkaufes der beiden Firmen-Abteilungen geäußert. Dabei gingen die Meinungen stark auseinander. Paul Leyland, ein Analyst bei Investec, einer international agierenden Bankengruppe beispielsweise zeigte sich überaus skeptisch, dass der Verkauf irgendeinen positiven Effekt für bwin haben könnte. 1.: Die ganze Verkaufsabwicklung sei nicht vor 2013 realisierbar. 2.: Beide Geschäftsteile seien nicht unbedingt sehr bedeutend. 3.: die potentiellen Einnahmen für den Käufer seien mit einem hohen Risiko belegt. Und 4.: sowohl das Online-Gaming-Bezahlsystem als auch die Poker-Roms selber stünden vor der Herausforderung sich in ein rechtlich-geregeltes Umfeld zu bewegen. Wobei nicht klar sei, welche Konsequenzen das für das Geschäftsfeld allgemein haben wird.

Andere Stimmen klingen da positiver. Der Verkauf des Bwin Ongame-Poker Netzwerkes und des Bezahlsystems CQR könnten der Firma 110 Millionen Euro (davon 75 Millionen für die Ongame Pokersparte) bringen. Das würde, so der Firmen-Insider Michael Campell den Netzumsatz von 250 Millionen Euro im vergangenen Jahr um 43% auf 360 Millionen Euro in 2012 steigern.

Einen positiven Effekt hatten die aktuellen Nachrichten auf jeden Fall auf die bwin-Aktie. Die stieg um 1,4 Pence auf einen Wert von 164 Pence.

Überhaupt scheint 2012 für bwin ein wichtiges Jahr zu werden. Das Unternehmen hat Lizenzen für den spanischen und dänischen Markt beantragt und will sich auch in Deutschland in Stellung bringen, wenn die notwendigen Weichen gestellt werden sollten. Noch spannender wird allerdings die Entwicklung im US-Markt. Anfang des Jahres hatte die bwin-Aktie erstmals einen kräftigen Sprung nach oben gemacht, als sich durch die Neuauslegung eines US-Gesetzes, erstmals Wege für die Legalisierung des US-Online-Glücksspielmarktes geebnet worden waren.

 

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