Bwin und Party werden Online Gaming Gigant

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PokerStars und Full Tilt Poker mögen die größten Pokeranbieter im Internet sein, das größte Online-Gaming-Unternehmen ist ab nächstes Jahr jedoch PartyGaming/Bwin. Im letzten Jahr konnten die beiden Firmen auf insgesamt 682 Mio. Nettoerträge zurückblicken, das ist mehr als das Dreifache der Konkurrenz von William Hill und Sportingbet.

Ein neuer Name für das Gesamtunternehmen steht noch nicht fest, die Marken PartyPoker und Bwin werden jedoch bestehen bleiben und „entsprechend regionaler und produktspezifischer Kriterien aufgeteilt", so Bwin Verwaltungsrat Manfred Bodner.

Im Klartext heißt das, dass in den Vereinigten Staaten größere Konzentration auf der Marke Party, in Europa auf Bwin liegen wird. Bodner ist vom perfekten Timing der Fusion überzeugt. Erst vor einigen Tagen war dem Antrag des Kongressmitglieds Barney Frank vom „House Financial Services Committee" stattgegeben worden, der die gesetzliche Regulierung von Online Gambling zum Inhalt hatte.

Einer der wichtigsten Zusätze des Antrags HR2267 war, die Pokeranbieter in Zukunft von jeder Lizenzvergabe auszuschließen, die sich bisher über die amerikanische Gesetzgebung hinweggesetzt hatten, namentlich Full Tilt und PokerStars, für die die Luft damit rauer werden dürfte. Die Bewilligung des Antrags ist ein kleiner Schritt auf dem Weg zur tatsächlichen Regulierung des Gaming-Markts, aber für Norbert Teufelberger, Co-CEO bei Bwin, ein entscheidender:

„Wir werden uns in exponierter Position befinden, wenn es darum geht, die Möglichkeiten auszuschöpfen, die sich im Zuge der sich nun andeutenden Entwicklung und Expansion der weltweiten Gaming-Branche ergeben."

Bei dem Zusammenschluss ist nur vordergründig von einer Fusion die Rede. Tatsächlich wird Bwin mit 51,4% die Mehrheit an dem neuen Unternehmen halten und damit das Sagen haben (PartyGaming: 48,36%). Der bisherige Sitz von Bwin in Österreich wird aufgegeben, nicht zuletzt wegen eines „unfreundlichen Steuerbescheids" (Bodner). Neuer Sitz des Unternehmens ist Malta. Die Bwin-Aktie legte nach Bekanntwerden de Nachricht um ein Fünftel zu.

Das Fusionsfieber in der Online-Gaming-Branche bleibt damit weiterhin hoch. Während diese Entwicklung momentan für die Spieler grundlegend positiv ist, gilt es jedoch wachsam zu beobachten, ob diese Tendenz nicht eines Tages dazu führt, dass die Branche von wenigen Monopolisten komplett beherrscht wird.

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