Burnout bei Negreanu? Nur ganz kurz

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Nach zwei Monaten Aufenthalt, mehreren Turnieren und noch mehr Presseterminen meldet sich der Kanadier vorerst aus der Pokerszene ab – und gleich wieder an.

„Mental und physisch erschöpft“, so beschrieb Daniel Negreanu seinen Zustand vorgestern in einem Artikel gegenüber CardPlayer.com. Bei seinem letzten Event in Europa, der EPT San Remo, habe er nach drei Stunden keinerlei Energie mehr gehabt:

„Ich war erledigt, und ich spielte miserabel. Ich hoffte nur noch, entweder Glück zu haben und zu verdoppeln oder abzuhauen und den nächsten Flug nach Hause zu nehmen. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich mich zuletzt so in einem Turnier gefühlt habe. Ich war innerlich vollkommen leer.“

Also wolle er nun eine Pause einlegen, schrieb Negreanu, und sich mehr um sich selbst kümmern. Lesen, gute Ernährung und Yoga seien nun die wichtigsten Programmpunkte in seinem Terminkalender. Außerdem stünden Wohltätigkeitsveranstaltungen und Radiotermine an.

2011, fährt Negreanu fort, sei insgesamt ein schlechtes Jahr für ihn gewesen. Zwar habe er sechs Cashes und $1,5 Mio. Gewinnprämien zu verzeichnen, aber 95% davon stammten aus zwei $100k super High Roller Events vom Anfang des Jahres. Das seien „nur zwei gute Ergebnisse in einem ansonsten schlechten Jahr für mich, was Turnierpoker angeht.“

Irgendwie muss Daniel Negreanu aber schon während des Schreibens bei dem Gedanken, nicht zu spielen, mulmig geworden sein, deshalb hielt er sich schnell eine Hintertür offen. Das $100k WPT World Championship Super High Roller Event im Bellagio begann gestern in Las Vegas, und „wenn das Feld 22 Spieler erreicht, bin ich dabei“.

Tatsächlich meldeten sich 29 Spieler für den Event, von denen nach Tag 1 noch 18 übrig waren. Unter ihnen die üblichen Verdächtigen Erik Seidel und Sam Trickett, außerdem Erick Lindgren, Eugene Katchalov, Justin Bonomo, Gabe Kaplan, Ashton Griffin, Jewgeni Timoschenko und … Daniel Negreanu.

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