Boris Becker von Londoner Gericht offiziell für bankrott erklärt

Boris Becker bankrott
Boris Becker pleite?

Kürzlich wurde Tennisstar Boris Becker bei PartyPoker unter Vertrag genommen, jetzt gibt es Negativschlagzeilen aus der englischen Hauptstadt. Am gestrigen Mittwoch erklärte die Londoner Richterin Christine Derrett den Leimener in Abwesenheit offiziell für insolvent.

Schulden in Millionenhöhe

Anlass für den 30-minütigen Termin vor dem Insolvenzgericht war ein Verfahren, das das renommierte Privatbankhaus Arbuthnot Latham & Co gegen Becker angestrengt hatte. Als Grund werden in einem Artikel der Bild unbezifferte Schulden in Millionenhöhe angegeben, die angeblich seit 2015 nicht beglichen wurden.

Boris Becker gewann bekanntlich in den Jahren 1985, 1986 und 1989 das Rasenturnier von Wimbledon, eine unglaubliche Leistung, bei seinem ersten Triumph war er mit 17 Jahren der jüngste Sieger in der Geschichte des Turniers.

Danach war er als Prominenter unterwegs und machte Werbung für diverse Unternehmen. In der Zeit von 2007 bis 2013 spielte er für PokerStars, angeblich soll er dafür über 1 Million Euro pro Jahr erhalten haben. Er trat unter anderem auch in der PokerStars TV Total Pokernacht bei Stefan Raab auf.

Beckers Poker-Erfolge

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Becker im King's Rozvadov

Boris Becker cashte in seiner Zeit als gesponserter Pro bei PokerStars insgesamt sechs Mal, sein größter finanzieller Erfolg war der 40. Platz beim $25k NLHE Championship der Five Star World Poker Classic für knapp 41.000 Dollar. Sein größter EPT-Cash passierte 2013 in Berlin im Main Event, als er 49. für 15.000 Euro wurde.

Ende 2013 wechselte Becker dann wieder zum Tennis und wurde Trainer des damaligen Weltranglistenzweiten Novak Đoković, den er bis 2016 zu sechs Grand-Slam-Siegen führte. Im Dezember 2016 endete die Zusammenarbeit.

Wo ist das Geld geblieben?

Leider hatte der Ex-Tennisstar einen aufwendigen Lebensstil, Probleme mit der Steuer und Ex-Frauen bzw. Geliebte, die ihn finanziell teuer zu stehen kamen. Allein seine Scheidung von Barbara Becker im Jahr 2011 kostete ihn 2011 ca. 15 Millionen Euro. Der Unterhalt für seine Kinder Noah, Elias und die uneheliche Anna Ermakowa beläuft sich auf ca. 17 Millionen.

Die Londoner Richterin äußerte während des Termins, dass Becker ein Mann sei, der "den Kopf in den Sand steckt" und die Forderungen seiner Gläubiger zu lange vor sich hergeschoben habe. Sie sehe darüber hinaus keine Chance, dass Becker die Schulden in naher Zukunft begleichen kann.

Becker zeigte sich auf Twitter "überrascht und enttäuscht" von der Entscheidung der Richterin, Gegenstand des Verfahrens sei ein Kredit, den er angeblich innerhalb eines Monats zurückgezahlt hätte. Sein Anwalt beschied ihm eine gewisse Ungebildetheit in finanziellen Angelegenheiten.

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Becker jetzt bei PartyPoker

Danach schreibt Becker noch: "Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand".

Verpflichtung bei PartyPoker

Ende 2016 kam Becker zusammen mit Jan Jachtmann bei PartyPoker unter Vertrag. Der Pokerroom verpflichtete zuletzt Mike Sexton als Präsidenten, der dafür nach langen Jahren die WPT verließ.

Das Team partypoker ist in letzter Zeit stark gewachsen. Viele Spieler, die ihr Engagement bei anderen Pokerrooms beendeten, wurden aufgenommen, unter anderem Johnny Lodden, Sam Trickett, Carl Froch, Patrick Leonard, Tony Dunst, Joao Simao, Padraig Parkinson, Natalia Breviglieri, Roberto Romanello, Jackie Glazier und Beata Jambrik.

Auch im Bereich Live-Poker gab es einen prominenten Neuzugang, John Duthie, quasi der Erfinder und Mitbegründer der European Poker Tour, wurde als neuer Direktor der partypoker LIVE Events gewonnen.

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