Blogging ist in bei Pokerspielern

Tagebuch war gestern. Heute spricht man von einem Webblog, kurz „Blog".

Im Vergleich zum guten alten Tagebuch, das stets gut versteckt vor dem Blick Neugieriger geschützt wurde, ist der (oder das?) Blog in der Regel für Jedermann zugänglich. Die Welt darf an den Gedanken des Schreibers teilhaben. Oder besser gesagt sie SOLL.

Dieses Phänomen kursiert bereits seit einigen Jahren durch die Weiten des Internets und seit gut einem Jahr nimmt die Anzahl der Blogger, die sich das Thema Poker zum Hauptbestandteil ihrer Kundgebungen gemacht hat, dramatisch zu.

So ein Blog ist relativ schnell und in den meisten Fällen auch kostenlos zu erstellen. Es gibt viele Anbieter, bei denen man mit ein paar Mausklicks und nach Eingabe einiger Daten innerhalb von 5 Minuten losbloggen kann. Dementsprechend werden diese Angebote auch gerne genutzt. Mit den unterschiedlichsten Ergebnissen.

Viele Pokerblogger beschränken sich (leider) darauf den Zuwachs oder Verfall ihrer Bankroll zu dokumentieren. Manche Werke lesen sich daher mehr wie eine Steuererklärung. Zugegeben in manchen Fällen kann man da auch neidisch werden, so die Angaben denn wirklich den Tatsachen entsprechen, aber ob das wirklich so clever ist lassen wir an dieser Stelle mal dahingestellt. Man weiss ja nie wer mitliest.

Andere wiederum berichten über Turnierteilnahmen, lustige Erlebnisse am Pokertisch, BadBeats (da kann man dann prima mitleiden) oder das was am Rande des Pokerlebens passiert und mitteilenswert ist. Als Leser kann man sich schon einmal dabei ertappen, dass man ein Lesezeichen setzt und sich auf den nächsten Beitrag freut. Oder man abonniert den RSS-Feed des Blogs und bekommt jeden neuen Artikel bequem per eMail oder im speziellen Feed-Reader präsentiert. Das ist dann wie die persönliche Poker-Tageszeitung.

Auch einige Poker-Profis sind mittlerweile unter die Blogger gegangen und berichten über ihre Erlebnisse rund um den Job. Daniel Negreanu und, aus deutscher Sicht, Katja Thater sind dabei besonders „fleissig". Wer also plant sein Hobby zum Beruf zu machen, kann sich schon einmal vorinformieren, was da so auf ihn zukommt. Gute Zeiten - schlechte Zeiten.

Also nix wie ran an die Tasten.

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