Esfandiari gewinnt BIG ONE und wird Geldranglistenerster

antonio esfandiari big one

Im Heads-up setzte sich der Magier gegen Sam Trickett durch und gewann das höchste Preisgeld, das je in einem Pokerturnier ausgespielt wurde.

48 Spieler nahmen an dem Turnier mit einer Million Dollar Buy-in teil. Für den ersten Platz wurden $18,3 Mio. ausgelobt.

In der letzten Hand des Turniers traf Esfandiari Trip Fünfen auf dem Flop gegen Sam Tricketts Flush Draw.

Alle Chips wanderten in die Tischmitte, Trickett verpasste Turn und River, und nur Sekunden später wurde der jubelnde Antonio Esfandiari auf den Schultern seiner Freunde und Familie durch den Saal getragen.

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"Nie ans Geld gedacht." - Antonio Esfandiari.

„Es passiert nicht oft, dass mir die Worte fehlen“, sagte Esfandiari beinahe nach dem Turnierende. „Jetzt ist einer dieser Augenblicke.“

Dank dieser gewaltigen Gewinnsumme schießt Esfandiari auch in der ewigen Geldrangliste an der Konkurrenz vorbei und liegt nun mit insgesamt $23,2 Mio. einsam in Führung. Erik Seidel folgt auf Platz 2 mit deutlichem Rückstand und $16,9 Mio.

„Glaubt mit oder lasst es bleiben“, überschlug sich Esfandiari beinahe. „Ich habe die ganze Zeit kein einziges Mal an das Geld gedacht. Ich wollte einfach nur gewinnen.“

Der Finaltisch des teuersten Turniers aller Zeiten dauerte längst nicht so lange wie erwartet. In nicht einmal sieben Stunden war der Sieger ermittelt.

Am kürzesten saß Richard Yong am Tisch. Mit A-2 suchte er nach dem Verdoppler, konnte aber K-J von Brian Rast nicht schlagen.

Las-Vegas-Urgestein Bobby Baldwin musste als nächster gehen. Sein A-T war letztlich nicht stark genug gegen die Pocket Buben von Guy Laliberté.

Nut Flush gegen Quads

In der bittersten Hand des Abends floppte Brian Rast den Nut Flush und verlor dann seinen gesamten Stack gegen Quads von Sam Trickett.

esfandiari trickett heads up
Heads-up um 28 Mio. Dollar.

In dieser Hand hielt Rast A J, und der Flop fiel 4 3 8. Turn T, River 3. All-in von Trickett mit 3 3. Call und Aus für Rast.

Guy Laliberté, den die Pokerwelt dieses Turnier letztlich zu verdanken hat, lieferte eine herausragende Vorstellung ab und beendete das Turnier schließlich auf Platz fünf.

Dafür erhielt der Kanadier $1,8 Mio., viel wichtiger dürften ihm aber die $5,3 Mio. sein, die seiner Stiftung ONE DROP zugute kommen.

Danach war es an Phil Hellmuth, einem der besten Turnierspieler der Welt, seinen Hut zu nehmen. Er kassierte $2,6 Mio.

David Einhorn, der vor dem Turnier angekündigt hatte, seinen gesamten Gewinn wohltätigen Zwecken zugute kommen zu lassen, erreichte Platz drei und gewann über zweieinhalb Millionen Dollar für die Organisation City Year.

Tricketts Rückstand zu groß

Damit war die Bühne bereitet für ein episches Heads-up.

Tatsächlich sollte es aber nur eine halbe Stunde dauern. Trickett hielt zu Beginn 37 Mio. Chips, Esfandiari dagegen mächtige 107 Mio. Der Abstand erwies sich als zu groß.

Sam Trickett kassierte gut zehn Millionen Dollar für seinen zweiten Platz. Es ist die größte Summe, die je ein Engländer gewonnen hat. Trickett zieht damit in der ewigen Geldrangliste an Daniel Negreanu vorbei.

Das BIG ONE war bisher der Gipfel einer WSOP, die mit den Finaltischen Iveys und den Bracelets für Hellmuth und Jan-Peter Jachtmann ohnehin reich an Höhepunkten war. Was nun noch folgt, sind die kleine aber feine 2-7 Championship, die $1m National Championship - eventuell mit Pius Heinz - und natürlich der Main Event (ab Sa., 7. Juli) für je $10.000 Buy-in.

Payouts des WSOP BIG ONE 2012:

1. Antonio Esfandiari - $18.346.673
2. Sam Trickett - $10.112.001
3. David Einhorn - $4.352.000
4. Phil Hellmuth - $2.645.333
5. Guy Laliberté - $1.834.666
6. Brian Rast - $1.621.333
7. Bobby Balwin - $1.408.000
8. Richard Yong - $1.237.333

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