PokerZeit persönlich: Ein Gespräch von Berliner zu Berliner

Deniz Maska

Ich bin schon seit zwanzig Spielstunden aus dem Battle of Malta geflogen. Der Frust ist überwunden. Umso erfreulicher ist es, einen Landsmann und Berliner im Turnier zu finden.

Deniz Maska ist zwar ziemlich short an Chips, hat sich so aber über die beiden ersten Tage Im Turnier gehalten, ist quasi immer mit geschwommen.

„Das ist Dauerzustand bei mir, meint er dazu lakonisch.

„Was treibt Dich nach Malta, Deniz, ist es Urlaub oder die reine Freude am Poker?“ möchte ich von ihm wissen.

Die Teilnahme am Turnier ist in einen einwöchigen Urlaub eingebettet, erklärt er mir. Er ist mit vier Berliner Freunden hierhergekommen. Sie alle spielen Poker.

Wir haben ein Satellite gespielt und zwei von uns haben das Buy In und ein bisschen zusätzlich gewonnen.

Ich gratuliere und frage, bei welchem Online-Anbieter das war.

Er lächelt und erklärt mir, es sei ein privates Live-Turnier gewesen, was er mit einer größeren Gruppe von Freunden und Bekannten in Berlin veranstaltet habe. „Jeder hat 50 Euro eingezahlt und wir haben für die beiden ersten je 700 Euro ausgespielt“.

Damit wurden zwei Buy-ins gezahlt und es gab noch etwas Taschengeld obendrauf.

bom tag3
Tag 3 des BOM.

Deniz hat allerdings seinen Urlaub und das Buy In für die BoM aus eigener Tasche gezahlt.

Daher ist es ihm auch ganz besonders zu gönnen, dass er es bis unter die letzten 19 geschafft hat.

Ich habe ihn eine Weile beobachtet. Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs hatte er 370.000 Chips bei Blinds von 15.000/30.000 und Ante 4.000. Also praktisch keine Manövriermasse, sondern tiefrote Zone nach Harrington.

Offensichtlich war er kartentot. Ich musste zusehen, wie er Hand um Hand folden musste, entweder wegen massiver Raises vor ihm oder weil seine Karten so miserabel waren.

Blinds und Antes nagten beständig an seinem Stack. Einmal schaffte er im Big Blind einen „Walk“, weil alle vor ihm inkl. Small Blind foldeten. Immerhin wieder 77.000 Chips dazu. Derweil gab es zweimal Seat open am anderen Tisch.

Doch ein so kleiner Aufholschritt hält nicht lange. Irgendwann kam dann die Hand, die ihm erlaubte, aus mittlerer Position open all in zu raisen. Er wurde sofort von dem Japaner Sunny zwei Positionen weiter gecallt, der ihn massiv coverte.

Die Karten wurden aufgedeckt, Deniz hatte mit A-5s gepusht, Sunny mit A-Q gecallt. Ein ereignisloses Board ließ den Kicker von Sunny gewinnen.

Platz 16 für Deniz Mazka aus Berlin. Immerhin 3950 Euro fließen zurück in die Hauptstadt.

Das Gespräch führte Rainer Gottlieb

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