Australien – das neue Traumziel für Online-Spieler?

Scott Clements
Scott Clements - "hier mehr gewonnen als sonst wo".

Es ist zwar die erste WSOP down under, aber die amerikanischen Grinder haben den fünften Kontinent längst für sich entdeckt.

Eigentlich kein Wunder, denn die Gesetze hinsichtlich Online-Gaming sind lax, man sitzt weit im Osten und hat deshalb angenehme Startzeiten für die Major Turniere, und vom Wetter brauchen wir ja gar nicht erst reden.

Egentlich erstaunlich: Die neue WSOP Asia-Pacific bietet den Spielern als einzige auch die Möglichkeit, online zu spielen. Das geht weder in den USA noch in Frankreich.

Scott Clements, zweifacher Braceletgewinner aus den USA, erklärt: „Mit gefällt die zeitliche Einteilunghier. Man kann früh aufstehen, den ganzen Samstag und Sonntag Poker spielen, und trotzdem die WSOP spielen.

Ich mache das schon seit Tagen.“

Clements spielte sich erst letzten Sonntag deep in die Sunday Million auf PokerStars und nahm danach noch am Mixed Event der WSOP APAC teil.

Auch wenn das mit dem ganz großen Gewinn nicht geklappt hat, genießt Clements die Zeit in Australien, weil sie ihm die Möglichkeit gibt, neben der World Series ausgiebig online zu spielen.

Es zieht die Bracelet-Träger nach Australien

Nicht nur Scott Clements verbringt gerne Zeit in Australien, auch Bryan Piccioli und Jim Collopy, die die ersten beiden Events der WSOP gewannen, haben sich für längere Zeit in Austrlaien aufgehalten.

Jim Collopy
Endlich keine Socken mehr - Jim Collopy.

„Es ist geil hier“, sagte Collopy nach seinem Erfolg. „Nirgendwo habe ich live und online mehr gewonnen als hier. Außerdem kann ich jeden Tag surfen gehen.“

Chris Moorman, der mehrfache Triple Crown Träger aus England, ist bekanntlich vor einiger Zeit vorübergehend nach Neuseeland gezogen, um die früheren Startzeiten der Online-Turniere auszunutzen.

Auch Cash Game Spieler haben gewisse Vorteile davon, so weit östlich zu wohnen, wenn die europäischen Spieler nach langen Sessions müde werden und man das entsprechend ausnutzen kann.

Aber auch die Live-Spieler zeigen sich überwiegend positiv beeindruckt von Down Under. Selbst der oft so stille Phil Ivey erklärte nach seinem Turniersieg, das Crown Casino sei sein persönlicher Favorit unter den Poker-Locations weltweit.

Australien hat jedoch auch Nachteile. Die Lebenshaltungskosten sind relativ hoch, und das Land liegt natürlich etwas abgelegen, wenn man mal von ANZPT, APPT und nun der WSOP APAC absieht.

Und manche Onlie-Turniere beginnen für an spätes Aufstehen gewohnten Spieler sogar ein bisschen zu früh.

Letztlich muss sich jeder Spieler selbst entscheiden, ob es für ihn Sinn macht, auszuwandern. Und jeder hat seine eigenen Prioritäten.

Die von Collopy sind eindeutig: „Nie Schuhe und Socken tragen zu müssen, darum geht es in Wirklichkeit“, grinst der Amerikaner.

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